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Danke für das Chaos

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Mutter- und Vatertag, Kinder, Erntedank, Allgemein

Thomas soll einführende Worte zum Erntedank-Gottesdienst sagen. In seinem Leben ist aber nur Chaos, und er würde gerade lieber alles hinschmeißen, als zu danken

Danke für das Chaos, Danken, Chaos, Erntedank, Familie, Kinder, Erziehung, Ärger, Streit, Gottesdienst

Das Stück

Martina hantiert in der Küche. Telefon klingelt. Sie geht ran. (Stimme am Telefon ist nicht zu hören)

Martina: "Meier, hallo."

Telefon:

Martina: "Hallo Friedhelm."

Telefon:(sagt, er hätte Nachricht für ihren Mann)

Martina (gereizt): "Nein, der ist gerade beim Nachbarn. (reißt sich zusammen) – Willst du in einer halben Stunde nochmal anrufen? …. – Okay, ich kann's ihm auch ausrichten. – Ja … einführende Worte am Sonntag … ach so, er weiß schon Bescheid? Ich aber nicht – ach, nichts … – Alles klar, ich werd 's ihm sagen. Wenn er noch fragen hat, soll er dich zurückrufen … – Ja, du auch, tschüüß … (beschäftigt sich weiter in der Küche)

Thomas kommt etwas aufgebracht.

Martina: "Und, wie war's?"

Thomas (leicht genervt): "Wie soll's gewesen sein? Er ist logischerweise ziemlich sauer! Die Scherben der Fensterscheibe liegen überall in ihrer Küche herum und der Fußball ist im Salat gelandet."

Martina: "Und was jetzt?"

Thomas: "Den Schaden müssen wir natürlich bezahlen, und die Nachbarn sind der Meinung, wir müssten unsere Kinder strenger erziehen. Zu ihrer Zeit wäre so etwas nicht passiert und so weiter."

Martina: "Ich habe mit Tim schon ziemlich geschimpft. Er ist jetzt beleidigt oben in seinem Zimmer."

Thomas: "Wieso beleidigt?"

Martina: "Er hat gesagt, es sei keine Absicht gewesen. Er hätte einen super Pass bekommen und wollte das alles entscheidende Tor schießen."

Thomas: "Der Schuss war dann eher 'entscheibend'. Der Nachbar sagt, ich soll mich drum kümmern, dass sie möglichst schnell eine neue Fensterscheibe bekommen."

Martina: "Tja, da hat dir dein Sohn ganz schön was eingebrockt."

Thomas: "Wieso 'dein Sohn'? Es ist auch deiner, oder?"

Martina: "Ja, aber du bist der Mann hier."

Thomas (genervt): "Ja, das ist mir auch schon aufgefallen. (Nimmt sich einen Apfel, beißt rein). Aua!!!"

Martina: "Was ist denn jetzt los?"

Thomas: "Mein Zahn macht wieder Schwierigkeiten"

Martina: "Ich hab's dir schon mindestens 10 Mal gesagt – du sollst zum Zahnarzt gehen"

Thomas: "Ich würde sagen, eher schon 10 Millionen Mal!"

Martina: "Du hast ja richtig gute Laune, heute, was?"

Thomas: "Ist das ein Wunder!? Mit diesen Zahnschmerzen! Außerdem hat mein Chef heute wieder herumgetobt, wir würden unsere Ziele nicht erreichen und die Termine nicht einhalten. Dann hat die Lehrerin von Tanja vorhin angerufen und gesagt, dass Tanja überhaupt nichts tut für die Schule und dass sie gleich nochmal sitzenbleiben wird, wenn's so weitergeht."

Martina: "Ich hab's befürchtet!"

Thomas: "Lauter Gründe für gute Laune, oder? Tim schießt bei den Nachbarn die Fensterscheiben kaputt, das Auto muss zur Reparatur, mein Fahrrad ist platt, und heute Abend ist schon wieder ein Elternabend. Alles geht schief und ein Termin jagt den andern."

Martina: "Apropos Termin: Vorhin hat Friedhelm angerufen"

Thomas (leicht genervt): "Was wollte er?"

Martina: "Er wollte dich an einen Termin erinnern, den du zugesagt hast."

Thomas (stärker genervt): "Was für ein Termin?"

Martina: "Er sagte, du würdest am Sonntag beim Gottesdienst einige einführende Worte sprechen."

Thomas: "Jetzt am Sonntag?! Oh Mist, das habe ich völlig vergessen"

Martina (vorwurfsvoll, giftig): "Ich wusste mal wieder gar nichts von dem Termin!"

Thomas: "Ja, ja, ich weiß! Ich informiere dich nie und rede nicht genug mit dir."

Martina: "Genau! Wenn du das so genau weißt, wieso änderst du's dann nicht?"

Thomas: "Wie soll ich dir denn einen Termin sagen, den ich selbst vergessen habe!? ... Was ist denn das Thema am Sonntag?"

Martina: "Danken."

Thomas: "Wieso Danken?"

Martina: "Weil Erntedank ist."

Thomas: "Na danke!"

Martina: "Wie bitte?"

Thomas: "Ach nichts ... Was soll ich denn da sagen? Wie soll mir da was einfallen?"

Martina: "Nenne doch einfach ein paar Dinge, für die wir dankbar sein können."

Thomas: "Ja, vielleicht. (läuft überlegend herum; redet vor sich hin) Liebe Gemeinde, Gott beschenkt uns reich! Lasst uns einmal daran denken, wofür wir danken können. Wir können z. B. danken für … für … Wofür können wir danken? ... Wofür denn? Fällt dir was ein?"

Martina (singt): "Danke, für meine Arbeitsstelle."

Thomas (aufgebracht): "Ja super. 'Danke lieber Gott für meinen ätzenden Job bei einem Chef, der völlig idiotische Ziele steckt und dann alle 2 Tage herumtobt, wenn man sie nicht erreicht. Und Danke, dass das Unternehmen mal wieder verkauft wird und ich nicht weiß, ob mein Arbeitsplatz nicht bald gestrichen wird'."

Martina: "Okay, okay, dann danke eben für unsere Gesundheit."

Thomas (zynisch): "Ja genau. 'Danke Gott, dass mein Zahn manchmal fast gar nicht weh tut!' Meinst du das?"

Martina: "Dann danke halt dafür, dass es einen Zahnarzt gibt."

Thomas: "Ich soll dafür danken, dass es Menschen gibt, die ihr Geld damit verdienen, andere zu quälen? Und dass dann die Krankenkasse kaum was davon zahlt? Nein danke!"

Martina (sauer): "Dann überleg' dir halt selber was, wenn dir meine ganzen Vorschläge nicht passen."

Tanja (kommt rein gestürmt mit Spiel in der Hand): "Papaaaa, spielst du mit mir?"

Thomas: "Ich glaube nicht, weil ich …"

Tanja: "Ach bitte, Papaaaaa."

Thomas: "Weißt du, ich muss mir gerade Gedanken darüber machen, wofür wir danken können."

Tanja: "Danken? Na, für Mama und Papa und für unsere ganze Familie. Mama, spielst du mit mir? Bitteeee!"

Martina: "Okay, ein bisschen. Aber lass uns rüber gehen, dann kann Papa hier in Ruhe überlegen."

Tanja: "Au ja." (beide ab)

Thomas (zu sich selbst): "Für die Familie danken? Dafür, dass die Kinder das Haus der Nachbarn zusammenschießen und nichts für die Schule tun? Für meine Ehe, in der wir uns nur noch anmeckern?
(setzt sich nachdenklich hin)
Lieber Gott, du siehst mein Leben! Wofür soll ich danken? Herr Jesus, du siehst dieses Chaos in meinem Leben! … Herr Jesus?"

Freeze, Musik setzt ein.

LICHT AUS.

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