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Der Wirt von Bethlehem

Männer7
Frauen2
Kinder1
Egal1

Informationen:

  • 15-30 Minuten
  • Weihnachten

Eine überfüllte Stadt, ein gestresster Wirt, ein ungeduldiger und mürrischer Gast und dann auch noch ein junges Paar, das ihr erstes Kind erwartet ... es könnte nicht schlimmer sein. Doch dann macht der Wirt eine lebensverändernde Entdeckung ...

Der Wirt von Bethlehem, Krippenspiel, Geburt Jesu, Weihnachten, Wirt, Weihnachtsgeschichte, Joseph, Maria

Das Stück

Szene 1: In der Gaststätte

Wirt (kommt hektisch mit Essen zum Tisch gelaufen und bringt dem Gast sein Gericht): "Bitte, Ihr Essen. Guten Appetit."

Gast: "Danke. Das wurde aber auch Zeit!"

Wirt geht wieder in die Küche. Gast bindet sich ungeduldig eine Serviette um und fängt an zu essen.

Gast (zu sich selbst): "Man, habe ich einen Hunger! Mal sehen, wie es schmeckt. Die Küche soll ja ganz gut sein, wenn man den Leuten hier glauben kann. (Beißt in sein Essen; wartet eine Weile; verzieht sein Gesicht und ruft) Was ist das denn?! (nach Luft ringend) Das ist ja ..., das ist ja …, das geht … gar nicht! He, Wirt! Wirt! Komm sofort an meinen Tisch! Na los, beeil dich!"

Wirt hetzt zum Tisch.

Wirt (vorsichtig fragend): "Ist irgendwas nicht in Ordnung?"

Gast: "Das Essen schmeckt nicht!"

Wirt: "Wie jetzt, das Essen schmeckt nicht?! Ist das Steak zu kalt oder zu salzig oder ist die Butter ranzig oder die Milch sauer? Ist das Brot schimmlig oder sind Fliegen im Salat? Oder sind …"

Gast (unterbricht den Wirt in seinem Redefluss und sagt laut und bestimmt): "Das Essen schmeckt nicht!"

Wirt (nimmt das Essen, hebt die Arme und geht aufgeregt in Richtung Küche und ruft dabei): "Elisabeth, ihm schmeckt’s nicht! Was hast du wieder getan?! Oh Elisabeth, was soll ich nur mit dir anfangen …?! (wendet sich zum Publikum) Soll ich euch was verraten? So geht das heute schon den ganzen Tag. Elisabeth ist in der Küche überfordert. Es sind einfach zu viele. Wegen der Volkszählung ist ganz Bethlehem besetzt. Und ich … wenn das so weiter geht, bin ich bis heute Abend einen Marathon gelaufen."

In diesem Moment klopft es laut an der Tür. Wirt genervt

Gast (ruft bis zum Schluss der Szene immer mal wieder): "Wo bleibt mein Wein?"

Wirt: "Wer ist das denn jetzt noch? (geht dabei zur Tür und öffnet, Joseph und die hochschwangere Maria treten ein) (Wirt genervt) Was wollt ihr denn noch hier? Wer seid ihr eigentlich?"

Joseph (verunsichert und etwas umständlich erklärend): "Also, das hier ist Maria, meine Verlobte. Sie ist schwanger und ein Engel sagte, das Kind sei ein ganz besonderes Kind. Sie ist also schwanger und das schon seit neun Monaten. Sie ist also hochschwanger …"

Wirt (unterbricht Joseph): "Da kann ich doch nichts dafür!"

Joseph (empört): "Ja, ich etwa?! (nun wieder umständlich und verunsichert) Also, ich fange am besten noch mal von vorne an. Das ist Maria und na ja, Sie sehen ja, was mit ihr los ist. Und das Kind ist ein besonderes Kind. (kurze Pause) Wir brauchen ein Zimmer!"

Wirt: "Ein Zimmer?! (dreht sich zur Küche und ruft) Elisabeth, sie brauchen ein Zimmer! (dreht sich wieder zu Maria und Joseph) Ich will euch mal was sagen: Sucht euch doch einfach woanders ein Zimmer. Ich habe keine Zeit. Und nun geht."

Maria und Joseph aber bleiben stehen und lächeln den Wirt an. Kurze Pause.

Wirt: "Wieso geht ihr nicht? Ach, ihr denkt wohl, ich habe Mitleid mit euch? Die arme junge schwangere Frau von irgendwo? Nein, für Mitleid habe ich zu viel zu tun. Aber ihr sollt sehen wie ein Wirt von Bethlehem Probleme löst. Elisabeth, bring das Paar in den Stall! Dort könnt ihr euer 'besonderes' Kind zur Welt bringen."

Elisabeth (kommt von der Küche in die Gaststätte geschossen): "Was soll ich denn noch alles tun? (Geht entnervt zum Gast und stellt ihm einen Becher Wein auf den Tisch. Sagt dabei laut) Wenn man nicht alles selber macht. (zum Wirt.) Was stehst du hier so herum? Liefere endlich die Bestellung für die Hirten aus. Na los! Mach dich auf den Weg! Die ist schon seit einer Stunde offen!"

Wirt packt gehorsam sein Zeug zusammen und geht.





Szene 2: Draußen bei den Hirten

Hirten sitzen frierend um das Feuer. Sie haben Hunger.

Hirte 1: "Es ist kalt, und ich habe Hunger. Ich habe Hunger, und es ist kalt. Was meinst du, was ist schlimmer, der Hunger oder die Kälte?"

Hirte 2 ist eingeschlafen. Hirte 1 stupst ihn an. Er schreckt dabei hoch.

Hirte1: "He, nicht einschlafen."

Hirte 2: "Was ist los? Wer ist da? Was willst du? Ach, du bist es nur. Ich glaube, ich bin vor Kälte und vor Hunger eingeschlafen. (murmelnd) Wieso ist unser Essen noch nicht angekommen? (klagend) Ich habe Hunger."

Hirte 1: "Wenn der Wirt nicht bald hier auftaucht, beschwer ich mich bei seiner Frau. (etwas bösartig) Ha, da wird er sich freuen!"

Wirt erreicht gehetzt das Feuer und bringt das Essen.

Hirte 2: "Wenn man von der Wüste spricht, kommt garantiert von irgendwo ein Kamel angelaufen! (nun etwas gereizt) Na endlich kommst du! Wir warten seit einer Stunde. Es ist jedes Mal dasselbe mit dir. Wieso kommst du diesmal zu spät? Weißt du, wir arbeiten hier schwer. Mit einem Loch im Bauch geht das aber nicht! Ich hab gedacht ich verhungere ..."

Wirt (luftholend): "Also, bitte jetzt keinen Stress. Ich hab einen langen Tag hinter mir. (setzt sich geschafft ans Feuer) In Bethlehem ist Chaos. Die Leute …, das Essen …, und Elisabeth … ihr wisst ja wie sie manchmal ist …"

Hirte 1: "Na, so schlimm wird es wohl doch nicht sein?!"

Wirt: "Ihr habt ja keine Ahnung …"

In diesem Moment kommt ein Engel und spricht. Die Hirten und der Wirt sind aber so mit sich selbst beschäftigt, dass sie nichts mitbekommen. Hirte 3 steht auf und steht erst mal nur staunend da.

Engel: "Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird."

Wirt (zu Hirten): "Also, da war heute zum Beispiel dieser eine Gast. Wisst ihr was? Dem hat doch tatsächlich das Essen von meiner Elisabeth nicht geschmeckt!"

Hirte 2 (während er isst): "Das Essen von deiner Elisabeth? Hat ihm nicht geschmeckt? Das gibt’s doch gar nicht."

Engel: "Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids."

Hirte 1 (zu Wirt): "Was hast du gerade gesagt?"

Wirt: "Ich, äh, na nichts, äh doch, ach so, ich wollte euch ja was erzählen. Wisst ihr, was dann passierte? Ich bin mitten im Stress, da klopft so ein Mann mit seiner Frau an meine Tür."

Hirte 1 und Hirte 2: "Ja und?"

Wirt: "Seine Frau ist schwanger, also nicht nur so ein bisschen, sondern so richtig mit dickem Bauch und so. Und mein Hotel sollte deren Kreißsaal werden! (amüsiert) Ich habe sie in den Stall geschickt!"

Hirte 1 und 2: "Wen?"

Wirt: "Sagt mal, könnt ihr nicht zuhören?! Na, den Mann mit der schwangeren Frau!"

Engel: "Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen."

Hirte 3 (der den Engel bemerkt hat, zeigt auf ihn und sagt ganz laut): "Papa, da ist ein Engel!"

Hirte 1 und 2 und Wirt: "Sei still, wenn Erwachsene miteinander reden!"

In diesem Moment bemerken auch die anderen Hirten und der Wirt den Engel.

Engel (stellt sich zu ihnen ans Feuer): "Ich denke, ich fange am besten noch mal von vorn an. Also, was ich euch sagen wollte, ist Folgendes: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird. Denn euch ist heute der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen."

Hirten und Wirt hören dem Engel mit Staunen zu.





Szene 3: Begegnung der Hirten mit den Königen

Der Stern von Bethlehem wird jetzt ausgeschaltet. König 1 sieht suchend nach oben und läuft dabei hin und her

König 1: "Balthasar, ich kann ihn einfach nicht finden!"

König 2: "Wen kannst du nicht finden?"

König 1: "Den Stern, ich habe den Stern verloren!"

König 2: "Also, das verstehe ich jetzt irgendwie gar nicht! Man kann doch einen Stern nicht einfach so verlieren?!"

König 1: "Doch, das kann man! (zeigt nach oben) Wolken, überall sind Wolken! (vorwurfsvoll) Ich habe dir doch gesagt, du sollst dich beeilen. Und jetzt sind hier Wolken, und wir wissen nicht wohin! He, sieh doch, da vorn ist ein Lagerfeuer! Da können wir nach dem Weg fragen."

König 2: "Und was bitteschön sollen wir sie fragen? (Tut so als würde er mit den Leuten am Lagerfeuer sprechen): Hallo, wir haben sonst so einen Stern. Der zeigt uns immer den Weg. Leider ist er heute nicht zu sehen. Aber vielleicht wisst ihr ja, wo wir hin müssen?"

König 1: "Ja, irgend so was in der Art habe ich mir gedacht."

König 2 (belehrend und in Richtung Lagerfeuer zeigend): "Wenn wir nicht wissen, wo wir hin müssen, woher sollen es dann diese Leute wissen?"

König 1: "Keine Ahnung?! Vielleicht hatten sie ja so eine Art Offenbarung!?"

König 2 (resigniert): "Komm, lass uns zum Lagerfeuer gehen. Da ist es wenigstens warm."

Die beiden Könige gehen zum Lagerfeuer.

Wirt (springt erschrocken auf): "Was ist denn jetzt schon wieder los?!"

König 1: "Entschuldigt bitte die Störung! Wir haben uns verlaufen. Oder besser, wir wissen gerade nicht, wo wir hin müssen, weil unser Stern nicht zu sehen ist, der uns sonst den Weg zeigt. Das Wetter ist leider nicht optimal …"

König 2 (unterbricht König 1 in seinem Redefluss): "Was er sagen will ist, ob wir uns an eurem Lagerfeuer aufwärmen können …?"

Wirt (aufgeregt): "Hört das heute denn gar nicht auf?! Erst der Stress wegen der Massen von der Volkszählung. Dann die junge Frau mit dem angeblich besonderen Kind im Bauch. Dann der Engel, und jetzt zwei Verrückte mit einem Stern!"

König 1: "Moment mal, was hast du da gerade gesagt?"

Wirt (vorsichtig, da er denkt, dass sie jetzt wütend auf ihn sind): "Dass ihr zwei Verrückte mit einem Stern seid?"

König 1: "Nein, das davor."

Wirt (erleichtert): "Ach das mit der schwangeren Frau. Ja, es kam vorhin in meine Herberge in Bethlehem ein junges Paar. Die Frau ist schwanger. Und sie sagten, das Kind sei ein besonderes Kind. Hätte ihnen ein Engel gesagt."

König 2: "Wir suchen ein Kind! Der Stern führt uns zu ihm. Es soll ein neuer König sein."

Wirt (zum Publikum, erschrocken, so als wenn einem plötzlich etwas klar wird): "Ein neuer König wird geboren! Der Stern, der Engel, das Paar, das besondere Kind … und ich habe sie in den Stall geschickt!"

Hirte 1 (hat Gespräch verfolgt und mischt sich nun ein): "Wisst ihr was? Wir gehen jetzt nach Bethlehem und sehen uns das alles mal aus der Nähe an."

Alle gehen in Richtung Bethlehem.





Szene 4 (im Stall von Bethlehem)

Maria (hat das Jesuskind in ihren Armen und ist glücklich): "Ein Stall ist besser als gar kein Dach über dem Kopf. Hier halten wir’s aus! Hier ist es warm und trocken. (sieht verträumt Jesus an, dann redet sie weiter) Ich weiß noch genau was der Engel zu mir vor ein paar Monaten sagte: Mein Kind ist der Sohn des Höchsten! Und mein Kind ist der Retter für alle Menschen! (lächelt Joseph an) Und ich weiß noch, wie du reagiert hast, als ich dir das erzählt habe."

Joseph: "Maria, ich war wirklich tief verletzt. Ich dachte, du hättest was mit einem anderen Mann und machst dich auch noch über mich lustig! Und dann redete mit mir ein Engel. Wenn der nicht gewesen wäre … ich hätte dich verlassen! (kurze Pause; nun etwas nachdenklich) Gott will zu uns als Mensch in unsere Welt kommen, und ich begreife gar nichts. Ich war einfach zu sehr mit mir selbst beschäftigt. Mein Schmerz verhängte die Augen meines Herzen wie mit einer Decke! (zu Maria) Was meinst du, Maria: Hat hier irgendeiner von den Leuten mitbekommen, was hier heute geschehen ist?"

Maria: "Na ja, der Wirt unseres 'Hotels' wohl eher nicht. Ich glaube, der lebt nur in seiner eigenen Welt: Stress in der Gaststätte, Stress mit den Gästen, Stress mit seiner Frau. Stress mit Haus und Hof. Stress, weil er dem Leben hinterher jagt. Aber kein Mensch kann das Leben einfangen. Wir können es nur geschenkt bekommen, so wie ich Jesus empfangen habe. Aber vielleicht öffnet ja Gott auch ihm die Augen für seinen Retter, so wie er das bei dir getan hat?!"

Joseph: "Maria, mir geht eine Sache nicht aus dem Kopf: Ein Stall ist ja nicht gerade der perfekte Ort für die Geburt des Retters der Welt. Wieso wird der Retter der Welt nicht in einem Palast geboren oder wenigstens in einem ordentlichen Zimmer? Wieso in einem Stall?"

Maria: "Ich glaube, das ist kein Zufall. Gott will uns hiermit etwas sagen …"

In diesem Moment klopft es. Joseph geht zur Tür

Joseph: "Vielleicht erfahren heute doch noch mehr Leute, dass hier gerade eben unser Retter geboren wurde."

Er öffnet die Tür. Herein kommen der Wirt, die zwei Könige und die drei Hirten und Elisabeth.

Wirt (außer Atem): "Ist das Kind da? Das Kind ist da! Da ist das Kind!

will auf Maria und Jesus zustürzen, Joseph stellt sich ihm in den Weg

Joseph: "Langsam, langsam, es ist doch gerade erst geboren, und Maria ist noch müde von der Geburt. Was wollt ihr eigentlich hier, mitten in der Nacht?"

Hirte 2: "Wir wollen nachsehen, ob das Kind wirklich ein besonderes Kind ist. Uns ist vorhin ein Engel erschienen. Also erst haben wir ihn nicht wirklich gehört, außer unserem Kleinen hier. Aber der Engel fing noch mal von vorne an und erzählte uns von der Geburt eines Retters in einem Stall in Bethlehem …"

Hirte 1: "… und dass wir hierher kommen sollen. Hier, wir haben euch was mitgebracht. Das könnt ihr bestimmt gut gebrauchen.

Hirte 3 übergibt Maria und Joseph Milch und ein Fell.

König 1: "Uns hat ein Stern zu euch geführt. Na ja, bis auf die letzten paar Meter. (zeigt auf Wirt) Da hat er uns zu euch gebracht. Dieser Stern zeigt die Geburt eines großen Königs an. Ihn wollen wir anbeten und Geschenke bringen."

König 2 (geht zu Jesus und Maria): "Wir bringen dir Gold, Weihrauch und Myrrhe. Wertvolle Geschenke, würdig für einen König."

Elisabeth: "Halt, halt, das geht mir jetzt alles zu schnell. Wer sagt denn, dass dieses Kind wirklich der Retter ist, von dem hier alle reden? Und was ist, wenn der Engel einen ganz anderen Stall gemeint hat, oder wenn die beiden hier (zeigt auf Maria und Joseph) Betrüger sind? Und überhaupt, was ist, wenn ihr den Engel einfach falsch verstanden habt? Der Retter der Welt in einem Stall?! Was soll das denn sein?! Und warum müssen wir überhaupt gerettet werden?"

Alle sind jetzt ein bisschen betroffen, weil Elisabeth die gerade beginnende schöne weihnachtliche Stimmung zerstört hat. Da ergreift Maria das Wort

Maria: "Ich bin selber verwirrt über den Engel, die Besucher, die Geburt im Stall ... Ich kann dir auch nichts beweisen. Aber wenn ich alle Teile zusammensetze, dann spüre ich: Hier ist etwas ganz Besonderes passiert. Gottes Retter ist nicht irgendwo angekommen. Er kommt dorthin, wo mein Leben und wo dein Leben stattfindet. Er ist wirklich unser Retter! Wenn das stimmt, dann muss doch alles gut werden!





Szene 5: In der Gaststätte

Gast: "Wo bleibt mein Essen?!"

Wirt (entspannt): "Ach, Sie schon wieder! Immer mit der Ruhe! Heute ist schließlich Weihnachten!"

Gast: "Weihnachten? Kapier ich nicht!"

Wirt: "Ach so, das können Sie ja nicht wissen. Ich erkläre Ihnen das jetzt mal: Sie erinnern sich doch sicher noch an das junge Paar von gestern? Die schwangere Frau? Der Stall? Das Kind wurde heute Nacht geboren. Und ein Engel hat uns gesagt: Dieses Kind ist der Retter für alle Menschen! Und deswegen ist heute Weihnachten.!

Gast: "Ja, schön. Und wo bleibt mein Essen?!"

Wirt: "Verstehen Sie denn nicht? Der Retter ist da! Mir gibt das Hoffnung! Und deswegen schenke ich Ihnen jetzt etwas!"

Gast (erstaunt): "Ein Geschenk?"

Wirt: "Eigentlich ist es nicht ein Geschenk, sondern zwei Geschenke! Zuerst schenke ich Ihnen Ihr Essen. (Wendet sich zur Küche und ruft) Elisabeth, bring doch dem Herrn sein Essen!"

Elisabeth (kommt freundlich aus der Küche und bringt dem Gast sein Essen): "Bitteschön, Ihr Essen. Und guten Appetit."

Gast: "Danke! Und was ist das zweite Geschenk?"

Wirt: "Wenn Sie aufgegessen haben, dann sehen wir uns zusammen das Kind an! Vielleicht können Sie dann selber sehen, wer dieses Kind eigentlich ist."

Gast: "Bei dem Essen hier würde ich doch lieber erst mal das Kind sehen."

Wirt: "Gut, kommen Sie mit. (Gehen zum Stall) Hier ist das Kind."

Gast (freut sich): "Danke! Bei solchen tollen Geschenken, feiern wir Weihnachten bestimmt noch in 2.000 Jahren!"

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Szene 1: In der Gaststätte
Wirt: wirkt ein bisschen wie ein Italiener mit schwarzen nach hinten gestylten Haaren
Gast: dick und hungrig, etwas cholerisch
Maria: hochschwanger, schüchtern
Joseph: müde und etwas verunsichert
Elisabeth: ist die Frau vom Wirt; hat die Hosen an

Szene 2: Draußen bei den Hirten
Wirt
Hirte 1: sieht aus wie eben Hirten so aussehen
Hirte 2: sieht aus wie eben Hirten so aussehen
Hirte 3: kleines Kind
Engel: sieht aus wie ein krippenspieltypischer Verkündigungsengel

Szene 3: Begegnung der Hirten mit den Königen
König 1 (Melchior), König 2 (Balthasar), Wirt, Hirte 1, Hirte 2, Hirte 3

Szene 4: Im Stall von Bethlehem
Maria, Joseph, Wirt, Hirte 1, Hirte 2, Hirte 3, König 1, König 2, Elisabeth

Szene 5: In der Gaststätte
Wirt, Gast, Elisabeth

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