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Joseph hat Weihnachtsstress

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Informationen:

  • 15-30 Minuten
  • Weihnachten

Joseph ist gar nicht gut drauf. Maria ist schwanger - und das nicht von ihm. Plötzlich erscheint ihm ein Engel und versucht ihn davon zu überzeugen, dass alles gut wird. Aber so einfach glaubt Joseph dem Engel nicht ...

Krippenspiel, Weihnachten, Maria, Joseph, Geburt Jesu

Das Stück

1. Szene

(Joseph, Engel)

(Joseph sitzt mit einer Flasche in der Hand auf einer Bank. Ihm geht’s schlecht. Plötzlich kommt von hinten ein Engel auf die Bank gesprungen.)

Engel: "Hallo! Was ist denn mit dir los?"

Joseph (genervt): "Na, wonach sieht’s denn aus?"

Engel: "Dein Hund ist weggelaufen."

Joseph: "Nein."

Engel: "Die Milch ist sauer."

Joseph: "Nein."

Engel: "Es ist Montag."

Joseph: "Nein."

Engel: "Ja, was ist es denn dann?!"

Joseph: "Ich werde sie verlassen."

Engel: "Wen?"

Joseph: "Maria. Ich werde Maria verlassen!"

Engel: "Wieso das denn?"

Joseph: "Sie ist schwanger!"

Engel: "Sie ist schwanger? Aber, das ist doch toll!"

Joseph: "Hast du ne Ahnung! Wenn ich den erwische … Ich hau dem so was auf die Mütze. Der wird die hier spüren (zeigt seine Linke) und die hier auch noch (zeigt seine Rechte). Und dann noch Maria. Meine Maria. Meine niedliche, kleine, fromme, schüchterne Maria. Also, alles hätte ich erwartet. Aber nicht das …"

Engel: "Ach so, jetzt verstehe ich. Du denkst, Maria hätte, mit, äh, naja mit wem auch immer, also du denkst, sie hätte … Naja, und nun bekommt sie ein Kind, aber eben nicht von dir?! Und deswegen hockst du jetzt hier auf der Bank und willst sie verlassen."

Joseph: "Genau."

Engel: "Tu es nicht!"

Joseph: "Wieso? Sie ist schwanger. Ich bin nicht der Vater …"

Engel (jetzt ernsthaft): "Hab keine Angst, Joseph. Nimm Maria zu dir. Das Kind ist nicht von einem anderen Mann. Es ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn zur Welt bringen. Den sollst du Jesus nennen. Er wird sein Volk retten von seinen Sünden!"

Joseph (sehr nachdenklich, steht auf und sagt in Richtung Gemeinde): "Träume ich? Redet ein Engel mit mir? Maria bekommt ein Kind vom Heiligen Geist? (Während er redet, verschwindet der Engel. Joseph kommt zu einem Entschluss und ruft in Richtung Bank) Hey du! Ich denke, ich überlege mir das alles noch mal … Wo bist du?"

2. Szene

(Joseph, Maria, Wirt)

(Joseph läuft mit Maria in Richtung Bethlehem. Er hat schlechte Laune.)

Maria: "Joseph, mir tut der Bauch weh!"

Joseph (hört diesen Satz als Anklage): "Also, ich kann nichts dafür. Das musst du schon diesem Augustus sagen. Der will unser Kaiser sein. Ich habe den nicht gewählt. So eine blöde Idee. Volkszählung. Das bringt uns Stress und ihm Geld."

Maria (schon etwas gereizter): "Joseph, meine Beine sind schwer, mein Bauch tut weh, ich habe Durst, ich brauche ein Bett."

Joseph (fühlt sich immer noch angegriffen): "Ja, ich habe mir diese Reise auch nicht ausgesucht. Ich kann das jetzt nicht ändern. Da vorne ist Bethlehem. Ist nur noch ein Katzensprung. (Maria bleibt stehen. Joseph geht weiter. Dann dreht er sich genervt zu Maria.) Was ist?"

Maria (sieht ihn an und sagt): "Wir bekommen das Baby!"

Joseph: "Das weiß ich. Ich bin schließlich nicht blind. Soll ich dich etwa tragen?"

Maria (fasst sich an den Bauch und krümmt sich etwas, weil sie eine Wehe bekommt): "Wäre keine schlechte Idee! Ich glaube ich schaffe es sonst nicht mehr bis zur Herberge."

Joseph (auf einmal ganz nervös): "Ach so, wir bekommen das Baby. (Sehr hektisch) Maria, du musst jetzt ruhig bleiben. Du musst vor allem ruhig bleiben. Tief Luft holen, ausatmen. Bleib hier. Ich hole einen Arzt. Ich mache schnell. Hab keine Angst. Alles wird gut."

Maria (sagt sehr bestimmt zu Joseph): "Du trägst mich jetzt genau bis zu diesem Haus. Dort fragst du nach einem Zimmer. Niemand weist eine schwangere Frau ab."

Joseph (immer noch hektisch): "Okay, ich trage dich. Ich habe alles im Griff."

(Joseph trägt Maria bis zur Tür des Hauses. Er klopft sehr laut.)

Joseph (laut rufend): "Aufmachen! Wir haben einen Notfall! Aufmachen!"

Wirt (macht die Tür auf. Er ist sehr langsam.): "Liebe Freunde, mitten in der Nacht so einen Lärm. Ihr weckt noch das ganze Haus."

Joseph (immer noch laut und hektisch): "Wir sind ein Notfall! Wir bekommen ein Kind! Unser Bauch tut weh! Wir sind am Ende …"

Wirt (sehr langsam, er lächelt beim Reden): "So ein schönes junges Paar. Aber leider kann ich euch nicht helfen. Alle Zimmer sind belegt."

Joseph: "Aber, was sollen wir denn jetzt tun?"

Wirt (immer noch sehr langsam und lächelt dabei): "Wir hätten da noch was. Es ist kein Luxus. Aber ein Dach über dem Kopf. Nur, ihr seid nicht, naja wie soll ich sagen … ihr seid nicht ganz allein … in unserem ... (der Wirt hustet) Stall."

Joseph: "Maria, wir gehen."

Maria (wieder sehr bestimmt): "Nein!!! Wir bleiben! Du trägst mich jetzt genau bis zu diesem Stall und dort bereitest du SOFORT alles für das Baby vor."

3. Szene

(Joseph, 3 Hirten)
(Maria hat Jesus entbunden. Beide schlafen im Stall. Joseph sitzt völlig fertig in der Kneipe. An einem anderen Tisch sitzen drei Hirten und trinken was.)

Joseph (redet mit sich selbst und versinkt im Selbstmitleid): "Irgendwas stimmt nicht mit diesem Kind. (Er erhebt sich und zählt auf) Zuerst diese geheimnisvolle Schwangerschaft. Dann der Engel. Dann die Reise hochschwanger zu Fuß nach Bethlehem. Und dann die Geburt im Stall. Das erste Kind meiner Frau wird in einem Stall geboren. Warum muss mir immer so was passieren?! Das Leben ist ungerecht! Das ist einfach nicht fair …"

(Die drei Hirten stehen auf und gehen zum Tisch von Joseph.)

Hirte 1: "Hey, du da. Sag das noch mal!"

Joseph: "Was wollt ihr? Ich habe nichts getan."

Hirte 2: "Das mit dem Kind und dem Engel! Sag das noch mal!"

Joseph (nun verunsichert und verängstigt): "Wieso wollt ihr das wissen? Außerdem sind wir arm. Wir haben nichts.

Hirte 3 (im Befehlston): "Red nicht um den heißen Brei! Was war mit dem Kind und dem Engel?"

Joseph: "Okay, okay, ich sag’s ja. Dürft ihr aber nicht weitersagen. Versprochen? Maria, also meine Frau, hat ein Kind bekommen. Das Kind ist aber nicht von mir. Doch ein Engel sagte mir, ich solle sie trotzdem nicht verlassen. Denn das Kind sei von Gott. Ja, das ist eigentlich schon alles. Und nun liegt sie mit dem Kind hier im Stall und schläft."

Hirte 1 (zu anderen Hirten): "Seht ihr, ich habe mich doch nicht verhört. Der Stall, das Kind, der Engel, das müssen sie sein."

(Die Hirten wenden sich wieder Joseph zu.)

Hirte 2: "Wir haben heute Nacht auch einen Engel gesehen. Genau genommen waren es sogar viele Engel, sehr viele."

Hirte 3: "Die haben ganz viel Licht gemacht und gesungen. So etwas habe ich noch nie gehört."

Hirte 1: "Und dann kam ein Engel zu uns und sagte: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen."

Hirte 2: "Genau das hat der Engel gesagt. Du bist der Mann, den wir suchen. Zeig uns das Kind, jetzt!"

4. Szene

(Maria, Joseph, 3 Hirten, 3 Könige)

(Maria sitzt auf einem Stuhl im Stall und hat Jesus auf dem Arm. Joseph klopft vorsichtig an die Tür vom Stall.)

Joseph (flüsternd): "Hallo Maria, seid ihr wach? Ich bin wieder zurück. Wir haben ein paar nette Herren als Gäste! Sie wollen dich und Jesus sehen!"

(Maria ist überrascht. Die drei Hirten treten ein. In diesem Moment kommt polternd der Wirt herzu mit drei weiteren Gästen.)

Wirt: "Ja, meine Herren, kommen Sie, kommen Sie. Hier sind sie. Das müssen sie sein."

(Die drei Könige und der Wirt treten in den Stall. Es ist richtig voll.)

Maria (entsetzt): "Joseph, was fällt dir ein, hier halb Bethlehem mitten in der Nacht anzuschleppen? Ich habe gerade ein Kind entbunden! Hast du das vergessen?"

Joseph (sich rechtfertigend): "Das ist es ja gerade. Die Herren hier haben heute Nacht Engel gesehen. Die haben von unserem Jesus gesprochen. Kannst du dir das vorstellen? (Joseph wendet sich nun den drei Königen zu.) Aber was wollt ihr hier?"

König 1: "Wir kommen von weit her. Ein Stern hat uns zu diesem Haus geführt. Er kündigt die Geburt eines neuen Königs an. Hier in diesem Stall ist er geboren."

(Joseph ist sehr erstaunt und kann nicht fassen, was er da gerade gehört hat.)

Joseph: "Der Sohn meiner Frau, ein König?!"

König 2: "Ja, genau. Wir haben sogar Geschenke für ihn mitgebracht."

König 3 (geht zu Jesus, kniet nieder und gibt die Geschenke): "Hier sind Gold, Weihrauch und Myrrhe. Mögest du ein großer König sein. Ein König, der die Herzen der Menschen kennt und der die Menschen liebt.)

Hirte 1: "Wir haben keine Geschenke. Aber wir geben dir etwas, das ist wertvoller als alles Gold der Welt. Wir bringen dir unser Leben."

Hirte 2: "Wir glauben, was die Engel von dir gesagt haben. Du bist zwar klein. Aber du bist der Herr."

Hirte 3: "Wenn der Herr der Welt sich so klein macht, dann muss ich vor ihm keine Angst haben. Ich kann ihm mein Leben öffnen."

(Joseph steht derweilen da und ist erstaunt, überwältigt, sprachlos …)

Maria (rüttelt an Joseph): "Joseph, Joseph, hörst du mich nicht? Ich rede mit dir! Die Herren wollen wieder gehen. Bring sie doch bitte zur Tür. Ich bin müde."

Joseph (wieder wach): "Maria, ich bin so froh, hier bei euch zu sein. Als du mir sagtest, du bist schwanger, da wäre ich beinahe gegangen. Und dann noch die Wanderung nach Bethlehem, der Stall … Ich dachte, Gott hat mich verlassen. Aber nun weiß ich, dass das nicht stimmt. Im Gegenteil: (Joseph nimmt Jesus auf den Arm.) Er ist zu mir gekommen in diesem kleinen Kind."

(Bringt Hirten, Wirt, Könige heraus)

5. Szene

(Joseph, Maria)

(Joseph sitzt auf einer Bank. Ihm geht’s gut. Plötzlich kommt von hinten Maria auf die Bank gesprungen.)

Maria: "Hallo! Was ist denn mit dir los?"

Joseph (sehr entspannt und glücklich): "Na, wonach sieht’s denn aus?"

Maria: "Du freust dich über das schöne Wetter."

Joseph: "Ja."

Maria: "Du bist glücklich, weil du so eine klasse Frau hast?"

Joseph: "Ja."

Maria: "Du liebst unser Kind Jesus und seine Mutter über alles?"

Joseph: "Ja."

Maria: "Dann geh mal schnell in sein Zimmer. Er braucht dringend eine frische Windel und eine Flasche Milch."

LICHT AUS.

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