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Das Leben von Moses - von Geburt bis Flucht (Teil I)

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Das Leben von Moses Geburt bis zur Flucht aus Ägypten. Erzählt von Miriam, Moses' Schwester (Teil I).

Das Leben von Moses - von Geburt bis Flucht (Teil I), Mose, Gottes Plan, Allmacht, Hilfe, Not, Mord, Sklave, Pharao

Das Stück





Szene 1



Miriam kommt auf die Bühne, immer wenn sie nicht redet geht sie an die Seite, bleibt aber auf Bühne.

Miriam (frech): "Hallo, ich bin Miriam. Und ich bin die wichtigste Person hier. Na ja, vielleicht nicht ganz die wichtigste, aber ohne mich würde es diese Geschichte gar geben, kapiert? Nein? Na dann passt mal gut auf, was ich euch gleich erzähle, dann kapiert ihrs. Aber eigentlich beginnt das Ganze ja schon lange bevor ich geboren wurde. Wir, die Israeliten, sind vor 400 Jahren aus unserem eigenen Land, dem Land Israel, weggezogen und hierher nach Ägypten gegangen. Damals gab es bei uns nicht mehr genug zu Essen. Die Ägypter hatten noch reichlich zu Essen und haben uns eingeladen, herzukommen. Inzwischen sind sie aber nicht mehr so freundlich. Ach was red ich so viel? Schaut lieber selber, wie es bei uns so ist."

Zwei israelitische Sklaven treten auf, jeder trägt einen Stein.

1. Sklave: "Oh mann, bin ich müde, ich kann nicht mehr. Den ganzen Tag nichts als Arbeit, Arbeit, Arbeit."

2. Sklave: "Ich kann auch nicht mehr. Komm wir machen eine Pause."

Beide legen ihren Stein auf den Boden.

1. Sklave: "Immer müssen wir für die Ägypter arbeiten, jeden Tag. Nie gibt es einen freien Tag. Und nicht mal Geld bekommen wir für die ganze Arbeit."

2. Sklave: "Ja, wir sind halt nur Sklaven."

1. Sklave: "Früher, da waren wir auch mal ein freies Volk, konnten tun und machen, was wir wollten. Aber jetzt…"

Ein Aufseher kommt dazu.

Aufseher (laut und gemein): "He ihr! Hier wird nicht geredet, hier wird gearbeitet! Los beeilt euch, die Mauer muss heute noch fertig werden!"

1. Sklave: "Bitte, nur eine kleine Pause, wir können wirklich nicht mehr. Nachher geht es dann auch wieder viel schneller."

Aufseher: "Pause? Na, euch werde ich‘s zeigen."

Der Aufseher schlägt sie.

Aufseher: "Ihr Israeliten seid viel zu faul! Ihr seid Sklaven, und Sklaven haben zu arbeiten und nicht auszuruhen."

Die Sklaven nehmen ihre Steine wieder auf und bauen an der Mauer weiter und holen wieder neue Steine. Miriam kommt wieder in den Vordergrund, während Miriam redet, schlägt Aufseher die beiden Sklaven nochmal.





Szene 2



Miriam: "So geht das bei uns nun schon seit vielen Jahren. Und um das Ganze noch schlimmer zu machen, hatte vor einigen Jahren Chef der Ägypter, der Pharao, auch noch eine ganz miese Idee."

Die Sklaven und der Aufseher gehen, zwei Soldaten tragen einen Thron auf die Bühne (Fanfarenmusik), stellen sich daneben, der Pharao kommt und setzt sich.

Pharao: "So kann das nicht weitergehen! Diese Israeliten werden immer mehr! Bald gibt es mehr Israeliten als Ägypten. Das darf nicht passieren! Ich werde etwas dagegen unternehmen!"

1. Soldat: "Aber Herr Pharao, großer König, Sie können den Israeliten doch nicht verbieten, Kinder zu bekommen."

Pharao: "Dass sie Kinder bekommen, kann ich nicht verbieten! Aber dass sie ihre Kinder behalten!"

1. Soldat: "Herr Pharao, ich verstehe nicht! Was meinen Sie damit?"

Pharao: "Ab heute ist es mein Wille und mein Gesetz, dass jedes männliche jüdische Baby getötet wird! Jawohl! Tot den Israeliten!"

1. Soldat: "Getötet! Jedes männliche Baby töten! Aber Herr Pharao, wer soll denn so etwas Grausames machen?"

Pharao: "Meine Soldaten natürlich!"

1. Soldat: "Aber Herr Pharao, wir sind Soldaten und keine Kindermörder!"

Pharao: "Das ist ein Befehl! Kapiert?"

Beide Soldaten: "Jawohl, Herr Pharao!"

Pharao: "Was steht ihr dann noch hier. Los! Tötet die israelitischen Babys."

Die Soldaten gehen.

Pharao: "Jetzt ist es aus mit diesen Israeliten! Ich bin mächtiger als sie!"

Pharao geht, während Miriam redet, wird der Thron weggestellt.





Szene 3



Miriam: "Tja, und dann wurde damals auch noch mein kleiner Bruder geboren. Zuerst haben wir ihn ja zuhause versteckt. Doch wie das mit den kleinen Babys so ist, hat er halt auch mal geschrien und das wurde mit der Zeit echt gefährlich, lebensgefährlich! Aber meine Mutter, die hatte einen coolen Plan. Und da komm' auch ich ins Spiel. Ich spiel euch mal vor, was damals passiert ist. Passt nur gut auf, dann merkt ihr gleich, warum es ohne mich diese ganze Geschichte nicht geben würde. Achtung gleich geht’s los."

Miriam geht. Die Mutter kommt mit einem Babykörbchen herein, ein Baby schreit darin, die Mutter schaukelt das Körbchen und summt ein Babylied.

Mutter: "Pssst, sei doch ruhig. Es ist ja alles gut, alles ist in Ordnung, pssst. (Ins Publikum): Ach was, nichts ist in Ordnung. Ich weiß einfach nicht, wie ich meinen kleinen Mose noch länger vor den Soldaten verstecken kann. Ich kann ihn nicht länger beschützen."

Miriam kommt.

Miriam: "Oh, nein, Mose schreit ja schon wieder. Hoffentlich hört das keiner!"

Mose hört auf zu weinen.

Mutter: "Endlich! Miriam, so kann das mit Mose nicht weitergehen. Wir müssen etwas unternehmen. Hilfst du mir dabei?"

Miriam: "Eine GMRA, cool. Klar, da bin ich dabei!"

Mutter: "Eine was?"

Miriam: "Eine GMRA. Das ist natürlich eine Große-Mose-Rettungs-Aktion."

Mutter: "Ach, Miriam, was du immer für Ideen hast. Aber jetzt hör mal gut zu. Wir können Mose nicht länger hierbehalten, das wäre viel zu gefährlich. Nur Gott kann ihn jetzt noch retten!"

Miriam: "Und, wie soll das gehen?"

Mutter: "Das weiß ich nicht."

Miriam: "Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Ich dachte, du weißt wie wir Mose retten und ich soll dir dabei helfen."

Mutter: "Nein, ich weiß eben nicht wie wir ihn noch länger verstecken können. Wir können nur auf Gott vertrauen, er wird ihn beschützen. Wir geben Mose ganz in Gottes Hände."

Miriam: "Ehrlich Mama, jetzt kapiere ich gar nichts mehr. Wie soll das denn gehen?"

Mutter: "Nun, da wir Mose nicht mehr beschützten können, legen wir ihn in den Nil."

Miriam: "Aber Mutter im Nil gibt es doch Krokodile, die werden ihn fressen!"

Mutter: "Deshalb wirst du ihn oben an der flachen Stelle in den Nil legen, dort gibt es keine Krokodile. Von da an ist er ganz in Gottes Hand. Beten wir, dass Gott ihn irgendwie beschützt."

Die Mutter gibt Miriam das Körbchen und geht, Miriam geht an den Bühnenrand und schaut sich
vorsichtig um.

Miriam: "Hoffentlich sieht mich keiner der Soldaten. Die bringen meinen kleinen Mose sonst gleich um."

Sie setzt das Körbchen in den Nil und schaut ihm hinterher, das Körbchen schaukelt langsam davon und bleibt im Schilf hängen.

Miriam: "Oh nein, das Körbchen steckt fest. Ob ich es losmachen soll? Zu spät, da kommt jemand. Ich versteck mich lieber, mal schaun was passiert."

Die Pharaonentochter und eine Dienerin kommen.

Tochter: "Bei der Hitze gibt es nichts Besseres als ein Bad im Nil."

Mose weint.

Tochter: "Was ist denn das? Das hört sich ja an wie ein Baby. Dienerin, schau mal nach, was da vorne im Schilf ist!"

Die Dienerin steigt in den Nil und holt das Körbchen.

Dienerin: "Verehrte Tochter unseres großen Pharao, es ist tatsächlich ein Baby."

Tochter: "Oh, wie süß, das will ich behalten."

Dienerin: "Aber verehrte Tochter unseres großen Pharao, das geht doch nicht! Das Baby ist zu klein, es braucht noch Muttermilch."

Miriam kommt aus dem Versteck und verbeugt sich.

Miriam: "Ähm, ich hätt da einen Vorschlag. Ich kenne eine Frau, die könnte das Baby für dich stillen."

Tochter: "Ich will es aber nicht hergeben! Das gehört jetzt mir."

Miriam: "Aber es wäre doch nur, solange es Muttermilch braucht."

Dienerin: "Verehrte Tochter unseres großen Pharao, der Vorschlag dieses Mädchens ist gut. Noch ist das Baby viel zu klein, um bei euch im Palast zu wohnen."

Tochter: "Gut, dann nimm es mit, aber trotzdem gehört das Baby mir. Und damit das auch allen klar ist, wird mein Vater, der Pharao, die Frau dafür bezahlen. Wenn es alt genug ist, bringst du es mir zurück. Ich will es als mein eigenes Kind adoptieren."

Alle gehen, Miriam kommt ohne Mose wieder auf Bühne.





Szene 4



Miriam: "Und habt ihrs jetzt geschnallt? Nur weil ich den Mut hatte, der Tochter des Pharao diesen Vorschlag zu machen, konnte mein Bruder die ersten Jahre bei uns bleiben. So erfuhr er auch ganz viel von der Geschichte unseres Volkes. Wenn ich nicht gewesen wäre, hätt er doch glatt geglaubt, er sei ein Ägypter! Aber so konnte mein kleiner Bruder doch bei uns leben - und der Pharao hat auch noch dafür bezahlt! Gottes Ideen sind doch echt cool, was?
Als mein Bruder dann älter war, hieß es Abschied nehmen. Da kam er dann wirklich zum Pharao in dessen Palast und wurde mit den anderen Prinzen zusammen ausgebildet. Ein Sklavensohn als Prinz - cool was? Fast zu schön um wahr zu sein. Aber dann kam der Tag, der alles veränderte."

Zwei Sklaven und ein Aufseher aus erster Szene kommen wieder auf die Bühne und arbeiten wie am Anfang. Der Aufseher schlägt sie hin und wieder, Mose steht am Bühnenrand und beobachtet alles.

Aufseher: "Faules Pack, arbeitet gefälligst schneller. Na wird’s bald! Los geht und holt mehr Steine, sonst wird das hier nie was."

Die Sklaven gehen.

Mose: "Na warte, du gemeiner Kerl, dir werd ich‘s zeigen wie es ist wenn man geschlagen wird."

Mose rennt zu Aufseher und schlägt auf ihn ein, der fällt um.

Mose: "Oh, nein, das wollte ich nicht! Was hab ich nur getan! Er ist tot! Ich hab ihn umgebracht!"

Mose rennt davon.

Miriam: "Das hat sich natürlich rasend schnell herumgesprochen. Damit war mein Bruder dann die längste Zeit Prinz gewesen. Plötzlich war er ein gesuchter Mörder und musste fliehen. Viele Jahre lang hörte ich nichts mehr von ihm."

ENDE.

Anmerkungen des Autors

Spieler: Miriam, 2 Sklaven, Aufseher, Pharao, 2 Soldaten, Mose, Mutter, Prinzessin, Dienerin

Kulissen: in Ägypten (Wüste), am Nil (Nil als „Vorbau“ vor der Bühne mit blauen Tüchern oder ähnlichem, so dass im „Nil“ jemand das Körbchen transportieren kann)
Steinmauer an einer Seite, Steinhaufen an anderer Seite.

Requisiten: Körbchen, Schilfpflanze, Peitsche, Babygeschrei, Steine.

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