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Die Hölle

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Wo erwartet uns die Hölle. Erst nach dem Tod oder bereits zu Lebzeiten?

Hölle, Luxus, Lebensstil, Lebensweise, Wünsche, Wunsch, Leben, Armut, Reichtum, Arm, Reich, Diener

Das Stück

Der Herr kommt mit Mp3-Player herein und setzt sich in den Sessel.

Herr: "Diener! Die Musik hat mich etwas durstig gemacht, bringen Sie mir doch ein Glas Wein."

Diener: "Welchen Wein darf ich servieren, mein Herr?"

Herr: "Hm, den Bordeaux 1855."

Diener: "Sehr wohl, mein Herr."

Der Diener holt den Wein und serviert.

Diener: "Bitte sehr, zum Wohl, mein Herr."

Herr (trinkt, dann voller Ekel): "Was ist das für ein Wein? Geben Sie mal die Flasche her. Ich hab es doch gewusst: Das ist ein 1856er. Ich hatte doch ausdrücklich einen 1855er bestellt! Was sind Sie für ein Diener, einen 1855er will ich haben."

Diener: "Entschuldigung, mein Herr. Ich werde den Fehler sofort korrigieren.

Der Diener holt eine neue Flasche und serviert.

Herr: "Ich warne Sie, ich warne Sie, (probiert:) Ach, eine Wohltat für den Gaumen. Nun bringen Sie mir bitte meine Zigarre."

Diener: "Sehr wohl mein Herr."

Der Diener geht ab.

Herr: "Immer dieser Ärger mit dem Personal, das gibt es nicht."

Der Diener kommt mit einer Zigarre.

Diener: "Bitte sehr, mein Herr."

Der Herr raucht und wird stutzig. Vergleicht den Duft der Zigarre mit dem Geruch seiner Füße.

Herr: "Diese Zigarre schmeckt nach eingeschlafenen Füßen."

Diener: "Darf ich mir die Bemerkung erlauben, mein Herr, dass Sie sich seit drei Wochen nicht mehr gewaschen haben."

Herr (schreit): "Was erlauben Sie sich - in Ihrer Stellung eine solche Bemerkung zu machen! Kaufen Sie mir lieber eine neue Tabakplantage, anstatt hier dumme Bemerkungen zu machen."

Diener: "Sehr wohl, mein Herr. Wird sofort erledigt."

Der Diener geht ab.

Herr: "Diener! (Klatscht in die Hände:) Diener, wo bleiben Sie denn?"

Diener (kommt): "Sie wünschen, mein Herr?"

Herr: "Ich habe Hunger bekommen. Bei diesem Ärger hier, muss man ja etwas essen. Ich möchte mal wieder, hm, chinesisch essen gehen. Bitte veranlassen Sie, dass man mir ein chinesisches Restaurant kauft."

Diener: "Sehr wohl, mein Herr.

Der Diener geht ab.

Herr (ruft dem Diener hinterher): "Aber ein Anständiges, ja!"

Diener (kommt zurück): "Mein Herr, das China-Restaurant in der 5th Avenue wurde für sie gekauft und steht zu Ihren Diensten."

Herr: "Gut, dann fahre ich heute Abend dort hin. Nur mit dem Fahren ist das ein Problem. Mit welchem Wagen soll ich denn hinfahren?"

Diener: "Da sie jedes Ihrer Fahrzeuge schon einmal benutzt haben, mein Herr, würde ich vorschlagen, Sie kaufen ein Neues, oder besser gleich Mehrere: Cadillac, Bugatti oder Mercedes?"

Herr: "Cadillac, Bugatti, Mercedes, tolle Autos, ja, aber immer diese Entscheidungen. Das kenne ich von meiner Arbeit her. Ich hasse diese Entscheidungen. Am besten kaufen sie alle Drei. Ich werde mich dann nachher entscheiden, mit welchem ich fahre."

Diener: "Soll ich drei neue Fahrer gleich mit einstellen, mein Herr?"

Herr: "Ja, bitte, das wäre sehr nett."

Diener: "Sehr wohl, mein Herr."

Der Diener geht ab.

Herr: "Diener, Diener, Diener!"

Diener (kommt): "Sie wünschen, mein Herr?"

Herr: "Ein Schlafzimmer, in dem alten Schlafzimmer ist seit einem halben Jahr die Tapete nicht mehr gewechselt worden."

Diener: "Darf ich Ihnen einen Tapetenwechsel vorschlagen, mein Herr?"

Herr: "Nein, dass ist viel zu teuer, viel zu aufwendig. Diese Dienstleistungen kosten immer viel zu viel. Bitte veranlassen Sie, dass ich ein neues Haus bekomme, an der Cote d'Azur oder so."

Diener: "Mit 50 oder 70 Zimmern, mein Herr."

Herr: "Ich bin mit 50 zufrieden, aber zwei Swimmingpools bitte."

Diener: "Sehr wohl, mein Herr."

Der Diener geht ab.

Herr: "Ein neues Haus braucht man von Zeit zu Zeit. (Seufzt, steht auf, setzt sich wieder, ruft:) Diener, Diener!

Der Diener kommt.

Herr: "Es ist so langweilig hier, dauernd nur im Sessel herum zu sitzen und alle Wünsche erfüllt zu kriegen. Das ist so langweilig, Mann, ich möchte mal etwas spannendes machen."

Diener: "Wie wäre es denn mit einer Kajakfahrt durch die Magellanstraße, mein Herr?"

Herr: "Ha, das macht doch heute jeder Dahergelaufene. Das kann ich mir in meiner Stellung nicht erlauben."

Diener: "Darf ich Ihnen Tee-Time bei Maggie Thatcher vorschlagen."

Herr: "Was, bei der alten Schreckschraube? Nein, da hab ich wirklich kein Bedürfnis."

Diener: "Soll ich Ihnen wieder den Orient-Express allein reservieren lassen?"

Herr: "Den Orient-Express alleine reservieren lassen? Ach, um die Kosten geht es ja gar nicht, aber das ist so langweilig. Wie oft hab ich das schon gemacht, allein im Orient-Express zu fahren. Nein, etwas neues, spannenderes bräuchte ich."

Diener: "Wie wäre es mit etwas Nervenkitzel. Vielleicht ein Fackellauf durch eine pyrotechnische Fabrik?"

Herr: "Das käme ja der Tee-Time bei Maggie Thatcher gleich. Viel zu schmutzig.

Der Herr steht auf, geht herum, überlegt und wendet sich schließlich an den Diener.

Herr: "Erfüllen Sie mir jeden Wunsch?"

Diener: "Jeden, mein Herr. Dafür bin ich ja da."

Herr: "Wirklich, jeden Wunsch?"

Diener: "Jeden, mein Herr."

Herr: "Dann, dann wünsche ich mir mal, einen Tag in der Hölle zu sein (fröstelt)."

Diener: "Was meinen Sie mein Herr, wo sie bereits sind?

Der Diener geht ab.

ENDE.

Anmerkungen des Autors

Bühne mit Fernsehsessel, daneben evtl. kleiner Tisch mit Zeitungen oder Büchern.

Personen:
- (junger) Herr
- Diener (weiße Handschuhe usw.)

Das Stück entstand während eines "Workshop"-Nachmittages unserer damaligen Theatergruppe und gehörte später zu unserem Abschieds-Abendprogramm "Denkzeit"; einer Sammlung verschiedener Anspiele und Phantomimenstücke.

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