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Weihnachten wird verkauft

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Weihnachten

Das Stück spielt eine Handlung nach, die sich tatsächlich so ereignet hat. Der Kaufmann Fugger kauft dem Vatikan Weihnachten, das heißt er zahlt eine Summe für das Recht an Weihnachten Handel zu treiben.

Weihnachten, Geschäftemacherei, Weihnachtstrubel, Geschenke

Das Stück

Weihnachten wird verkauft

Papst Leo X (Giovanni Medici) , Diener Roberto, Jakob Fugger, Mijnheer Adaplenbosch, Frau Schmitz

1. Szene

Papst humpelt im roten Umhang herein

Diener: "Guiovanni, hier deine Post"

Papst: "Du sollst mich nicht duzen Roberto, es könnte jemand hören.
(öffnet den 1. Umschlag)
...erlaube ich mir diese Rechnung über einen Ducato...
Was 1 Goldducat? Dieser Quacksalber hat mich stundenlang gequält und
mein Bein tut mehr weh als vorher. Roberto!"

Diener: "Heiliger Vater?"

Papst: "Schicke diesem jämmerlichen Arzt sein Honorar."

Diener: "Wenn ich mir erlauben darf"

Papst: "Was ist denn?""

Diener: "Der Bau des Petersdoms verschlingt die Einahmen"

Papst: "Ja, ja ich weiß, aber einen Dukaten. Den wirst du doch auftreiben!"

Diener: "Faccio del mio meglio"

(Er entfernt sich)

Papst: "Nächster Brief.... der Fugger schreibt wieder. Was will er denn? (liest weiter) Eine Audienz in einer pekuniären Angelegenheit. Roberto!"

(Roberto kommt herbeigelaufen)

Papst: "Sieh nach was das ist."

Diener: "Worum handelt es sich?"

Papst: "Pekuniär"

Diener: "Das ist irgendetwas mit Geld"

Papst: "Schon wieder Geld (liest weiter)... Roberto schreibe zurück was er genau will – nein warte - wenn er Geld bringen will, dauert das zu lange und wenn er was haben will - wir sind sowieso pleite- schreiben Sie er soll kommen."

Licht aus.

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2. Szene

Damen und Herren betreten den Raum, Roberto eilt an Ihnen vorbei

Diener: "Hier entlang meine Dame meine Herrschaften..."

Papst: "Ah mein lieber Fugger. Sie spannen mich auf die Folter, warum schreiben Sie so ungenau? Wen bringen Sie da?"

Fugger: "Heiliger Vater das ist Mijnheer Adaplenbosch und diese Dame Frau Schmitz."

Papst: "Adaplenbosch und Schmitz, was sind das für Namen?"

Fugger: "Es sind Kaufleute aus Amsterdam und Köln."

Papst: "Was wollt ihr von mir, ich habe wenig Zeit, gleich kommt Donato Bramante, er wird nicht fertig mit dem Petersdom, ein Fass ohne Boden."

Fugger: "Ich werde helfen das Fass zu flicken."

Papst: "Ich kenne dich Jakob Fugger, du bist eine Schlitzohr, willst du den Peterspfennig in Augsburg erhöhen und die Hälfte selbst behalten?"

Fugger: "Warum habt ihr kein Geld, wenn ihr solch gute Ideen habt?"

Schmitz: "Wir hörten dat von Eurem neuen Erlass. Er verbietet uns über de
weihnachtlichen Feiertare de Waren auf den Märkten zu verkaufen."

Papst: "Bereits seit dem Jahre 321 gilt die gesetzliche Sonn und Feiertagsruhe.
Niemand kehrt sich daran. Das Theater auf den Märkten mit Gauklern und Feuerschluckern missfällt mir."

Adaplenbosch: "Es lockt die Menschen an."

Papst: "Aber doch nicht an Weihnachten. Mein Astrologe erzählte kürzlich etwas von Ebay. Die Leute sollen es zu von Hause bestellen."

Fugger: "Aber lieber Papst Leo!"

Papst: "Er ist ein ausgezeichneter Astrologe, er irrt sich selten."

Fugger: "Dann müsstet ihr längst wissen was ich will. "

Papst: "Einfacher wäre, ihr sagtet es endlich."

Fugger: "Ich kaufe euch Weihnachten ab!"

- Pause – Leo sieht sich irritiert um

Papst: "Ihr scherzt Jakob Fugger, Weihnachten gehört mir nicht."

Fugger: "Ich kaufe es euch ab, für 10.000 Gulden"

Papst: "Ja so, 10.000 Gulden, vielleicht gehört es mir doch."

Fugger: "Ihr beginnt klug zu werden."

Papst: "Wie stellt ihr euch das vor, wie soll ich Weihnachten verkaufen?"

Schmitz: "Kein Angst, Ihr sollt et ja net abschaffe."

Adaplenbosch: "Wir kaufen das Recht Weihnachten Handel zu treiben. Und wir werden nicht mehr mit Ablässen bestraft, wenn wir Weihnachten Märkte betreiben."

Schmitz: "10.000 Julden, dat werden emal 700.000 Euros sein. Ich han auch so en astrolorische Ader."

Papst: "Euros? Was ihr sagt. Ich werde mich mit den Kardinälen beraten in den nächsten Monaten."

Fugger: "Das Angebot gilt nur heute."

Papst: "Das konnte ich mir denken."

Fugger: "Ihr müsst den Erlass zurücknehmen. Ich weiß das du Pleite bist Guiovanni de Medici, den Handel kannst du nicht ablehnen."

Papst: "Noch einer der mich duzt. - - - Ich glaube ich kann wirklich nicht
ablehnen. Habt ihr die Gulden schon dabei?"

Fugger: "Wo denkst du hin, du könntest dein Versprechen vergessen.
Wir zahlen mit Käuferschutz - von PayPal."

Licht aus

Anmerkungen des Autors

Das Stück ist nicht einfach zu spielen, es sollte nicht zu albern vorgetragen werden, die Gags mit Paypal und so kamen beim älteren Publikum nicht an. Sicherheitshalber kann man die auch weglassen.

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