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Immer schön mitschwimmen

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Informationen:

  • 15-30 Minuten
  • Allgemein

Auf der Arbeit, im Hobby und unterwegs sind wir immer verschiedenen Strömungen ausgesetzt. Da heißt es immer wieder Entscheidungen treffen: Schwimme ich mit oder gegen den Strom?

gegen den Strom, Nächstenliebe, Lästern, Werte, Drogen

Das Stück

Pause im Betrieb/Büro. Einige Kollegen/innen haben sich an Stehtischen eingefunden, trinken Kaffee. Herr Maurer und Frau Hecht gehen auf die Gruppe zu.

Fr. Hecht: "Klar ist am ersten Tag noch alles neu für Sie. Aber Sie werden schon sehen, sind alles nette Kollegen. Die beißen Sie schon nicht." (lacht)

Fr. Schilling: "Na, da seid ihr ja endlich. Bisschen lange Leitung gehabt, heute. Pause ist doch das Schönste vom ganzen Arbeitstag. ... Ah, und das ist also der Neue ...!" (sie mustert Herrn Maurer von oben bis unten)

H. Maurer (etwas verlegen): "Guten Morgen. Mein Name ist Maurer. Nett, Sie kennenzulemen!"

Fr. Schneider: "Nun brechen Sie sich mal nicht ne Verzierung ab. Nehmen Sie sich einen Kaffee (weist zum Kaffeeautomaten) und entspannen Sie sich. Außerdem sind wir hier alle per 'du' – ich heiße Erika." (sie reicht im die Hand). (Die anderen schließen sich an).

H. Maurer: "Also gleich am ersten Tag per du. Da kennt man sich doch noch gar nicht ..." (geht zum Kaffeeautomaten)

Fr. Hecht: "Ist er nicht süß? (kichert) Und so unbeholfen. Aber das kriegen wir schon hin."

Fr. Schneider: "Habt Ihr schon mitgekriegt, dass die Meier schwanger ist?! Ob das ihr Mann schon weiß?" (alle brechen in schallendes Gelächter aus).

Fr. Schilling: "Jochen aus dem Lager ist da wohl eher im Bilde ...! (alles lacht) Ich sage nur, letztes Betriebsfest ...! Schade nur, dass er seinen Sportwagen wieder los ist. Da sinkt die Chance bei den Damen auf Null."

H. Wilke: "Wieso los? Ist er wieder besoffen gefahren?"

Fr. Schilling: "Nee, nee – Koslowski von der Registratur hat ihn im Spielcasino gesehen. War wohl nicht sein Tag. Und Spielschulden sind Ehrenschulden. Da war die Schüssel weg." (alle lachen)

H. Wilke: "Koslowski im Spielcasino. Der hat wohl die Portokasse durchgebracht?!"

Fr. Hecht (ironisch): "Armer Jochen! Pech im Spiel – Glück in der Liebe." (neue Lachsalve)

H. Wilke (flüstert): "Achtung – da kommt er. (das Lachen bricht ab) (laut) Hallo Jochen, alles paletti? – Na, Hauptsache."

Fr. Schneider: "Den Kurzen von Rübsams hat man doch schon wieder beim Klauen im Supermarkt erwischt. Jetzt hat er Hausverbot."

Fr. Schilling: "Na, kein Wunder bei den Verhältnissen."

H. Maurer: "Welche Verhältnisse denn?"

Fr. Schneider: "Oh, er kann ja doch reden. Na, dann wollen wir dich mal aufklären: der Mann von der Rübsam ist vor 2 Jahren weg, mit ner Jüngeren. (H. Wilke macht dazu eine eindeutige Geste). Seitdem kriegt sie den Sohn nicht in den Griff. 14 ist auch ein blödes Alter. Ich sage nur – selbst schuld ...!"

H. Wilke: "Klar, so wie die Rübsam aussieht ..." (schlägt sich über seinen Witz selbst auf die Schenkel)

Fr. Schneider: "Ein bisschen mehr hätte sie sich aber auch um ihren Herbert kümmern können."

H. Maurer: "Mir tut die Frau leid!"

Fr. Schilling: "Au weia – jetzt haben wir auch noch einen mit nem Sozialtick."

Fr. Hecht (zeigt auf die Uhr): "Die Arbeit ruft. Wir gehen jetzt – bis später!" (sie hakt Herrn Maurer unter und zieht ihn vom Tisch weg)

Während die beiden sich entfernen, Getuschel an den Stehtischen.

Fr. Schilling: "Na, was meint ihr? – Der reißt einen ja nicht vom Hocker!"

Fr. Schneider: "Kriegt ja kaum die Zähne auseinander, und seine Ansichten ..."

H. Wilke: "Macht's gut, Mädels. Und immer sauber bleiben ..." (geht zur Seite ab)

Fr. Hecht: "Also, wenn ich dir mal einen guten Rat geben darf. Du solltest nicht so kritisch sein."

H. Maurer: "Aber ich finde es nicht richtig, so über andere herzuziehen. Versucht da einer, mal zu helfen?"

Fr. Hecht: "Nun werd mal nicht gleich sentimental. Ein bisschen Spaß muss doch auch sein, ist doch öde genug hier. Oder bist du so ein Softi?" (grinst ihn herausfordernd an)

H. Maurer (macht sich von ihr los): "Und diese plumpe Vertraulichkeit. Ich duze doch nicht jeden nach 10 Sekunden ..."

Fr. Hecht: "Also das muss ich jetzt mal klar stellen, Herr Kollege. Entweder Sie machen mit bei uns oder Sie suchen sich gleich einen anderen Job. Wer keinen Spaß versteht, der ist hier auf verlorenen Posten. Klar? Ein bisschen Anpassung wird man ja wohl erwarten dürfen. Vor zwei Jahren hatten wir hier mal einen. Meinte wohl auch er sei was besseres. So ein Öku-Fuzzi. Mäkelte an allem rum: keine Dosen-Cola, nicht Rauchen, Müll schön trennen, morgens und abends Körner. Der hat sich hier aber nicht lange halten, war einfach nicht flexibel genug. (ein Moment Pause) Überhaupt sollten Sie mal etwas mehr auf Ihre Garderobe achten. Ihr Knitteranzug von der Stange macht hier keinen besonderen Eindruck. (Sie wischt im über das Jackett) Eugen Chef oder Laküste sollte es schon sein. (Geht grußlos auf ihre Bürotür zu ... und leise für sich) Gutes Thema für die Mittagspause – Maurer und sein Gammellook."

Szene 2

Ralf und Stefan stehen zusammen. Rudi nähert sich vorsichtig.

Ralf: "Und morgen zum Spiel. Wir treffen uns um ein Uhr am ,'Billiard-Eck'. Alles klar."

Stefan: "Alles klar. Die putzen wir weg wie nix. Hoffentlich verirren sich ein paar von den Hamburger Fans in unsere Ecke. Als Zugabe noch was auf die Mütze – das wär doch was."

Rudi ist angekommen.

Rudi: "Hallo ihr beiden."

Ralf: "Selber hallo. Na, haste nichts zu tun?"

Rudi: "Habt ihr morgen schon was vor? – Wir suchen von der Umweltgruppe in unserer Klasse noch ein paar Leute die mithelfen. Wir wollen am Mühlenbach aufräumen. Da liegt viel Gerümpel rum."

Stefan: "Hör dir unseren Öko-Futzi an! Morgens Müsli, mittags Hirsebrei und nachmittags den Dreck von anderen wegschaffen. Hast du nichts besseres zu tun?"

Ralf: "Wir sind morgen voll im Stress. 3 Punkte müssen her. Unsere Jungs brauchen uns im Stadion. Der Fan-Club Grundschötteler Tiger lässt doch seine Schwarz-Gelben nicht im Stich!"

Rudi (zögerlich): "Kann ich da vielleicht mal mitgehen?"

Ralf: "Du ...? Mann ey – und wer pflegt dann deine Wiesen und Tümpel? Rudilein muss doch fein Grashälmchen putzen gehen."

Stefan: "Komm, lass ihn doch. – Aber so ... (mustert ihn ausgiebig) können wir dich nicht mitnehmen."

Rudi: "Was ist denn?"

Stefan: "Dir fehlt das richtige Outfit, um zu uns zu gehören ... (holt unterstützt von Ralf die Sachen aus der Kulisse) Die Original-BVB-Fan-Mütze (stülpt sie ihm über), das Original-BVB-Fan-Shirt (zieht es ihm über den Kopf), die Original-BVB-Fahne (drückt im die Fahne in die Hand), die Original-BVB-Pausen-Salarni (steckt im ein Päckchen in die Tasche) der Original-BVB-Fan-Schal – auch bei 30 Grad im Schatten (wickelt im den Schal um den Hals), die Original-BVB-Fan-Tröte (stopft ihm die Tröte in den Mund). Und jetzt sprich mir mal nach: HA –HO –HE – vorwärts BE – VAU – BE!"

Rudi versucht es. Mit der Tröte im Mund schafft er nur ein Gemurmel.

Stefan: "Üben!!! – Und viel lauter!"

Ralf (fühlt Rudis Arme): "... und iss am Spieltag mal was Anständiges, sonst blasen dich die Hamburger um." (lacht)

Rudi (reißt sich die Klamotten runter): "Ich bin doch kein Pfingstochse ... so ein Schwachsinn ..." (und geht)

Stefan: "Na, dann eben nicht. Du hast doch gefragt ..."

Ralf: "So ein Spinner. Die Ökos kannste eben vergessen. Das Wichtige im Leben geht an denen doch vorbei."

Szene 3

Techno-Musik und flackernde Party-Beleuchtung im Hintergrund.

Kerstin zieht sich gerade die Jacke über. Sabine – die Gastgeberin – kommt hüftschwingend mit Sektglas auf sie zu.

Sabine: "Was? – Du willst schon die Biege machen? Was soll das denn? Ist doch mal gerade erst eins durch."

Kerstin: "War nett. Aber mir reicht´s. Bin auch müde."

Sabine: "Ey – Schwester. Kannst doch morgen ausschlafen. Sonntag. Da ist doch sowieso tote Hose. Oder willste mit deinen Alten vor der Glotze hängen?"

Kerstin: "Der Sonntag ist doch nicht bloß zum Pennen da. Das ist mir zu blöd."

Sabine: "Hast wohl keine Kondition. Guck mal. (sie zieht ein Fläschchen mit bunten Pillen hervor) Alle zwei Stunden zwei Stück. Ich sag dir – da geht die Post ab. Bis morgen Früh um 8 – mindestens! – Kannste ein paar abhaben. Achim hat da 'ne gute Quelle aufgetan."

Kerstin: "Nee danke. So ein Zeug will ich nicht!"

Sabine: "Nun zier dich nicht so. Wirf ein paar ein, schmeiß die Jacke in die Ecke und mach weiter." (sie prostet ihr zu und drängt ihr die Pillen auf).

Kerstin: "Nein – wirklich nicht. (sie wehrt Sabine ab) Ich will mich nicht zudröhnen. Außerdem ist morgen um halb 12 'Open House'. Da möchte ich hin."

Sabine: "Hey – da brauchst du nicht bis morgen zu warten. (dreht sich schwungvoll) Das hast du doch hier, die ganze Nacht. Und guck mal, wie Markus dich anschaut. Ey – da läuft noch was." (summt den Song: 'Die Nacht ist nicht allein zum schlafen da ...')

Kerstin: "Open House ist unser offener Gottesdienst in der Gemeinde. Was da so läuft öffnet einem Horizonte. Gute Musik. Gute Texte ... – Komm doch mal mit!"

Sabine: "Ist das was mit Kirche uns so? – Puh, lass mich doch damit in Ruhe. Horizonte habe ich hier reichlich. (und wirft sich zwei Pillen ein). Reisende soll man nicht aufhalten!" (wendet sich von Kerstin ab)

Kerstin: "Tschüß"

Sabine: "Ob ich die noch mal einlade? Ist wohl von 'nem anderen Stern ..."

LICHT AUS.

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