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Am Lagerfeuer

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Weihnachten

Drei Hirten treffen sich erschöpft am Lagerfeuer. Sie sind ohne Hoffnung, obwohl sie nur ein Jahr vorher von Engeln gehört haben das der Retter der Welt geboren wurde. Aber in einem Jahr ist viel geschehen und nun ist man sich überhaupt nicht mehr sicher ob das alles echt war. 2000 Jahre später erzählt man sich immer noch von diesem Ereignis was da im Stall passiert sein soll, aber ernst nimmt das schon lange keiner mehr. Bis auf ein Mädchen.

Weihnachten, Hoffnung, Beschäftigt, Stress

Das Stück

Requisiten - Feuerkorb, 3 Hirtenkostüme, Bibel

Bühnenbild - Lagerfeuer oder Feuerkorb

Die Hirten kommen auf die Bühne und stellen (bzw. wenn möglich, setzen) sich ans Feuer. Sie sind niedergeschlagen und von der Arbeit kaputt.

Hirte 1: "Das ist ja mal wieder eine Nacht!"

Hirte 2: "Unglaublich wie unruhig die Herde wieder ist."

Hirte 1: "Kein Wunder bei den Opfern."

Hirte 2: "Hast Du sie gezählt?"

Hirte 1: "Morgen sind wir schlauer, dann wird es sich zeigen wie viele wir verloren haben."

Hirte 3: "Ich weiß nicht mehr weiter und begreife das ganze nicht. Warum überfällt dieses verdammte Rudel Wölfe jede Nacht unsere Herde? Warum wir? Erinnert ihr euch noch ans letzte Jahr?"

Hirte 2: "Wie könnte ich das vergessen."

Hirte 1: "Das kommt mir aber trotzdem nicht mehr wirklich vor. Vielleicht haben wir uns auch einfach nur getäuscht."

Hirte 3: "Wie meinst Du das?"

Hirte 1: "Überleg doch mal. Wir sollen Engel gesehen haben, dann sind wir in den Stall da drüben gegangen um ein Baby anzubeten der angeblich unser Befreier sein sollte."

Hirte 2: "Aber das war doch so! Wir waren auserwählt die Ersten zu sein die von seiner Geburt hier wussten."

Hirte 3: "Und nun sind wir auserwählt den Wölfen zum Fraß vorgeworfen zu werden."

Hirte 2: "Aber wieso glaubt ihr denn nicht mehr was ihr selbst gesehen habt? Ihr habt die Engel doch gehört und gesehen und den Stern der die Weisen aus den fernen Ländern geführt hat. Das habt ihr doch alle mit angesehen."

Hirte 1: "Ich habe noch viel mehr gesehen im vergangenen Jahr. Es macht einfach keinen Sinn. Ich glaube an einen mächtigen Gott. Mein Gott hat unser Volk aus der Sklaverei in Ägypten geführt. Mein Gott hat immer mächtige Zeichen für seine Stärke gesetzt. Mein Gott wird uns auch aus der Tyrannei der Römer befreien. Welchen Sinn macht es das Gott ein hilfloses Baby schickt? Wir waren so müde oder vielleicht auch etwas betrunken, wer weiß das schon. Wir haben uns eben getäuscht."

Hirte 3: "Und selbst wenn er von Gott geschickt wurde, wird er nicht mehr am Leben sein.
Es ist besser wir vergessen die ganze Geschichte und konzentrieren uns auf unsere Aufgaben hier und jetzt."

Hirte 2: "Warum sollte der Junge nicht mehr leben?"

Hirte 3 (zornig): "Hast du schon vergessen was Herodes angeordnet hatte? Er hat alle Jungen, die bis zwei Jahre alt waren, rund um Bethlehem töten lassen. (Packt Hirten 2 am Kragen) Hast du die Schreie und das ganze Blut was vergossen wurde schon vergessen? (stößt Hirten 2 von sich weg) Verstehst du endlich? Er ist tot! Der Junge den wir angebetet haben ist tot! Genauso wie die ganzen anderen Jungen auch tot sind!"

Pause

Hirte 2: "Wie könnte ich das vergessen? Ich habe in meiner Familie genauso Opfer wie ihr! Und glaubt mir das mein Herz voll von Rache ist und wenn ich eine Gelegenheit hätte würde ich auch blutige Rache nehmen. Trotzdem glaube ich das dieses Kind außergewöhnlich ist und es noch lebt!"

Hirte 1: "Wie soll das gehen?"

Hirte 2: "Du hast doch vorhin von Mose gesprochen. Mose hat die selben Gräueltaten wie sie hier geschehen sind, die damals in Ägypten der Pharao angeordnet hatte, auch überlebt. Weil er dazu ausgewählt war unser Volk aus Ägypten rauszuführen. Genauso glaube ich fest daran das der Junge der letztes Jahr in dem Stall geboren wurde, um uns zu befreien lebt! Ich habe alles selbst miterlebt und ich war weder müde, noch betrunken. Das ist so passiert wie es aufgeschrieben wurde. Wir dürfen dieses Kind nur nicht vergessen."

Die Hirten gehen ab.

Der Erzähler kommt auf die Bühne und ließt die Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2, Verse 1 – 20 vor.
Währenddessen kommt die Geschäftsfrau auf die Bühne wärmt ihre Hände am Feuer und und hört zu. Kurz danach stellt sich der Handwerker ebenfalls dazu.

Wenn der Erzähler fertig mit lesen ist schließt er die Bibel und geht ab.

Geschäftsf. (seufzt): "Ach eine schöne Geschichte. So romantisch."

Handwerker: "Schöne Geschichte, das stimmt wohl."

Geschäftsf.: "Ich liebe diese Weihnachtsmärchen. Dabei kann ich mich entspannen, ein bisschen Glühwein trinken und bummeln."

Handwerker: "Sie glückliche, ich muss noch arbeiten."

Geschäftsf.: "Das muss ich auch jeden Tag und bestimmt mehr als sie. Im übrigen scheinen sie das ja nicht so dringend zu nehmen mit der Arbeit."

Handwerker (empört): "Wie meinen sie das denn?"

Geschäftsf.: "Naja, dem Märchenonkel hier zuhören kann ja nicht mit Arbeit verglichen werden."

Handwerker (zynisch): "Oh, entschuldigen sie bitte das auch ein so niedriger Wurm wie ich einer bin ein Anrecht auf Pause hat."

Geschäftsf.: "Ach was wissen sie denn schon vom Leben. Sie gehen Abends nach Hause und lassen den Alltag in der Firma. Sie brauchen sich keine Sorgen machen, weil ihr Gehalt ja pünktlich immer da ist. Ich bin aber Geschäftsfrau und muss Tag und Nacht für die Firma da sein. Egal was auch kommt. Ich muss immer da sein. Ich darf nicht Krank werden, oder drei Wochen in Urlaub fliegen. Ich muss immer da sein."

Handwerker: "Glauben sie das es mir besser geht? Glauben sie das dies mein einziger Job ist? Meine Frau hat einen Job und ich hab zusätzlich noch einen zweiten Job. Wenn ich abends nach Hause komme, ziehe ich mich um, um dann noch eine Schicht hinterm Tresen durchzuziehen."

Geschäftsf.: "Immerhin brauchen sie sich um ihr Gehalt keinen Kopf machen. Das kommt ja immer."

Handwerker: "In welcher Welt leben Sie denn? Oft genug bekommen wir Druck von unseren Chefs. Uns wird gesagt, das wenn wir nicht besser arbeiten, eben Personal eingespart werden muss, oder sogar unsere Filiale geschlossen werden muss. Oft genug öffne ich mit Angst den Briefkasten, wenn ich weiß das wieder Leute entlassen werden müssen und hoffe das ich nicht dabei bin."

Die Schüler/in kommt auf die Bühne und stellt sich ans Feuer um sich zu wärmen.

Geschäftsf.: "Naja, so ist das eben hier in unserem Land. Wenn es keine Opfer gibt kann auch niemand aufsteigen. Grade jetzt in der Krise muss doch jeder sehen wo er bleibt. Nur die Starken werden sich durchsetzen da ist für sentimentales Gequatsche nicht viel Raum. Das überlassen wir dann doch lieber den Kirchen mit ihren Geschichten."

Schüler/in: "Wieso meinen sie das es bloß Geschichten sind?"

Geschäftsf.: "Das ist doch offensichtlich. Kein Mensch kann ernsthaft glauben das irgendwann mal ein Kind geboren wurde um die Welt zu retten."

Schüler/in: "Warum nicht?"

Handwerker: "Weil es so etwas nun mal nicht gibt! Jeder muss selbst sehen wo er bleibt."

Geschäftsf.: "Du bist noch so jung, und weißt noch nichts vom Leben, da kann man schon mal auf solchen Kirchenblödsinn rein fallen. Wach lieber schnell auf und setz Dir realistische Ziele für Dein Leben. Weil dieses Kind von damals wird Dir nicht helfen können."

Schüler/in: "Welche Ziele soll ich mir denn setzten?"

Handwerker: "Erstmal Abitur, weil ohne wird man ja heute nichts mehr."

Geschäftsf.: "Da hat er recht. So ist das nun mal hier bei uns."

Schüler/in: "Und dann studiere ich und bekomme vielleicht eine Anstellung und arbeite. Mit dreißig habe ich alles erreicht und dann muss ich nur noch das Level halten bis ich in Rente gehe."

Geschäftsf.: "Ja so in etwa, aber du musst auch mal mit Ellenbogen vorgehen, weil sonst immer einer schneller ist als du."

Schüler/in: "Und was ist wenn ich keine Ellenbogen einsetzten will?"

Handwerker: "Dann bleibst du auf der Strecke. Das sind nun mal die Gesetze hier bei uns."

Schüler/in: "Aber wo bleibt denn da die Hoffnung?"

Geschäftsf.: "Welche Hoffnung? Hoffnung ist nur was für Schwächlinge die ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe kriegen. Vor zweitausend Jahren haben die Menschen auch auf dieses kleine Kind, das im Stall geboren wurde, gehofft. Dieses Kind sollte Hoffnung in die Welt bringen. Und was ist passiert? Nichts!"

Schüler/in: "Ich dachte das sie nicht an dieses Kind glauben."

Geschäftsf.: "Tue ich ja auch nicht!"

Handwerker: "Das klang aber gerade ganz anders."

Schüler/in: "Vielleicht haben wir aufgehört auf dieses Kind unsere Hoffnung zu setzten, weil es über unseren Verstand geht das ein Kind aus einem Stall unsere Hoffnung sein soll und weil wir es vergessen haben."

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