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Der Diener des Königs

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Informationen:

  • 15-30 Minuten
  • Weihnachten

Nachdem Herodes ein Brief in die Hände fällt, in dem steht, dass ein neuer König geboren wird, schickt er, außer sich vor Wut, seinen Diener los, um dieses Kind zu finden und zu ihm zu bringen. Die Reise wird zu einem Abenteuer ...

Weihnachten, Krippenspiel, Herodes, Geburt Jesu, Diener

Das Stück

Szene 1 (im Palast des Herodes)

(Herodes sitzt gelangweilt auf seinem Thron. Diener klopft.)

Herodes (majestätisch): "Trete er ein!"

Diener (kommt abgehetzt in den Thronsaal): "Majestät, der Brief ist endlich da!"

Herodes (ungehalten): "Welcher Brief?"

Diener: "Na, der vom Ausschuss für religiöse Angelegenheiten, Majestät. (Pause) Dem Postboten ist ein Missgeschick passiert."

Herodes (immer noch ungehalten): "Ja, so was kann ja mal vorkommen!"

Diener (umständlich erklärend): "Majestät, Ihr Hund kann doch den Postboten nicht ausstehen, und sonst ist Schnuffel, also so nennen wir Ihren Hund, das heißt jetzt nicht, dass er ein kleiner Hund ist, er ist ja im Grunde ziemlich groß und gefährlich, obwohl eigentlich nur für den Postboten, also sonst ist Schnuff… äh Ihr Hund immer an der Kette. Aber diesmal eben nicht …"

Herodes (unterbricht den Redefluss seines Dieners): "Komme er endlich zum Punkt!"

Diener: "Er hat ihn gefressen."

Herodes (erstaunt): "Wen, den Postboten!?"

Diener: "Nein, den Brief! (Diener zeigt den angefressenen Brief) Das hier ist noch übrig."

Herodes: "Das ist ärgerlich, äußerst ärgerlich! (zögerlich) Was steht denn noch drin? (Zum Diener gewandt. Nun wieder majestätisch.) Er lese mir den Rest vor."

Diener (setzt seine Brille auf und beginnt zu lesen): "Also, ich kann nur noch den Schluss lesen ... die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst, auf dass seine Herrschaft groß werde."

Herodes (unterbricht ihn erfreut): "Mehr brauche ich auch nicht zu hören. Das ist doch großartig!"

Diener: "Aber Majestät …"

Herodes (bestimmt): "Unterbreche er mich jetzt nicht! (Dann blickt er nachdenklich nach oben und sagt sehr langsam zu sich) Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst. Das denken also meine Untertanen von mir."

Diener: "Aber Majestät, es geht doch gar nicht um euch. Es geht doch um das Gutachten wegen des Kindes."

Herodes: "Was denn für ein Kind!?"

Diener: "Das Kind, das diese drei Weisen aus dem Fernen Osten suchten!"

Herodes (ärgerlich): "Also Kind hin oder her, über wen außer mir sollte denn jemand so was schreiben?
(Zornig zum Diener gewandt) Denkt er etwa nicht, dass ich, König Herodes, Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater und Friede-Fürst in Person bin? Blicke er mich doch nur an? Ich bin der König! Wer außer mir sollte es denn sonst sein!? Gehe er aus meinen Augen! Sofort!"

(Der Diener will gehen, aber in diesem Moment kommt der Hund hinein mit dem Rest des Briefes im Maul und bringt ihn dem König.)

Herodes: "Wen haben wir denn da? Aha, der Anfang des Briefes! Jetzt lese ich einfach noch mal alles zusammen: Es ist doch schön, wenn die Untertanen einen lieben … (nimmt den anderen Teil, setzt ihn zusammen und beginnt sehr erfreut zu lesen, wird dann aber immer kleinlauter) Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst, auf dass seine Herrschaft groß werde. (kurze Pause, dann wird Herodes zunehmend lauter) Das Kind. Die drei Weisen. Ich erinnere mich. (jetzt sehr laut) Das ist Verrat! Verrat ist das! Wache! Wache!"

(Die Wache kommt.)

Wache (militärisch): "Zu euren Diensten, Majestät!"

Herodes (sehr aufgeregt): "Das ist … Das kann doch nicht … Das geht doch nicht … Wo ist dieses Kind? Ich muss es finden! (Herodes ist außer Atem. Dann wendet er sich plötzlich seinem Diener zu und sagt sehr fies und sehr langsam) Du, du hast mir den Brief gebracht. Also bringst du mir auch das Kind! Geh! Und wehe, du versagst …"

(Diener rennt erschrocken weg.)

Szene 2

(Diener sitzt am Feuer mit zwei Hirten. Diener sieht ziemlich müde aus.)

Diener (redet mit den Hirten): "Ja, ihr könnt es mir ruhig glauben. Ich bin ein Diener des Herodes und bin unterwegs in geheimer Mission.)

Hirte 1: "Ach, und worin besteht denn deine geheime Mission?"

Diener: "Das kann ich nicht sagen. Sonst wäre es ja keine geheime Mission. Aber nur so viel: Ich soll Herodes ein Kind bringen. Ein ganz besonderes Kind."

(Hirte 1 und 2 lachen laut.)

Hirte 1 (zu Hirte 2): "Du sag mal: Der hat doch nicht mehr alle Zweige am Ast. Aus welcher Anstalt ist der denn entwischt? Soll Herodes ein Kind bringen!"

Hirte 2 (zum Diener): "Na gut, wir glauben dir, wenn … wenn heute Nacht uns ein Engel erscheint."

(Hirte 1 und 2 lachen wieder laut. Sie schmeißen sich richtig weg, weil sie sich so witzig finden. Dabei merken sie gar nicht, wie der Diener aufsteht und ein Stück weggeht.)

Diener (ziemlich gefrustet): "Ich bin seit Tagen unterwegs. Ich habe unter meiner Decke einen Skorpion gefunden! Ich habe in meinem rechten Stiefel eine Schlange entdeckt! Und in meiner Trinkflasche finde ich Ameisen! (Jetzt richtig zornig jedes einzelne Wort betonend) Aber das Kind finde ich nicht! Und jetzt auch noch diese blöden Hirten. Na wenigstens muss ich heute Nacht nicht allein draußen schlafen. Bei dem Gesindel, was sich hier rumtreibt. Wenn das so weiter geht, stehle ich mir einfach das nächstbeste Kind aus einem Kinderwagen. Herodes merkt das nie!"

Hirte 1: "Hey, Diener von Herodes. Könntest du deine geheime Mission für heute Nacht mal unterbrechen?"

Hirte 2: "Ja, halt deine Klappe. Wir sind müde und brauchen den Schlaf."

Diener: "Okay, okay, ist ja gut. Ich bin jetzt still."

(Diener legt sich auch hin und schläft. Plötzlich leuchtet ein Licht. Auf der Kanzel erscheint ein Engel. Alle drei springen auf.)

Diener (erschrocken): "Damit habe ich jetzt aber nichts zu tun!"

Engel: "Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volke widerfahren wird; denn euch ist heute der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen."

(Das Licht verlöscht wieder. Der Engel ist nicht mehr zu sehen.)

Hirte 2 (in Richtung Engel): "Was war das?"

Hirte 1 (auch in Richtung Engel): "Wer bist du?"

Diener (denkt, er sei gemeint): "Ich bin ein Diener des Herodes und unterwegs in geheimer Mission."

Hirte 1: "Ja, das wissen wir. Ich meinte eigentlich den … Engel? Kommt, wir gehen nach Bethlehem und sehen nach ob wir nicht geträumt haben."

(Die Hirten greifen sich dabei noch schnell ein Fell und etwas Milch.)

Szene 3 (im Stall von Bethlehem)

(Maria sitzt friedlich da und wiegt das Kind. Joseph scheint innerlich irgendwie aufgewühlt zu sein.)

Joseph: "Gott, so hatte ich die Sache nicht geplant. Wieso wird mein Kind in einem Stall geboren? Ein finsteres Loch mit Schafen und Eseln. Und niemand außer den Sternen hört die Schmerzen meiner Frau bei der Geburt. So habe ich mir das überhaupt nicht vorgestellt. Nein, ich dachte, meine Verwandten sind da. Ich hoffte, ich wollte, dass sich die Nachbarn vor der Tür drängen, dass Freunde an meiner Seite stehen. Ich habe schon den Jubel gehört, wenn das Baby zum ersten Mal schreit. Die Hebamme hätte mir das Kind gebracht. Alle Leute hätten gratuliert. Maria hätte sich ausgeruht. Alle hätten mit mir gefeiert. Aber nun sieh dir das doch mal an! Wir sind in einem Stall! Und wir sind allein. Niemand freut sich mit uns. Ich konnte meiner Frau nicht mal eine Hebamme besorgen. Was ich ihr bieten kann, ist etwas Stroh und einen Futtertrog für unser Kind!"

Maria (sie winkt Joseph zu sich): "Joseph, sieh ihn dir doch an, wie schön er ist."

(Joseph geht zu Maria. Er nimmt Jesus in den Arm, ist dabei sehr bewegt.)

Maria: "Joseph, er ist Gottes Kind. Er ist unser Retter. Das ist es, was der Engel damals zu uns sagte. Es ist so wunderbar und so seltsam. Wenn Gottes Sohn in einem Stall zur Welt kommt, dann ist er nicht irgendwo. Er ist bei mir und bei dir, bei jedem von uns."

Joseph (sieht in das Gesicht von Jesus): "Wenn ich dein Gesicht sehe, Jesus, dann kann ich das glauben. Du bist bei mir, mein Gott. Du hast mich nicht verlassen. Du sorgst für uns."

(In diesem Moment klopft jemand an die Tür des Stalles. Joseph und Maria sind erschrocken.)

Maria: "Wer ist das? Sei vorsichtig, Joseph."

(Joseph geht zur Tür und öffnet. Herein kommen die zwei Hirten und der Diener.)

Joseph: "Wer seid ihr? Was wollt ihr?"

Hirte 1: "Wir sind Hirten. Uns sind heute Nacht Engel erschienen. Sie sagten, der Retter der Welt wird heute geboren in einem Stall. Wir sind hergekommen, weil …"

Hirte 2: "… weil, ja, das wusste ich bis eben auch nicht so genau. Vielleicht war es Neugier? Vielleicht war es das überwältigende Licht der Engel? Vielleicht war es die Hoffnung auf ein besseres Leben?"

Hirte 1: "Komm, wir gehen zum Kind."

(Hirte 1 und 2 gehen zum Kind. Sie sehen sich eine kleine Weile das Kind an.)

Joseph: "Er heißt Jesus. Auch mir ist vor einiger Zeit ein Engel erschienen. Er sagte: Jesus wird uns retten von unserer Schuld."

Hirte 2: "Wir haben etwas mitgebracht. Es ist nicht viel. Aber es ist das, was wir geben können. Hier, ein Fell, damit du weich und warm in der Krippe schlafen kannst."

Hirte 1: "Und hier ist etwas Milch. Zur Stärkung für euch."

(Inzwischen steht auch der Diener bei der Krippe.)

Maria (zum Diener): "Und du? Du bist kein Hirte! Wer bist du?"

Diener: "Ich bin ein Diener des Herodes. Herodes hat von Jesu Geburt erfahren. Er hat Angst vor ihm. Ich soll Jesus suchen und ihn Herodes ausliefern. Aber wenn ich Jesus so nah bin, dann kann ich nur noch einem König dienen. Ich bin ab heute nicht mehr der Diener des Herodes. Ich bin der Diener des Königs in der Krippe."

Hirte 2: "Und was bringst du ihm?"

Diener: "Ich bringe dir meine Angst vor dem Zorn des Herodes. Und ich bringe dir mein Herz, meine Seele und meinen Mut. Nimm du mein Leben. Es gehört dir. Die Herrschaft ruht auf deiner Schulter; und du heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst, auf dass deine Herrschaft groß werde."

Szene 4 (im Palast des Herodes)

(Herodes sitzt gelangweilt auf seinem Thron. Ein anderer Diener klopft.)

Herodes (majestätisch): "Trete er ein!"

Diener 2 (kommt abgehetzt in den Thronsaal): "Majestät, der Brief …"

Herodes (ungehalten): "Welcher Brief?"

Diener 2: "Also, dem Postboten ist ein Missgeschick passiert."

Herodes (immer noch ungehalten): "Nein, nicht noch so ein Brief …"

Diener 2: "Keine Angst. Diesmal ist es ein Brief von eurem Diener. Ihr schicktet ihn doch, um das Kind zu suchen Und, ich habe den Brief aus den Zähnen von Schnuff … äh von eurem gefährlichen Hund retten können."

Herodes: "Ja, ich erinnere mich. Na, lest ihn schon vor!"

Diener 2: "Lieber Herodes, ich habe das Kind gefunden, das Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst sein soll. Er heißt Jesus und lag in einer Futterkrippe in einem Stall. Aber ich habe auch entdeckt: Er ist wirklich der Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst! Von nun an bin ich nicht mehr dein Diener, sondern sein Diener. Viele Grüße auf dem Weg nach Ägypten, dein ehemaliger Diener."

Herodes: "Das ist Verrat! Verrat ist das! Wache! Wache!"

(Die Wache kommt.)

Wache (militärisch): "Zu euren Diensten, Majestät!"

Herodes (sehr aufgeregt): "Das ist … Das kann doch nicht … Das geht doch nicht … Wo ist dieser Kerl? Ich muss ihn finden! (Herodes ist außer Atem. Dann wendet er sich plötzlich seinem anderen Diener zu und sagt sehr fies und sehr langsam) Du, du hast mir den Brief gebracht. Also bringst du mir auch diesen Kerl! Geh! Und wehe, du versagst …"

(Diener will erschrocken wegrennen. Da rennt Herodes ihm hinterher und hält ihn auf.)

Herodes: "Halt, Halt! Bleib lieber doch hier! Wenn du ihn findest, dann wirst du womöglich auch noch ein Diener dieses Königs in der Krippe!"

LICHT AUS.

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