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Die Generalprobe

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Weihnachten

Der Kindergottesdienst übt bei der Generalprobe das Weihnachtsstück ein. Einiges geht dabei schief, was aber im Nachhinein ganz menschlich und verständlich erscheint.

Die Generalprobe, Geburt Jesu, anders als geplant, nicht perfekt, Weihnachten

Das Stück

Szene 1





Kinder laufen aufgeregt in Verkleidung auf der Bühne herum, Erzähler kommt auf die Bühne, sorgt für Ruhe.

Erzähler: "So Kinder, kommt jetzt mal bitte zur Ruhe! Ihr wisst, wie wichtig die Generalprobe heute ist, bitte konzentriert euch jetzt gut. Bitte alle auf eure Positionen, ihr wisst ja Bescheid. Los geht’s! (holt das Buch heraus, fängt an zu lesen) In Nazareth lebte eine junge Frau mit Namen Maria. Sie war gerade dabei, das Haus zu kehren und sang dabei leise vor sich hin. Maria war glücklich, denn sie würde bald heiraten. Ihr Verlobter hieß Josef, er war Zimmermann und Tischler und wohnte ganz in der Nähe. Maria fegte auch die letzte Ecke im Haus sauber, als plötzlich etwas sehr Merkwürdiges geschah. Ein fremder Mann stand in ihrem Haus, um ihn herum strahlte ein helles Licht.“

Engel: "Guten Tag Maria!“

Maria (erschrocken): "Wer bist du, und wie kommst du in mein Haus?“

Engel: “Ich bin ein Engel, ein Bote Gottes! Gott möchte dir etwas mitteilen, Maria! Gott wird dir bald ein Baby schenken, es wird sein Sohn sein, und du sollst ihn Jesus nennen!“

Maria: “Aber ich bin doch noch gar nicht verheiratet! Josef und ich heiraten erst im Herbst – da kann ich doch jetzt noch gar kein Kind bekommen!“

Engel: “Das Baby wird nicht Josefs Kind sein! Der heilige Geist, der schon bei der Erschaffung der Welt dabei war, wird dich erfüllen und Gottes Sohn wird in deinem Bauch heranwachsen!“

Maria: “Was erzählst du da? Wie soll ich das Josef erklären! Wir sind doch noch gar nicht verheiratet, da kann ich doch nicht plötzlich ein Kind bekommen! Nein, das geht auf gar keinen Fall! Kann Gott sich nicht eine andere Frau auswählen, warum soll ich das machen?!“

Erzähler: "Mensch ..., was erzählt du denn da? Das war doch alles ganz anders! Natürlich hat Maria nicht 'Nein' gesagt, als der Engel vor ihr stand ! Konzentrier' dich jetzt mal richtig!“

Maria: “Entschuldigung, irgendwie hab ich mich vertan ... so, jetzt nochmal: Was, Gottes Sohn wird in meinem Bauch heranwachsen? Ich verstehe das alles nicht so richtig, aber ich vertraue dir. Ich bin Gottes Dienerin, es soll alles so geschehen wie du es gesagt hast!“

Szene 2





Erzähler: "Der Engel verschwand so schnell wie er gekommen war wieder aus Marias Haus. Kurze Zeit später besuchte er Marias Verlobten Josef. Josef hatte mitbekommen, dass Maria ein Baby erwartete und wollte nicht so richtig glauben, was Maria ihm erzählt hatte. Er wollte die Verlobung auflösen, und Maria nicht mehr heiraten. Deshalb kam der Engel auch zu Josef, als er in tief in der Nacht schlief.“

Josef liegt auf dem Boden und schläft, der Engel erscheint und redet mit ihm.

Engel: “Josef, zögere nicht Maria zu heiraten! Das Kind in ihrem Bauch ist wirklich Gottes Sohn! Du sollst ihn Jesus nennen, wenn er geboren wird. Er ist der verheißene Retter, von dem schon die Propheten gesprochen haben!"

Erzähler: "Als Josef aufwachte, ging er sofort zu Maria.“

Josef: “Maria, es tut mir leid, dass ich dir erst nicht geglaubt habe, dass das Baby in deinem Bauch wirklich Gottes Sohn ist! Heute Nacht ist mir ein Engel erschienen, das war echt unglaublich! Er hat mir nochmal alles erklärt. Ich möchte dich bald heiraten! Und wenn dann das Baby da ist, sind wir eine richtige Familie! Wie sollten wir ihn nennen ... mhhh, ich hab's vergessen. Lass uns den Jungen doch Joram oder Obed nennen!“

Erzähler: "Oh nein ....! Das geht doch nicht! Jesus sollte er heißen ... JESUS ....!, das weißt du doch! Mensch, was ist den heute mit euch los?!“

Josef: "Oh stimmt. Entschuldigung, kleiner Aussetzer! Also nochmal: Wir werden eine richtige Familie, und werden ihn Jesus nennen, wie der Engel es gesagt hat!“

Erzähler: "Hui, wie gut, dass das heute nur die Generalprobe ist, wäre das peinlich, wenn das morgen Abend im Heiligabend-Gottesdienst passiert wäre! So, jetzt weiter."



Szene 3





Erzähler: "Maria und Josef heirateten und als Maria hochschwanger war, mussten sie eine lange Reise machen. Der römische Kaiser Augustus wollte eine Volkszählung durchführen und jeder sollte in den Ort reisen, aus dem seine Vorfahren stammten. Josef stammte aus dem Ort Betlehem, das war 120 Kilometer entfernt von Nazareth. So mussten sich Josef und Maria auf die Reise machen, um sich in Betlehem in eine Liste eintragen zu lassen. Der Weg war lang und vor allem für Maria sehr anstrengend.“

Maria: “Josef, ist es noch weit? Ich kann bald keinen Schritt mehr gehen! Ich glaube das Baby kommt bald zur Welt!“

Josef: "Maria, halt noch ein bisschen durch, dort vorne sehe ich Betlehem liegen! Nur noch ein kleines Stück, bald sind wir da! Wir gehen sofort zu einer Herberge, ich kenne da eine, die sehr gemütlich und nicht teuer ist!“

Erzähler: "So kamen die beiden im Dunklen in Betlehem an und gingen sofort zur ersten Herberge am Anfang des Ortes.“

Josef (klopft an): “Hallo, bitte aufmachen!“

Wirt 1 (brummig): "Was ist den jetzt schon wieder los, das geht heute zu wie im Taubenschlag! Was wollt ihr zwei denn?!“

Josef: “Ein Bett für die Nacht, meine Frau muss sich unbedingt ausruhen, wir sind so weit gereist! Wir kommen aus Nazareth, meine Frau ist hochschwanger!“

Wirt 1: “Schwanger hin oder her, wisst ihr nicht was hier los ist?! Seit Tagen ist meine Herberge wegen der Volkszählung voll bis unters Dach! (lacht gemein) Und da denkt ihr, ihr könnt einfach mal so ein Zimmer mieten? Leute gibt’s ...!“ (knallt die Tür zu)

Erzähler: "So zogen Maria und Josef enttäuscht, müde und hungrig zur nächsten Herberge. Aber auch dort hatten sie kein Glück. Und so ging es weiter, es war einfach keine Platz zum Schlafen zu bekommen.“

Josef: “Komm Maria, dort ist die letzte kleine Herberge, bei der wir noch nicht geklopft haben. Wenn die keinen Platz mehr hat, weiß ich auch nicht weiter !“(klopft an)

Wirt 2: “Wer klopft so spät noch an? Psst, die ersten Gäste schlafen schon!“

Maria: “Entschuldigung, aber wir brauchen dringend ein Nachtlager, ich kann einfach keinen Schritt mehr weiter gehen!“

Wirt 2: "Ihr seht aus, als ob ihr schon lange unterwegs seid!“

Josef: "Ja, wir kommen aus Nazareth, der Weg war sehr lang. Und ihr seht es ja selbst – meine Frau ist hochschwanger, wir brauchen wirklich dringend ein Bett, selbst das kleinste Zimmer genügt uns!“

Wirt 2: “Es tut mir wirklich leid, selbst die Besenkammer ist belegt, es sind einfach zu viele Menschen in der Stadt! Aber wenn ich deine Frau so anschaue, tut sie mir wirklich sehr leid. Aus Nazareth kommt ihr zwei, das ist wirklich eine weite Reise. Und dann noch hochschwanger ... Meine Frau wird zwar schimpfen, aber wisst ihr was, ich biete euch mein Bett an. Ich kann in der Küche auf der Eckbank schlafen.“

Erzähler: "Stop, stop! Das ist zwar sehr edel von dir ... aber das war doch ganz anders! Hast du deinen Text nicht gelernt?“

Wirt 2: "Doch, aber ich hatte gerade so Mitleid mit Maria ... Ich hätte ihr mein Bett angeboten! Aber in der Geschichte war das ja leider anders. Also nochmal richtig: Nein, leider kein Platz mehr! Aber meinen Stall kann ich euch anbieten, damit ihr nicht auf der Straße übernachten müsst! Kommt mit!“



Szene 4





Erzähler: "So fanden Maria und Josef zwar kein Bett in einer Herberge, aber wenigstens hatten sie ein Dach über dem Kopf und konnten sich gut und geschützt ausruhen. In dieser Nacht wurde das Baby geboren, Maria und Josef nannten es Jesus, wie es ihnen der Engel gesagt hatte. Weil es im Stall natürlich kein Bettchen gab, legten sie Jesus in die Futterkrippe der Tiere. In der Nähe waren Hirten auf dem Feld, die passten auf ihre Schafe auf. Plötzlich erschien ihnen ein Engel.“

Engel: "Bitte erschreckt euch nicht, habt keine Angst!"

Hirte 1: "Wow, ist das hell! Wer bist du, und was willst du von uns?“

Engel: "Ich bin ein Bote Gottes, und bringe euch eine gute Nachricht! In Betlehem ist heute Nacht ein Kind geboren, dieses Kind ist der Sohn Gottes. Er ist der Auserwählte, der Retter für die Menschen. Ihr dürft ihn als Erstes sehen und ihn anbeten. Er liegt in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe in einem Stall!“

Hirte 1: "Der Retter der Menschen? Ein Baby als Retter der Menschen? Das will ich sehen, komm los, wir machen uns auf den Weg!“

Hirte 2: "Wir arme Hirten sollen die ersten sein, die der 'Auserwählte' sieht? Ein Sohn Gottes soll in einem Stall zur Welt gekommen sein?“

Hirte 1: "Warum zweifelst du noch, los lass uns gehen, sonst kommen wir zu vielleicht zu spät!“

Hirte 2: „Ich kann das alles nicht glauben. Ich denke, dass das kein Engel wahr, sondern die Hirten vom Nachbarort sich einen Spaß erlaubt haben. Die denken wohl, wir lassen unsere Herde alleine und sie holen sich in aller Ruhe die besten Schafe aus der Herde! Pah, auf so ein bisschen Theaterspielen mit Licht falle ich nicht herein!“

Erzähler: "Oh nein, oh nein, das darf doch heute alles nicht wahr sein! Klappt heute nicht mal die Hirten-Szene! Was denkst du dir eigentlich dabei ...?! Als ob der Hirte damals am Engel gezweifelt hätte!“

Hirte 2: "Ist ja schon gut, ich habe mich eben gerade so in den Hirten hineinversetzt. Wenn ich damals ein Hirte gewesen wäre, ich wäre nicht mitgegangen!“

Erzähler: "Das glaube ich nicht! Wenn du damals dabei gewesen wärst, hätte dich der Engel garantiert überzeugt! Also bitte, jetzt nochmal richtig!“

Hirte 2: "Also, wo waren wir ...? Ja, wir wollen nicht zu spät kommen, komm lass uns gehen, was für eine Ehre, dass wir den Sohn Gottes anschauen dürfen!“

Erzähler: "Und so gehorchten die Hirten dem Engel und gingen los. Sie fanden den Stall mit Jesus, Maria und Josef, und erkannten sofort, dass der Engel die Wahrheit gesprochen hatte. Sie knieten vor Jesus nieder und spürten sofort, dass das kein normales Baby war, sondern dass sie wirklich den Sohn Gottes vor sich hatten. Sie waren voller Freude, dass sie als einfache arme Hirten den Sohn Gottes sehen und anbeten konnten. Glücklich und berührt gingen sie zu ihren Herden zurück, und haben diesen Augenblick ihr Leben lang nicht vergessen.
Uiui, war das eine Generalprobe! So viele Textaussetzer habt ihr ja noch nie gehabt, Kinder! Obwohl, wenn ich so darüber nachdenke, waren einige Reaktionen von euch echt verständlich und menschlich. Wie gut, dass Gott so viel Geduld mit uns hat – und hoffentlich auch die Zuschauer morgen! Also, guckt alle nochmal gut in den Text, und wir sehen uns morgen zur Aufführung. Hoffentlich klappt es dann besser als heute. Tschüß!“

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Darsteller:

Erzähler | Maria | Josef | Engel | Wirt 1 | Wirt 2 | Hirte 1 | Hirte 2

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