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Tod – Themawechsel

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Tod, Trauer, Leid

Einige Jugendliche unterhalten sich über das Thema Tod, weil einer ihrer Freunde bei einem Unfall verunglückt ist. Die Reaktionen sind unterschiedlich. Wo es den Einen nachdenklich stimmt oder wütend macht, berührt es den Anderen gar nicht, da er ja noch lebt.

Tod, Umgang, Sterben, Unfall, Jugendliche

Das Stück

Szene 1

Zwei junge Leute (Christian und Juliane) unterhalten sich aufgeregt und betreten von der Seite die Bühne; Christian hat eine Zeitung unter dem Arm.

Christian: "...dann hat er den Ford wohl zu spät gesehen. Er ist auf jeden Fall noch volles Rohr in die Bremse, hat aber nichts mehr gebracht. Die Karre knallte gegen das Auto und er wie so 'n Adler drüber weg, bloß die Landung war nicht so gut."

Juliane: "Na und, was ist ihm passiert?"

Christian: "Weiß' ich nicht genau. Die Sanis haben ihn eingesammelt, so mit Notarzt und allem Drum und Dran. Seine Ma wusste heute Morgen noch nicht, ob sie ihn durchbringen." (beide schweigen eine Weile, Christian kramt die Zeitung vor und liest den Sportteil)

Juliane: "Eh – zeig mal, ob da was vom Spiel des FC Rot-Weiß drinsteht, soll ja ganz stark gewesen sein, 3:0 auf des Gegners Platz..." (nimmt Christian die Zeitung aus der Hand und fängt an zu blättern, stutzt als sie auf den letzten beiden Seiten die Todesanzeigen sieht)

Juliane: "Mensch, schau 'mal, wie viel Leute wieder gestorben sind..."

Christian: "Ach, sind doch bloß Omas und Opas."

Juliane: "Nee, das stimmt nicht! Hier: 'Bernhard Brinkmeier, 42 Jahre', und ..."

Christian: "...Sylvia Weiß, 24 Jahre' – Ob Addi da auch bald steht ...?"

1. Sprecher: "Mitten im Leben sind wir doch vom Tode umfangen."

2. Sprecher: "Lehre uns, Herr, daran zu denken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden!"

Szene 2

Ein weiterer Jugendlicher in Motoradkluft tritt auf, mit einem Helm unter dem Arm.

Christian: "Hallo, Heinz. Was machst denn für ein Gesicht? Dir ist wohl die Petersilie verhagelt?"

Juliane: "Mann, lass ihn doch. Du siehst doch, dass er nicht gut drauf ist."

Heinz: "Habt ihr von Addi gehört? Ich war mit meiner Karre dahinter. Ich hab's gesehen, hab' ihn warnen wollen... dann hat er da gelegen... echt schlimm... und jetzt... jetzt ist er tot (schreit plötzlich) tot!!! Kapiert ihr das? Tot – nicht mehr da! Weg! (Pause) (mit Resignation in der Stimme) Ich schnall' das nicht!"

Juliane und Christian machen einen ratlosen Eindruck und schweigen.

Juliane: "Da hast du ja noch Glück gehabt, dass du nicht vorn gefahren bist, sonst hätte es dich erwischt..."

1. Sprecher: "Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen."

2. Sprecher: "Lehre uns, Herr, daran zu denken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden!"

Szene 2

Thomas tritt auf als lässiger lockerer Typ, Kassettenrekorder mit lauter Musik auf dem Arm oder Walkman und Kopfhörer. Thomas hebt zum Zeichen der Begrüßung kurz die Hand.

Christian: "Kannste die Kiste nicht mal piano stellen?"

Thomas: "Hey, hey – wer wird denn gleich in die Luft gehen ...? Willste 'ne Kippe? (kramt ein Zigarettenpäckchen aus der Tasche) ...das beruhigt! – Was 'n mit ihm los?" (weist mit dem Daumen auf Heinz)

Christian: "Addi ist verunglückt!"

Heinz (schreit): "Addi ist tot! Tot!!!"

Juliane: "... und Heinz ist hinterher gefahren. Fast hätte es ihn auch erwischt!"

Thomas: "Na, gratuliere. Da biste ja dem großen Sensenmann noch mal von der Schippe gehopst. Eh, Leute, das ist ein Grund zum Feiern!"

Heinz: "Du tickst doch wohl nicht richtig!!! Addi ist tot und du willst...!"

Christian: "Lass' ihn doch in Ruhe!"

Thomas: "Ja, ja – schon gut! Mensch Leute – cool bleiben. Das Leben geht weiter. Mal geben wir alle den Löffel ab! Aber bis es soweit ist, will ich was vom Leben haben. Trübsal blasen ist was für alte Betschwestern. Addi ist hinüber – ich werd' ihm auch mal ein paar Blümchen auf seinen Hügel stellen – aber sonst... wir leben doch... hey, und wie...!"

Thomas dreht die Musik wieder lauter und geht mit Tanzbewegungen von der Bühne ab. Heinz sitzt betroffen in der Mitte der Bühne, Juliane und Christian schauen sich ratlos an und zucken mit den Schultern. Die Sprecher 3–5 treten auf.

1. Sprecher: "Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen."

3. Sprecher: "Alle 45 Sekunden stirbt in der Bundesrepublik ein Mensch. Das sind 82 in einer Stunde. Während dieses Abends sterben irgendwo 287 Menschen. In Krankenhäusern, zu Haus, auf der Straße oder am Arbeitsplatz."

4. Sprecher: "Die meisten sterben an Herz- und Kreislauferkrankungen, erst dann kommen die Unfälle, und die Statistik sagt, dass von allen, die hier sitzen, jeder fünfte an Krebs stirbt. Wollen wir mal eben abzählen...?"

5. Sprecher: "Sei nicht makaber ..."

4. Sprecher: "Wenn uns das Thema 'Tod' zu nah auf die Pelle rückt, dann reden wir von makaber. Das Thema wird verdrängt oder verharmlost... wenn es um's Sterben geht, sagen wir lieber:..."

3. Sprecher: "...über den Jordan gehen – sich die Radieschen von unten begucken – den Löffel abgeben – sich schwarze Essensmarken holen – abnippeln – abkratzen – hinüber sein – krepieren... oder: es hat ihn erwischt – man hat ihm das Lebenslicht ausgeblasen – er ist in die Kiste gekommen."

4. Sprecher: "Der Tod ist für junge Menschen wie... das große Tabu, über das man nicht spricht, ein Hochwasser in der Wüste - also unvorstellbar -, ein großes Fragezeichen, ein Blitz aus heiterem Himmel, ein tiefes Loch, eine ständige Bedrohung, ein unsichtbarer Gegner, eine Sackgasse, das Aus, das Ende."

Thomas: "Hey – was ist denn hier los? Großer Auflauf? – Gibt's was umsonst? Habt ihr 'ne Fete vor? Eh, da geht die Post ab!"

1. Sprecher: "Wir denken über den Tod nach!"

Thomas (stutzt): "Über wen? Tod – müsst ich den kennen? 'Nen neuer Disco-Typ? Oder flippt der in 'nem neuen Kinostreifen rum?"

1. Sprecher: "Wir denken über den Tod nach, über das Sterben!"

Thomas: "Mensch, Leute, was seid ihr eng. Da denkt man doch nicht drüber nach, irgendwann kommt's sowieso. Themawechsel!!!"

3. Sprecher: "Junge Menschen beschäftigen sich nicht mit dem Tod, weil... der Tod noch so weit weg ist, weil er mich in meinem Leben heute stört, weil es 'schönere' Dinge gibt, weil man doch keine Antwort darauf findet, weil dann sowieso 'Schluss' ist, weil man den Tod nicht ernst nimmt, solange er andere trifft, weil er für sie etwas mit alten Menschen zu tun hat, weil man mit vielen anderen Dingen beschäftigt ist, weil Tod in den Medien (Film und Fernsehen) als Spiel dargestellt wird."

5. Sprecher: "Der Tod und das Sterben werden ausgeklammert aus unserem Leben. Sie werden verlagert in die Krankenhäuser und Altenheime. Deshalb sind wir so verwirrt, wenn uns der Tod in unserem Alltag begegnet, wenn er einen Freund oder Verwandten betrifft, wenn wir Zeuge eines Unfalls werden. Dann ist der Tod für uns plötzlich ganz persönlich geworden, dann müssen wir uns dieser Macht stellen."

1. Sprecher: "Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen."

4. Sprecher: "Erst dann, wenn uns der Tod so hautnah begegnet, nehmen wir ihn wahr, sehen wir die Fragezeichen, die er uns stellt."

2. Sprecher: "Überall in dieser Welt sterben Menschen – jetzt in diesem Moment. Sie sterben, weil es Krankheiten gibt, weil die Nahrungsmittel ungerecht verteilt sind, weil Meinungsverschiedenheiten mit Waffen ausgetragen werden, weil menschliches Versagen zu Unfällen führt, weil unser Leben begrenzt ist und an ein Ende kommt. Früher oder später!"

1. Sprecher: "Nichts kommt so zuverlässig wie der Tod! Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen!"

Heinz: "Aber wie gehe ich mit dem Tod um? Wer kann mir denn Antworten geben?"

Christian: "Warum gibt es den Tod? Ist das ein Naturgesetz und mehr nicht?"

Juliane: "Ist mit dem Tod alles zu Ende? Was wird aus mir? Was wird aus Addi?"

1. Sprecher: "Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen."

2. Sprecher: "Jesus Christus spricht: Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er vom Tod nicht verschont bleibt."

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Zum Schluss sollte sich eine Ansprache anschließen, die auf die angesprochenen Probleme und Fragen eingeht und die am Ende gegebene Antwort erklärt.

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