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Voice of heaven

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Ein verborgener Kandidat präsentiert sich bei der Casting-Show "Voice of heaven" der Jury. Statt zu singen, lässt er seine Taten für sich sprechen. Die Jury ist nicht wirklich überzeugt ...

Entscheidung für Gott - Ist Glaube noch up to date? - Gott offenbart sich durch seine Werke und durch Jesus - Gottes bedingungslose Liebe zu uns - Ich-bin-Worte Jesu

Das Stück

(leere Bühne mit drei Stühlen; Hintergrundbild: „Voice of heaven“; typische Fernsehshow-Titelmusik ertönt, wird leiser, als die Stimme aus dem Off zu sprechen beginnt)

Stimme aus dem Off: „… uuuuund hier sind wir wieder! Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von „Voice of heaven“, der ultimativen Show für den ultimativen Freitagabend! Wieder wird sich heute Abend ein verborgener Kandidat dem kritischen Urteil unserer Jury stellen, und es wird sich zeigen, ob es heute ein himmlisches Finale gibt oder nicht. Zunächst aber, Ladies and Gentlemen: Begrüßen Sie mit einem kräftigen Applaus IHRE JURY!“

(Musik wird wieder lauter)

Helfer (hält ein Schild hoch, auf dem „Applaus!“ steht)

Jury (geht vom hinteren Ende des Raums durch das Publikum hindurch; winkt in die Menge)

Helfer (hält ein Schild hoch, auf dem „mehr Applaus!“ steht; schließlich ein Schild, auf dem „Ekstase!“ steht)

Jury (setzt sich auf die Stühle)

Stimme aus dem Off: „Ja, liebe Jury, das war ein Empfang, was? Mal sehen, ob unser heutiger Kandidat euch ebenfalls zu solchen Begeisterungsstürmen hinreißen kann. Denn gleich geht es los, dann wird sich unser unsichtbarer Kandidat präsentieren und durch seine Taten zu uns sprechen. Wird es eine „Voice of heaven“ sein? Werden unsere Juroren sich für ihn entscheiden? Werden sie am Ende sagen können: I – WANT – YOU?“

Juroren (halten Schilder hoch, auf denen „I want you“ steht)

Stimme aus dem Off: „Gleich wissen wir mehr, denn JETZT … geht es los!“

(Licht wird dunkler; instrumentale Musik wird eingespielt; dazu Präsentation mit Bildern, die die Erschaffung der Erde (Natur, Tiere …), den Kreuzestod, die Auferstehung, die Liebe Gottes symbolisieren)

Juroren (wollen vereinzelt schon ihr I-want-you-Schild zücken, lassen es dann aber doch bleiben)

(Musik und Präsentation enden, es wird wieder heller; Schweigen)

Juror 3 (bricht irritiert das Schweigen): „Wie? Das war's schon?“

Jurorin 1 (räuspert sich): „Oh! Ähm. Ja, das … hatten wir jetzt auch noch nicht so oft, dass sich keiner von uns für den Kandidaten entschieden hat.“

Jurorin 2: „Dabei fand ich den Anfang eigentlich ganz gut! Das mit den Tieren und so. Tiere kommen ja immer irgendwie gut!“

Juror 3: „Mmh, ja. Putzig.“

Jurorin 1: „Doch, den Anfang, den fand ich auch noch ganz ok. Wenn es so weitergegangen wäre, dann wäre das für mich eine glasklare Sache gewesen!“

Juror 3: „Ach was! Seien wir doch mal ehrlich: Der große Wurf war das nicht! Gerade der Anfang war mir viel zu betulich! Da gibt es doch heute wirklich andere Möglichkeiten. So urknallmäßig und so! Womm! Megatonnen-Explosionen! Special effects! Aber doch bitte nicht so was! Früher hätte das die Leute vielleicht vom Hocker gerissen. Aber wer will so was denn heute noch sehen?!“

Jurorin 1: „Das sehe ich nicht ganz so. Mich kann durchaus auch noch was überzeugen, was ohne große Showeffekte auskommt. Das war es nicht, was mir gefehlt hat. Wie gesagt: Den Anfang fand ich durchaus noch schlüssig, aber was danach kam, das war irgendwie nur noch strange.“

Jurorin 2: „Also ganz so hart würde ich das nicht ausdrücken. Ich fand, da waren schon ein paar richtig gute Ansätze dabei. Darum würde mich auch mal interessieren, lieber Kandidat: Mit wem haben wir es denn eigentlich zu tun? Wer bist du denn?“

(auf der Leinwand erscheint der Schriftzug „Ich bin, der ich bin“)

Jurorin 1 (irritiert): „Ah … wie originell!“

Juror 3: „Nett ...“

Jurorin 2: „Was wollt ihr denn? Das ist doch mal was anderes, oder?“ (zur Leinwand gerichtet) „Du bist wohl ein ganz Geheimnisvoller, was? Schau, das ist so schade: Wenn du das ein bisschen besser rübergebracht hättest, ich glaub, dann hätte ich dich gewählt. Weißt du, so ein bisschen was Mystisches und so … Das wär's gewesen!“

Juror 3: „Sag ich doch. Es war einfach zu wenig Spirit! So altbacken! Das war Schwarzweiß-Fernsehen und nicht Web 3.0! Hast du nicht noch was anderes auf Lager? Wenigstens mal so 'ne richtig spirituelle Erfahrung, wo's echt mal abgeht?!“

Jurorin 2: „Ja genau! Etwas, wo man was fühlen kann! Wo man was von dem spürt, was du für einer bist und was du willst. Etwas, was mich einfach berührt!“

Jurorin 1: „Nein, nein, nein, nein. Das geht mir jetzt viel zu sehr in die emotionale Schiene. Das ist es nicht, was ich meine. Ich habe die Message vermisst, versteht ihr? Wo war hier Relevanz? Wo war das authentisch?“ (zur Leinwand gerichtet) „Aber jetzt wissen wir immer noch nicht mehr über dich. Erzähl doch noch ein bisschen was, damit wir dich wenigstens besser einordnen können!“

(auf der Leinwand erscheint der Schriftzug „Ich bin das Brot des Lebens“)

Juror 3: „Ja siehst du: Da haben wir's wieder! Das ist doch genau das Problem! Brot des Lebens – du meine Güte! Wer will denn heute noch so ein olles Brot – es sei denn im Kinderkanal? Warum nimmst du nicht was Moderneres? Zum Beispiel wenigstens: Ich bin das Ciabatta! Oder nein, noch besser: Ich bin dein Power-Riegel!“

(auf der Leinwand erscheint der Schriftzug „Ich bin der gute Hirte“)

Jurorin 1: „Ach nö!“

Juror 3: „Du liebe Zeit!“

Jurorin 2: „Ja, ja, das ist toll! Ich sag doch: Tiere gehen immer!“

Juror 3: „Blödsinn, das ist doch Naturkitsch! Außerdem hatten wir den Schäfer Heinrich schon bei „Bauer sucht Frau“!“ (zur Leinwand gerichtet) „Oder bist du vielleicht der Schäfer Heinrich??“

(auf der Leinwand erscheint der Schriftzug „Ich bin das Licht der Welt“)

Jurorin 1 (zur Leinwand): „Weißt du, das ist der Grund, warum ich keinen Zugang zu dir finde. Das ist immer alles so vage, was du da von dir gibst. So verrätselt, so unkonkret. Wie soll ich dich wählen, wenn ich dich nicht zu fassen kriege? Wenn du mir ausweichst?“

(auf der Leinwand erscheint der Schriftzug „Ich habe dich schon immer geliebt“)

Juror 3: „Hey, hey, was geht denn jetzt ab?! Bestechung der Jury?“

Jurorin 2: „Ooh! Wie romantisch! DAS ist super! Aber ist das nicht die falsche Show?“

Jurorin 1 (erschüttert): „Das ist jetzt nicht fair! Du kannst jetzt nicht auf diese Tour kommen! Ich hab doch gesagt, dass ich kein so'n Gefühls-Ding will!“

(auf der Leinwand erscheint der Schriftzug „Ich werde dich nie im Stich lassen und dich nie vergessen“)

Juror 3: „Moment mal, das geht mir jetzt aber zu weit! Regie! Die Show nimmt einen Verlauf, der mir nicht gefällt!“

Jurorin 2: „Warum denn? Jetzt wird’s doch endlich mal interessant!“

(Ab jetzt reden alle durcheinander)

Jurorin 1: „Ach misch du dich doch nicht ein! Bloß weil's jetzt mal gefühlsduselig wird, das gefällt dir natürlich, ist ja klar! Aber kapierst du es eigentlich, dass ich es bin, mit deren Gefühlen hier gespielt wird? Ich will das alles nicht! Ich will ganz klare Ansagen! Ich will eine Botschaft, die ich beurteilen kann und dann sagen kann, ja, das ist ok, oder nein, das glaube ich auf keinen Fall. Aber das, was hier heute passiert, das macht mich fertig. Und ihr beiden geht mir sowieso auf die Nerven! Der eine will immer die tierischen Effekte und die andere fällt auf alles rein, was kitschig ist. Ich will nur noch nach Hause, mir reicht's!“

Jurorin 2: „Was heißt da, ich soll mich nicht einmischen? Du glaubst wohl, du hättest das alleinige Recht darauf, hier die große Jurorin zu spielen. Weil, DU bist ja die Intellektuelle, die immer alles mit ihrem supertollen Verstand durchdringt, dir kann ja keiner was vormachen! Bloß, wenn dann mal einer dein Herz berühren will, dann kriegst du die kalten Füße, weil du das dann mit deinem hübschen Köpfchen nicht mehr auf die Reihe kriegst! Und du Schwafelheini mit deinem oberflächlichen und coolen Gerede kapierst doch sowieso gar nichts. Du bist doch sowieso nur an dir selber interessiert!“

Juror 3: „Also das ist mir doch in meiner ganzen Zeit beim Fernsehen noch nie passiert, dass eine Sendung so aus dem Ruder läuft! Da glaubt man, dass man es mit Profis zu tun hat, und dann laden die Vollpfosten von der Redaktion so einen schrägen Kandidaten ein und man kapiert überhaupt nicht, was der eigentlich will. Erst denkt man, der macht nur ein bisschen Eiapopeia, aber plötzlich wird der persönlich! Und dann auch noch zwei so hysterische Zicken wie ihr, wie soll man denn da eine gute Show abliefern! Gleich fängt die eine noch an zu flennen oder was? Ja, ich weiß schon, dass du mich für oberflächlich hältst, aber soll ich dir mal sagen, was ich von dir halte, ja? Soll ich dir das mal sagen?“

(während sie streiten, erscheint auf der Leinwand der Schriftzug „I want you“)

Jurorin 2 (entdeckt die letzte Aussage auf der Leinwand und zeigt darauf): „Schaut mal da!“

(Alle verstummen und schauen irritiert auf die Leinwand)

Juror 3: „Ja aber … WIR sind doch hier die Jury, oder?“

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Anregung für dieses Anspiel war die Casting-Show "Voice of Germany", bei der eine Jury die Kandidaten nicht sieht, sondern nur hört und sich nur aufgrund des Gehörten für einen Kandidaten entscheidet. Wichtig ist dabei die Botschaft "I want you", mit der ein Juror dem Kandidaten signalisiert, dass er ihn in seinem Team haben will. Wir haben den Spieß umgedreht, und die Predigt führte zu der Aussage: Gott will dich. Er liebt dich, noch bevor du ihn liebst und ohne dass du eine Vorleistung bringst.

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