Drama Ministry

Drama Ministry fördert Theaterschaffende in der Kirche mit Online-Material, Vor Ort-Support und deutschlandweiten Seminaren.
mehr erfahren

iThemba

Verbreitet die Stimmung Südafrikas und berichtet von der Hoffnung, die Leben verändert.
mehr erfahren

Lifeliner

Der Lifeliner teilt Leben: Unterwegs in Schulen, Fußgängerzonen und Stadtfesten. Dort wo Menschen sind..
mehr erfahren

Project Serve

Auslandseinsätze auf allen Kontinenten.
mehr erfahren

Youthload

Online Ideenpool für christliche Jugendarbeit.
mehr erfahren

JFC Deutschland

JFC Deutschland ist Teil des weltweiten Netzwerks von Jugend für Christus International.
mehr erfahren

Drama Ministry ist für dich kostenlos!

Damit wir dieses und viele andere Angebote anbieten können, braucht das Netzwerk deine Hilfe.

Willst du weiterhin dieses Angebot nutzen können? Hilf mit einer Spende!

 

Ziel: 76.500€

Jetzt unterstützen

Speziell dich habe ich gesucht! (Untertitel: Das Besondere unter Vielen)

Männer1
Frauen1
Kinder0
Egal0

Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Ein Teil, das verloren gegangen ist, sorgt für Partystimmung, sobald es wieder auftaucht.

Geduld, Beharrlichkeit, Suche, Einzelindividuum vs. Masse, Freude, Party, Hochzeitstag

Das Stück

Wohnzimmer eines Haushalts, Tisch mit fast vollständigem Puzzle darauf, die letzten Teile werden noch eingefügt. Elisabeth steht am Tisch und betrachtet fasziniert das Puzzle. Manfred betritt den Raum und setzt sich mit der Tageszeitung in den Hintergrund.

Elisabeth: „Schau mal Schatz, kommt dir dieses Bild bekannt vor?“

Manfred (desinteressiert): „Ganz normaler Flughafen, würde ich sagen!“

Elisabeth: „Nein, schau doch mal ganz genau! Das ist der Flughafen von Malaga. Weißt du noch?“

Manfred: „Nee, was war denn da?“

Elisabeth entrüstet: „Jetzt sag bloß, du weißt nicht mehr wo wir vor 15 Jahren unsere Hochzeitsnacht verbracht haben?“

Manfred: „Ach ja, stimmt, wir haben unsere Flitterwochen in Spanien verbracht. Was? Ist das schon so lange her?“

Elisabeth: „Na, du bist gut. Gerade weil es 15 Jahre her ist, habe ich mir ein Erinnerungspuzzle besorgt. Ich dachte, wenn wir das an der Wand aufhängen, können wir uns jeden Tag an diese traumhafte Zeit nach der Hochzeit erinnern.“

Manfred (greift wieder zur Zeitung und zuckt mit den Achseln): „Als ob es dazu ein Puzzle brauchen würde!“

Elisabeth fügt weitere Puzzleteile ein und murmelt vor sich hin: „Ignorant!“

Plötzlich hält sie inne, schaut nochmal gebannt auf das Puzzle und beginnt wie wild auf dem Tisch zu suchen.

Elisabeth: „Das gibt es ja wohl nicht, die waren doch vorher alle da!“

Danach kniet sie unter den Tisch und sucht dort weiter. Sie kommt wieder hoch, greift in sämtliche Kleidungstaschen, murmelt dabei ständig vor sich hin.

Elisabeth: "Also vorhin habe ich es doch noch gehabt!“

Sie geht von der Bühne, zur ersten Reihe der Zuschauer, fragt den ersten Besucher

Elisabeth: „Entschuldigung, haben Sie zufällig ein Puzzleteil gesehen, es wäre mir sehr wichtig!“

Der Besucher verneint, sie schaut noch innerhalb der Bankreihe nach, kein Erfolg!
Die obige Frage wiederholt sie bei einigen anderen Besuchern, diese verneinen natürlich.
Dann geht sie wieder hoch auf die Bühne und schiebt dabei sogar ihren Mann zur Seite.

Manfred wird auf das Tun seiner Frau aufmerksam.

Manfred: „Hey, was soll denn das? Keine Augen im Kopf?“

Elisabeth: „Stell dir vor, das Puzzle ist fast fertig, mir fehlt nur noch ein Teil am Rand!“

Manfred: „Ja und, deswegen stellst du hier alles auf den Kopf?“

Elisabeth sucht hektisch auf dem Tisch weiter, dabei fällt ihr fast das Telefon runter.

Sie erwidert: „Genau dieses Teil ist noch ganz wichtig, es zeigt den Bus, mit dem wir damals vom Flughafen in die Altstadt gefahren sind!“

Manfred darauf mürrisch: „Dann schneide eben ein passendes Teil aus einem Karton und mal es einfach an!“

Elisabeth: „Nein, eben dieser Bus brachte uns doch damals in die Hochzeitssuite unseres Hotels! Es war doch ein Traum, das Zimmer mit Meerblick, der Swimmingpool, einfach alles.“

Manfred (versonnen): „Ja, und der Flughafen war der Ausgangspunkt dafür.“

Elisabeth: „Ich rufe jetzt noch bei Mama an, vielleicht hat sie ja in ihrer Puzzlesammlung noch ein passendes Teil übrig!“

Sie greift zum Telefon, wählt eine Nummer und spricht

Elisabeth: „Hallo Mama, hier ist Elisabeth! Du, ich habe hier ein Problem mit meinem Flughafen-Puzzle! Hast du zufällig in deiner Sammlung noch das passende Teil für den Shuttle-Bus, du weißt schon? Sei bitte so nett und schau mal nach! (Kurze Pause, ihre Mutter antwortet (fiktiv), dann Elisabeth enttäuscht:) OK, Mama, dann kann man eben nichts machen! Also, bis demnächst! Was meinst du? Nein, ich habe nicht vergessen, dass wir deinen Wellensittich nächste Woche beaufsichtigen müssen. Tschüss!“

Manfred daraufhin: „Das hätte ich dir gleich sagen können, dass du umsonst anrufst! Also stell dich jetzt nicht so an und mal das Teil selber!“

Elisabeth beharrlich darauf: „Nein, dieser Bus ist einmalig, den kann man nicht so einfach malen!“

Manfred macht daraufhin eine spöttische Geste und wendet sich wieder seiner Zeitung zu.
Elisabeth steht immer noch ratlos vor dem Tisch.

Manfred: „Jetzt hole ich mir erst mal was zu Trinken! Außerdem muss ich das Stuhlkissen umdrehen, ich weiß gar nicht, irgendetwas drückt mich.“

Er steht auf, hebt das Stuhlkissen, Elisabeth schaut zum Stuhl und siehe da: Manfred ist die ganze Zeit auf dem Puzzleteil gesessen. Er hebt es fragend in die Höhe.

Elisabeth (voller Enthusiasmus): „Super, Schatz, endlich hast du dieses Teil gefunden. Siehst du, dass es wirklich einmalig ist? Genau so hat unser Bus damals ausgesehen!“

Sie fügt es vorsichtig an der passenden Stelle ein und betrachtet mit Begeisterung das fertige Werk.

Manfred: „Also waren es doch nicht die Knöpfe, die mich die ganze Zeit gedrückt haben.“

Elisabeth: „Jetzt ist unser Erinnerungspuzzle doch noch vollständig fertig geworden. Weißt du was, zur Feier des Tages könnten wir doch heute Abend noch piekfein Essen gehen.“

Manfred (schmunzelnd): „Das ist eine sehr gute Idee, dann kann ich auch noch mein schlechtes Gewissen wegen des vergessenen Hochzeitstags beruhigen.“

Elisabeth: „Außerdem muss ich noch Mama anrufen und ihr sagen, dass ich das verlorene Teil jetzt gefunden habe. Ich werde sie fragen, ob sie Lust hat, auch mitzukommen.“

Sie greift nochmal zum Telefon, wählt, dann ruft sie voll Freude in den Hörer

Elisabeth: „Mama, stell dir vor, Manfred hat auf dem Bus gesessen! Jetzt ist wieder alles in Ordnung! Zur Belohnung werden wir nachher ins Restaurant gehen, hättest du Lust, mitzukommen? (Pause) Macht nichts, dann eben ein anderes Mal, also dann gute Nacht!“

Manfred (verdreht die Augen): „Ende gut, alles gut!“

ENDE

Anmerkungen des Autors

Personen:
Elisabeth – Hausfrau, 45 Jahre
Manfred – Ehemann, 50 Jahre
Teilweiser Einbezug des Publikums in die Handlung

Sonstige kleine Utensilien befinden sich auf dem Tisch, unter anderem ein tragbares Telefon. Tischplatte oder Basis des Puzzles evtl. im Winkel zum Publikum neigen, damit Motiv und fehlendes Teil erkannt werden können. Das verschwundene Puzzleteil liegt unsichtbar unter einem Stuhlkissen auf dem Stuhl.

"Ende gut, alles gut!" bezieht sich sowohl auf den Ausgang der „Puzzlegeschichte“ als auch auf die Ablehnung der Schwiegermutter, mit ins Restaurant zu gehen.

Spenden, helfen, fördern

Mit deiner Unterstützung hilfst du uns Theaterschaffenden

Jetzt spenden