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Weihnachten im Herzen

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Informationen:

  • < 5 Minuten
  • Weihnachten, Allgemein

Ein Jugendlicher fragt seinen Patenonkel nach der Bedeutung von Advent. Dieser vergleicht die Adventszeit mit der Schulzeit. Lässt sich diese Zeit dadurch besser verstehen?

Advent, Weihnachten, Liebe, Weihnachten im Herzen

Das Stück

Ein Jugendlicher, ca. 14 Jahre, und sein Patenonkel gehen in der Adventszeit durch die Stadt und machen an einem Glühweinstand halt, dabei unterhalten sie sich. (An einigen Stellen haben wir eine musikalische Pause gemacht, damit die Leute über das Gesagte nachdenken können – mit ---> gekennzeichnet.)

Uwe: "Heute ist es ganz schön kalt."

Kai: "Ja, das kannste wohl sagen."

Uwe: "Da ist ein Glühweinstand, magste was zum Aufwärmen trinken?"

Kai: "Da hätt ich jetzt nichts dagegen."

Uwe: "Was möchtest du denn haben?"

Kai: "Ich nehme eine heiße Schokolade."

Uwe geht zum Glühweinstand und bestellt einen Glühwein und eine heiße Schokolade. Nachdem er die Getränke geholt hat, gehen sie zu einem Tisch in der Nähe und unterhalten sich. (Am Glühweinstand stehen noch andere Personen, trinken etwas und unterhalten sich.)

Kai: "Hey Po, du hast mir ja einmal erzählt, dass du mit Gott lebst. Ich kann mir das immer noch nicht vorstellen, das mit Gott. Gerade jetzt in der Adventszeit ... Ich war zwischendurch einmal am Überlegen, was es damit auf sich hat. Was bedeutet Advent denn eigentlich?"

Uwe: "Kannst du mich nicht einfach Uwe nennen, wie alle anderen auch? Po – irgendwie klingt das nach Hintern."

Kai: "Aber du bist doch mein Po, ich kann Patenonkel ja nicht mit Pa abkürzen, du bist ja nicht mein Papa, also bist du mein Po."

Uwe: "Na ja , ich werde es wohl nicht ändern können. Also, die Frage, die du mir eigentlich gestellt hast ist nicht so leicht zu beantworten. Da muss ich selber einmal überlegen."

--->

Uwe: "Mh ... also, Advent ist irgendwie ein bisschen wie die Schule. In ihr bereitet man sich auf das Leben als Erwachsener vor. Ähnlich ist es auch im Advent. Zu dieser Zeit machen sich die Menschen für Weihnachten bereit."

Kai: "Dann ist der erste Advent so etwas wie die erste Klasse?"

Uwe (lächelnd): "Ja, wenn du willst, kannst du es so nennen."

Kai: "Dann kommt man also mit dem nächsten Sonntag in die zweite Klasse, und am nächsten Sonntag in die dritte und dann in die vierte, und Weihnachten ist die Adventsschule zu Ende!"

Kai: "Wenn man so sieht, dann wiederholen die Menschen ja jedes Jahr die ersten vier Klassen und bestehen die Adventsschule ja nie."

Uwe schaut dabei in Gedanken auf seinen Glühweinbecher und in die Gegend.

Uwe (zu sich selbst): "Ja, so ist es gewesen. Ich habe schon viele Weihnachten erlebt. Alle waren sie schön erbauend und festlich gewesen. Und wenn es auch sonst nur zum Nötigsten reichte, zu Weihnachten hatte sich immer eine helfende Hand angeboten. Aber war ein Weihnachtsfest dabei gewesen, das mir deutlich machte, was der, dessen Geburt jedes Jahr wieder gefeiert wurde, in die Welt tragen wollte – die Umkehr der Menschen zur Liebe? Ich habe es nicht erlebt. Und dennoch versuchen es die Menschen jedes Jahr aufs Neue. Was soll ich Kai antworten, der auf der Suche nach Erkenntnis ist? Soll ich ihm mit all den negativen Erfahrungen, die ich gemacht habe, antworten? (zu Kai gewandt) Weißt du, Kai, die Adventsschule ist schrecklich schwer; deshalb gibt es wohl kaum jemanden, der sie erfolgreich abgeschlossen hat."

Kai: "Und was ist an ihr so schwer? Was wird denn an der Adventsschule eigentlich unterrichtet?"

Uwe: "Es gibt nur ein Unterrichtsfach in der Adventsschule, und das ist die Liebe. Die Liebe, die Gott uns zeigt und die wir dann weitergeben können. Nur eines ist anders mit der Liebe als mit Rechnen, Lesen und Schreiben. Man kann sie nicht Stück für Stück lernen. Du kannst sie nur in dein Herz hereinlassen oder nicht, und deshalb ist die Adventsschule so schwer! Aber wenn du sie hereingelassen hast, dann füllt sie dein Herz aus und geht nicht wieder heraus."

---> (nach der Musik die zwei oberen Zeilen wiederholen und dann weitergehen)

Kai: "Auch nach Weihnachten nicht?"

Uwe: "Ja, auch nach Weihnachten ist sie noch da."

Kai: "Dann ist Weihnachten so etwas wie eine Abschlussprüfung und hinterher kann man zeigen, was man auf der Adventsschule gelernt hat?"

Uwe: "Ja und nein. Es gibt dort keine Abschlussprüfung. Gott hat sich zu uns auf die Welt begeben, darum feiern wir Weihnachten, und ist dann am Kreuz für uns gestorben. Er hat uns gezeigt, mit was für einer Perspektive wir leben können. Aber diese Liebe verändert uns, sodass es Auswirkungen für uns und andere Menschen hat. Es gibt dort keine guten und schlechten Schüler. Wie schon gesagt, wir können diese Liebe nur in unser Herz lassen. Entweder ist sie drinnen oder draußen."

Kai: "Dann ist Advent also eine Herzensschule!"

Uwe: "Ja, so kann man es sehen."

--->

Jetzt gehen einige Leute an dem Stand vorbei – manche schnell, manche langsam, alle sehen nicht sehr glücklich aus.

Kai: "Wenn ich mir die Leute hier so anschaue, dann muss die Adventsschule echt schwer sein, die meisten sehen nicht gerade glücklich aus."

Uwe: "Hier ist ja auch nicht die Adventsschule. Das kannst du höchstens mit dem Schulhof vergleichen. Der eigentliche Unterricht findet im Stillen statt. Im Gebet, beim Singen, wenn man die Bibel liest, wenn die Menschen allein sind oder Gemeinschaft mit anderen haben, dann klopft die Liebe an und verlangt Einlass."

Kai: "Ich kann die Menschen gut verstehen, wenn sie in der Adventsschule nichts lernen. Wenn wir in der Schule so einen Pausenhof hätten, würden wir im Unterricht nur an die nächste Pause denken und auch nichts lernen. – Aber eines verstehe ich nicht. Wir würden uns in der Pause freuen und nicht so traurig sein wie all die Menschen hier."

Uwe: "Das ist auch schwer zu verstehen, vielleicht liegt es daran, dass die meisten sich gar keine Gedanken darüber machen oder ein schlechtes Gewissen haben, dass sie jetzt nicht im Unterricht sind. Ja, vielleicht ist es das. Und dabei würde ihnen die Liebe im Herzen alle Sorgen nehmen."

Kai: "Das hört sich spannend an: ich würde gerne einmal etwas mehr davon erfahren. Wollen wir zusammen nach Hause gehen, eine Kerze anstecken und einmal am Unterricht teilnehmen? Wir können ja hören, was der beste Lehrmeister zu sagen hat."

Uwe: "Wenn du dazu Lust hast?"(im Weggehen)

Kai: "Wenn alle Menschen diese Liebe in sich hätten, was wäre das für ein Weihnachten?"

Uwe: "Ja, dann wäre Weihnachten im Herzen, egal ob es Winter oder Sommer ist."

LICHT AUS.

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