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Auf immer und ewig!?

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Eine Hochzeitszeremonie ist immer tränenreich. Erst recht, wenn die Braut plötzlich merkt, dass sie gar nicht das erfüllen kann, was von einem Ehepaar in der Bibel gefordert wird. Lohnt es sich dann wirklich zu heiraten? Ein kurzes Stück mit offenem Ende.

Auf immer und ewig, Auf immer und ewig!?, Hochzeit, Brautpaar, Verzweiflung, Gesetze halten, unsicher, Angst

Das Stück

Es ertönt der Hochzeitsmarsch von Wagner, mit Trompete und Orgel.

Die Gemeinde erhebt sich (der Pastor gibt evtl. ein Zeichen zum erheben). Die Braut tritt mit dem Schwiegervater ein und wird dem Bräutigam übergeben. Das Brautpaar lächelt glücklich und nimmt Platz (mit dem Gesicht zum Publikum). Die Gemeinde setzt sich. Der Pastor tritt auf.

Mutter schnäuzt laut, schluchzt und wischt sich Tränen vom Gesicht.

Pastor: "Herzlich Willkommen liebe Eltern, liebe Verwandte und Freunde zu diesem ganz besonderen Tag. Und natürlich auch ein herzliches Willkommen liebes Brautpaar. (zum Publikum) Wir haben uns hier eingefunden um Stefanie und Andreas in den Bund der Ehe zu entlassen.
Ihr habt Euch vor 2 Jahren kennen und lieben gelernt und wollt nun, das Band, das Euch verbindet, auf ewig schließen."

B&B schauen sich verliebt an und lächeln/nicken.

Pastor: "Was sagt die Bibel über die Ehe?
Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei."

Vater hustet.

Pastor: "Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
Jesus Christus hat die Schöpfungsordnung Gottes ausgenommen und gesagt:
Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach (1.Mose 2,24): »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden "ein" Fleisch sein«? So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern "ein" Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!"

Alle nicken selig - bis auf die Braut, die über den letzten Satz nachdenkt.

Pastor: "Was sagt uns das, liebe Gemeinde? Nicht etwa, dass Stefanie und Andreas sich heute aus ihrem Elternhaus lösen und eine eigene, selbstständige Gemeinschaft bilden.
Wir lesen weiter im Neuen Testament: die Worte, die erläutern wie das Zusammenleben von Mann und Frau in der christlichen Gemeinde gestaltet werden soll.
Sagt Gott, dem Vater, jederzeit Dank für alles im Namen Jesu Christi, unseres Herrn!"

Vater: "Na dann mal Gute Nacht!"

Mutter: "Psscht...Walter?!"

Pastor (wird nicht gerne unterbrochen und fährt einfach fort): "Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus.
Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn (Christus); denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Kirche ist."

Vater (nuschelt in den Bart): "Die Finanzen sollte er besser ihr überlassen, sonst schlafen die zwei Weihnachten unter der Brücke."

Mutter: "Jetzt Walter, hör doch mal auf."

Vater: "Aber, wenn es doch stimmt?!"

Pastor: "Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Gemeinde geliebt und sich für sie hingegeben hat.
Weil ihr von Gott auserwählt und seine geliebten Kinder seid, die zu ihm gehören, sollt ihr euch untereinander auch herzlich lieben in Barmherzigkeit, Güte, Demut, Nachsicht und Geduld."

Vater: "Na, da wird sie einiges zu tun haben!"

Bräutigam: "Jetzt Papa, es reicht langsam. Lass den Pastor doch mal ausreden."

Braut (zu Bräutigam, zweifelnd): "Aber er hat doch recht. Das ist gar nicht so einfach!"

Vater nickt rechtgebend und schaut dann zu seiner Frau, die ihn böse anguckt. Er hört langsam auf zu nicken und gewinnt wieder Ernst.

Bräutigam: "Was fällst du mir denn jetzt hier so in den Rücken?"

Braut: "Stell dir doch mal vor, wie lange so eine Ehe dauern kann. Stell dir doch nur einmal vor... Wie soll ich das denn bitte alles hinbekommen?"

Bräutigam: "Aber wir haben das doch alles vorher besprochen. Wir waren uns doch einig, dass wir das hier gemeinsam durchziehen."

Braut: "Ja, aber bist du dir auch bewusst was das bedeutet? Wir sollen uns lieben und unterordnen… Güte, Nachsicht und Geduld. Das klingt irgendwie nicht so danach, als ob unser Leben normal weitergeht."

Bräutigam: "Wie meinst Du das denn?"

Braut: "Manchmal hast Du echt blöde Ideen und dann sind wir eben nicht einer Meinung. Da soll ich nachgeben und gütig sein? -- Wenn ich an Silvester wieder allein krank im Bett liege und Du mit den Kumpels spontan Skifahren gehst."

Vater (zu Mutter): "Siehst du? Genau das mein ich. Wie will der denn ein anständiger Ehemann werden?

Mutter (ärgerlich): "Bist Du denn einer? Das was der Pastor vorgelesen hat, stimmt höchstens für unsere erste Ehezeit… (nachdenklich) höchstens die Flitterwochen."

Bräutigam (bestimmt): "Das ist doch nur… (unsicher) das sind doch nur… (nicht überzeugt von sich selbst) Worte…"

Braut: "Ich will das ernst meinen. Und ich will das richtig machen. Aber --- ich kann das nicht! Das schaff ich einfach nicht. Das sind so hohe Anforderungen… Kann man das denn überhaupt erfüllen?" (schaut fragend zu Mutter und Pastor)

Mutter: "Also..." (sieht sich hilfesuchend um)

Braut (weint fast): "Nein, oder? (zu den Schwiegereltern) Schafft ihr beiden das?"

Mutter geknickt schüttelt sie den Kopf.

Bräutigam: "Steffi, ich werde mir in Zukunft mehr Mühe geben. Versprochen! Ich fahre nicht mehr ohne Dein Einverständnis weg und ich versuch auch öfters was mit Dir zu machen."

Vater: "Ach, Junge. Du verstehst das nicht. Das reicht doch nicht. (leiser, nuschelt in sich ) Geschweige denn, dass Du das eine Bisschen schaffen würdest."

Braut: "Ich kann das jetzt nicht entscheiden. Ich brauche ein bisschen Zeit um mir zu überlegen, ob ich das überhaupt will." (geht ab, Sakralräume)

Bräutigam: "Steffi!" (geht hinterher)

Mutter: "Andreas!!" (ebenso hinterher)

Vater (läuft hinterher, nicht so aufgescheucht wie die anderen): "Oh, Mann, oh, Mann…"

Pastor für einen Moment ratlos und verwirrt. Blickt auf die Gemeinde und räuspert sich, traurig, evtl ein bisschen so, als ob er sein Ding jetzt einfach zu Ende bringen will.

Pastor: "Das Wichtigste ist Liebe. Wenn ihr die habt, so wird euch nichts fehlen.
Und der Friede, den Christus schenkt, soll euer ganzes Leben bestimmen. Dankt Gott dafür. Amen"

LICHT AUS

Anmerkungen des Autors

Es ist eine Analogie zur Geschichte von Nehemia. In Nehemia 18 merkt das Volk, nachdem das Gesetz verlesen wurde, recht schnell, dass sie das Gesetz Gottes nicht einhalten können. Daraufhin fangen sie zu trauern an. Nehemia ermutigt das Volk zu feiern und zu essen, denn wir beginnen mit dem ersten Schritt und arbeiten uns dann langsam vorwärts. Wie in einer Ehe.

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