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Zukunftsangst: Was soll ich nur machen?

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Jugend, Allgemein

Ein Jugendlicher steht vor dem Schulabschluss. Das Umfeld erwartet viel von dem Jugendlichen. Der Druck, die Enttäuschung und die Unwissenheit ist hart und verwirrend.

Zukunftsangst, Versagensängste, Zukunftsdruck, Was soll ich werden?, Beruf, Zukunft, Hartz IV, Arbeitslosigkeit, Scheitern, Angst, Hilflosigkeit, Überforderung, Druck, Erwartungen

Das Stück

Miriam steht in der Mitte der Bühne. Alle anderen stehen in einem Halbkreis um sie herum mit zwei Metern Abstand und mit dem Rücken zu Miriam. Alle sind eingefroren.
Miriam wacht auf.

Miriam: "Hi! Ich bin Miriam! Eigentlich bin ich ein fröhlicher Mensch. Aber in letzter Zeit kommt es mir so vor, als ob ich den Boden unter den Füßen verlieren würde. Es sind nur noch ein paar Monate, dann bin ich fertig mit Schule. Endlich! Aber was dann? Mensch, wenn ich an die Zukunft denke wird mir ganz schlecht. Was wird alles auf mich zukommen? Was soll ich machen? Warum kann ich denn nicht bleiben wie ich bin? Warum muss sich alles verändern?"

Miriam friert ein. Mutter dreht sich um und zeigt auf sie.

Mutter: "Da drüben steht sie, meine Tochter. Sie ist so antriebslos geworden in letzter Zeit. Ich mach mir da richtig Sorgen. Denn wenn sie so weiter macht, dann wird das nichts mehr mit einem halbwegs guten Schulabschluss. (Zu Miriam:) Miriam?"

Miriam wacht auf.

Miriam: "Was ist denn jetzt schon wieder?"

Mutter: "Hast du schon die Hausaufgaben gemacht?"

Miriam: "Mama, lass mich in Ruhe."

Mutter: "Miriam! Das ist wichtig!"

Miriam (rollt mit den Augen): "Ja, ja. Ich weiß."

Miriam friert ein.

Mutter (schüttelt ratlos mit dem Kopf): "Leute, Leute, Leute, was soll ich nur mit dem Kind machen?"

Mutter dreht sich wieder um.
Vater dreht sich um.

Vater: "Als ich in ihrem Alter war, wusste ich schon lange ganz genau, was ich arbeiten werden. Nämlich in dem Betrieb meines Vaters. Und das war auch die beste Entscheidung die ich hätte treffen können. Meine Tochter (zeigt auf Miriam) hingegen zeigt da kein Interesse für. Was sie werden will, weiß sie immer noch nicht."

Miriam wacht auf.

Vater (zu Miriam gerichtet): "Guck dir doch mal deinen älteren Bruder Micha an, der studiert, um dann in meinem Betrieb anzufangen."
Miriam: (genervt) "Ja, ja der Micha ist ja so viel toller als ich. Der Micha wird aus dem Betrieb richtig was machen. Der Micha, der Micha, der Micha."

Miriam friert ein. Vater friert ein.

Lehrer: "Also, ich bin der Klassenlehrer von der Miriam und ich muss sagen für die Miriam und einige andere in der Klasse sehe ich schwarz. Dass die einen Beruf bekommen der ihnen wirklich gefällt, kann ich mir nicht vorstellen. Von den Arbeitgebern werden gute Noten in den Hauptfächern sowieso vorausgesetzt. Schlechte Noten in den Nebenfächern sind aus Sicht von Arbeitgebern, sowieso nur durch Faulheit zu erklären. Wenn dann noch Sozialverhalten oder Arbeitsverhalten, die bei der Miriam nicht stimmen, anschaut, kann man’s fast schon vergessen. Ich sage es den Schülern immer wieder, dass sie sich anstrengen müssen. Aber Miriam, sag doch selbst, ändert ihr euch?"

Miriam wacht auf.

Miriam: "Naja, nicht wirklich."

Miriam friert ein.

Lehrer: "Naja, immerhin ehrlich. Aber wo das hinführen soll? Wenn Miriam und die anderen nicht in Hartz IV rutschen wollen, müssen die echt mal aus dem Knick kommen."

Lehrer friert ein.

Cousine (total glücklich): "Mensch Miri, meine Cousine, schön, dass wir uns mal wieder sehen. Ist echt selten geworden dass wir uns sehen. Naja, das liegt wohl vor allem daran, dass wir jetzt ein Kind bekommen haben. Mensch, wir sind ja so glücklich! Aber so ein Kind nimmt echt mehr Zeit ein, als man denkt. Und dann die Arbeit in der eigenen Kanzlei wird ja auch nicht weniger. Übrigens wir haben uns jetzt das neue Auto gekauft von dem ich dir schon mal erzählt habe. Es ist einfach klasse! Naja, günstig war es nicht, aber man gönnt sich ja sonst nichts, oder?
Wie geht es eigentlich deinem Freund, diesem Thorben?"

Miriam wacht auf.

Miriam: "Thorben? Torsten!"

Cousine: "Ja, genau, Torsten, hab ich doch gemeint."

Miriam: "Wir sind nicht mehr zusammen. Er hat Schluss gemacht."

Cousine: "Oh, Mensch das tut mir aber leid. Bei dir läuft aber auch immer alles schief. Mensch, Mensch, naja, das wird schon."

Miriam friert ein. Die Cousine friert ein.

beste Freundin: "Miri, hast du dich endlich entschieden, ob du den schwarzen Rock und die schwarzen Schuhen anziehst, oder nun doch das rote Kleid mit den roten Stilettos? Du weiß wie wichtig das ist. Denn je nach dem, was du anziehst würde ich halt dieses oder dieses Kleid anziehen."

Beste Freundin zeigt die verschiedenen Kleider nacheinander hoch

beste Freundin: "Und wenn ich das hier anziehen würde, dann würde, dann würde ich mich dunkler schminken, als bei diesem. Und du weißt, es ist nur noch eine Stunde bis es los geht."

Miriam wacht auf.

Miriam: "Ach das ist heute. Oh Mann, dazu habe ich jetzt ja gar keine Lust."

Beste Freundin (fängt an zu schimpfen): "Was du hast das vergessen. Das ist das Event des Jahres und das hast du vergessen?"

Wenn Miriam von einem Jungen gespielt wird:
Bester Freund (telefoniert über Handy): "Markus alter Sportsfreund! Mensch, endlich erreiche ich dich. Heute geht’s endlich los! Mensch darauf habe ich schon seit Monaten drauf gewartet. Die Party des Jahrhunderts. Mensch und was da für Mietzen hinkommen wollen. Da bleibt bestimmt auch eine für dich übrig! Das wird so genial. Also, ich würde dich dann so gegen halb neun abholen, okay?"

Markus wacht auf.

Markus (telefoniert über Handy): "Was? Das ist heute? Das habe ich total vergessen? Aber sorry, da hab ich heute leider gar keinen Nerv drauf. Tut mir leid."

bester Freund: "Echt, krass. Aber flenn mich morgen dann nicht voll, dass du nicht mit warst!"

Markus: "Ne, mach ich nicht. Viel Spaß dir!"

bester Freund: "Werde ich haben. Tschüß!"

Markus friert ein.

bester Freund (wählt neue Nummer): "Hi Maik! Markus hat abgesagt, so ein Idiot. Ich hab jetzt noch nen Platz im Auto frei. Kommst du mit? Ja? Wow, genial! Das wird das Event des Jahrhunderts! Okay, ich hole dich so gegen halb neun ab! Bis dann! Tschüß!"

bester Freund friert ein.

In umgekehrter Reinfolge (ihrer Auftritte) fangen auch die anderen an zu schimpfen, passend zu ihrer Rolle und dem Text den sie vorher hatten. So, dass am Ende alle auf Miriam einreden/schimpfen. Dies sollte möglichste laut werden.
Während die noch weiter schimpfen, sinkt Miriam theatralisch in sich zusammen mit den Händen vor dem Gesicht. Kauert kurz am Boden und klatscht dann mit beiden Händen vor sich auf den Boden.
In dem Moment frieren alle anderen ein, am besten so, dass sie in dem Moment Drohgebärden und wütende Gesichter haben.

Miriam (schreit, immernoch kniend): "Stopp!" (kopfschüttelnd und traurig) "Was soll ich nur machen? Was soll ich nur machen?"

Miriam friert ein.

VORHANG.

Anmerkungen des Autors

Dieses Theaterstück wurde im Rahmen unseres Jugendgottesdienstes zum Thema "Navi in die Zukunft" entwickelt und aufgeführt. Das Stück ist gut angekommen! Und die Predigt schloss direkt an das Stück an und nahm das Anspiel in vielen Punkten auf und zeigte Lösungsmöglichkeiten mit dem Umgang mit Zukunftsangst.
Die 13-minütige Predigt zu dem Thema gebe ich auch gerne weiter.

Es ist wichtig, dass das Anspiel ausgelegt wird und ein Weg aufgezeigt wird, wie man mit solchen Problemen um geht.

Rollen:
Miriam/Markus (M) normal gekleidet + Handy
Mutter
Vater
Lehrer(in) mit Lehrertasche, Brille, Strickjacke, kariertes Hemd
Cousin(e) gut gekleidet
Beste Freundin: mit zwei verschiedenfarbigen Kleidern in der Hand/
Bester Freund: Handy+Partyoutfit, Hemd, Sonnenbrille o.ä.
(Bester Freund/beste Freundin sollte gleiches Geschlecht wie M haben.)

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