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Nehmt auf den Fremden ... ja aber doch nicht an Heilig Abend

Nehmt auf den Fremden ... ja aber doch nicht an Heilig Abend

Männer1
Frauen3
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Informationen:

  • 15-30 Minuten
  • Weihnachten

Weihnachten. Die Mutter hat jemand Fremden eingeladen an Heilig Abend – einen Austauschschüler/in aus Ghana. Die Familie ist erst nicht so begeistert, doch die Mutter hat ganz eigene Gründe, um sich durchzusetzen.

Weihnachten - Familienfest pur?, Nehmt auf den Fremden ... ja aber doch nicht an Heilig Abend, Weihnachten, Festessen, Gastfreundschaft

Das Stück

Personen: Vater Werner, Mutter Mathilde, Tochter Simone und Susanne, die Schwester von Mathilde

Susanne kommt kurz auf die Bühne und kündigt das Anspiel an.





Akt 1



Eingangsbild. Werner und Mathilde sitzen am Tisch, er liest Zeitung, sie schreibt eine Liste, was sie wann noch erledigen will.

Mathilde: "Weihnachtsbaum kaufen, aufstellen, schmücken – Metzger bestellten Braten abholen – Geschenke – Geschenke – Simone erinnern an Gottesdienstbesuch, Abgang 15 Uhr – Susanne einladen …? Muss wohl sein – Aldi, Edeka Einkaufsliste – Hemd Werner bügeln ... Werner könnte sein Hemd auch mal selber bügeln (Werner schaut etwas fragend Mathilde an, brummt was Unverständliches) – mein Kleid aus der Reinigung holen – Frau Brechwurz anrufen wegen Bes... (wird leise …) Ach ja, an was man wieder alles denken muss ... dieser Stress immer!"

Werner: "Bleib locker! Das meiste findet sich doch von ganz alleine."

Mathilde: "'Von alleine'? – ich krieg die Krise! Würdest du mal bisschen mitdenken? Müsste ich mich nicht um alles kümmern. Hör mal auf zu lesen und kümmere dich um den Weihnachtsbaum! Such einen schönen aus – stell den auf, dann ist das schon erledigt. Simone kann den dann schmücken und nimm den Abfalleimer gleich mit!"

Werner: "Da hab ich etwas Urlaub vor Weihnachten und was hab ich davon? – du machst mir Stress! Wir haben letztes Jahr doch den Plastikbaum gekauft – alles im Lot! Ich kümmere mich drum. Simone und ich stellen den Baum dann auf.“

Mathilde: "Ja, ja ... hätte ich ganz vergessen – der Plastikbaum ...! Will noch was sagen ...?" (ringt mit sich)

(An der Haustür klingelt es.)

Werner steht auf und öffnet: "Ja bitte?"

Brechwurz: "Brechwurz ist mein Name – Leiterin des Frauenkreises der Friedens-Gemeinde."

Werner: "Für dich, Mathilde ...!"

Mathilde: "Och kommen Sie doch rein ... möchten Sie etwas trinken ... einen Kaffee vielleicht?"

Frau Brechwurz: "Nein danke, vielen Dank. Ich hab’s leider recht eilig. (bleibt stehen – darauf bleiben Mathilde und Werner auch stehen, Simone bleibt die ganze Zeit sitzen) Liebe Familie Hochenstein, ich will mich schon mal bedanken für Ihre Bereitschaft einen unserer Ghanaer aufzunehmen an Heilig Abend – es haben sich ja leider nicht viele gemeldet – aber Ihre Familie – ach das ist einfach toll, dass Sie Ihr Christsein so praktisch nehmen und ihm Herberge gewähren."

Werner: "Tja ... ähm ... ist doch selbstverständlich." (fragender Blick Richtung Ehefrau)

Frau Brechwurz: "Nur noch mal kurz zu den Formalitäten: es wäre das Einfachste, Ihr Gast würde gleich nach dem Gottesdienst mit zu Ihnen kommen – wäre Ihnen das recht?"

Werner: "Ja ... na klar ... okay ..."

Frau Brechwurz: "Herzlichen Dank noch mal für Ihre Bereitschaft. Ich muss leider schon weiter, ich hab noch Einiges zu erledigen."

Werner begleitet Frau Brechwurz zur Tür, kommt zurück und schaut seine Frau völlig entsetzt an.

Werner: "Mathilde ...!"

Mathilde: "Ja, Werner?"

Werner: "Mathilde, ich glaube da gibt es Erklärungsbedarf!"

Mathilde: "Wieso? Darf ich niemanden einladen? Ich mache die meiste Arbeit eh alleine!"

Werner: "Aber am Heilig Abend einen Fremden hier bei uns – das ist unsere heilige Heilig Abend-Feier – deine Schwester Susanne kommt doch schon!"

Simone: "Mama, Mama, ich bin entsetzt! Wie kannst du nur?!"

Werner: "Mathilde, würdest du bitte bei dieser Frau Wurzbrech anrufen und das regeln?"

Simone: "Mama, bitte!"

Mathilde: "Brechwurz heißt Sie Brechwurz! Auf keinen Fall, es bleibt dabei – ich freue mich auf unseren Gast und ich möchte, dass ihr das mir zu Liebe stehen lasst."

Werner und Simone: "Erpressung! Was sollen wir da jetzt noch sagen?"

ENDE 1. Akt

Frau Brechwurz kommt kurz auf die Bühne und erklärt der Besuch ist gelaufen.





Akt 2:



Heilig Abend. Der Besuch ist wieder gegangen .

Die Familie sitzt beieinander – nachdenklich.

Werner: "Na Mathilde – zufrieden?"

Mathilde: "Zufrieden mit was?"

Werner: "Mit dem Abend, dem Besuch, deinem Geschenk?"

Mathilde: "Ich könnte sagen im Prinzip ja und nein – ich weiß nicht so recht! Dass Kisi so früh gegangen ist …echt schade. Ach Susanne, spiel uns doch mal so ein richtig schönes Weihnachtslied auf dem Klavier!"

Susanne: "Gerne ... Oh du fröhliche ..." (fängt an spielen, hört leise werdend wieder auf, wenn Simone beginnt zu sprechen)

Simone: "Ich würde gerne mal Weihnachten in Ghana feiern wie unser Besuch – die Kisi fand ich einfach toll.“

Werner: "So, so ..."

Mathilde: "Das ist halt eine andere Kultur – andere Traditionen.“

Simone: "Ich find das geil – Weihnachten, das Fest der Freude – tanzen, tanzen – die ganze Nacht – Party – einfach ... Tantchen, spiel doch mal was richtig Flottes ... ach bitte!“

(Susanne spielt ein flottes Klavierstück.)

Mathilde: "Simone, Susanne, jetzt reicht’s! Das passt einfach nicht zu Weihnachten – Weihnachten ist das Fest ... das Fest der ... hör auf!“

(Susanne hört abrupt und etwas erschrocken auf)

Simone: "Schade ..."

Werner: "Sag mal Simone, 3–4 Stunden Gottesdienst und vor Weihnachten alle Verwandten und Bekannte besuchen – wäre auch echt cool. Onkel Herbert und Tante Inge und vielleicht noch als I-Tüpfelchen ...!"

Susanne: "So denkst du also ..."

Werner: "Anwesende natürlich ausgeschlossen … ach ja, und nicht zu vergessen – meine Halbschwester Isolde – die wohnt ja ganz in der Nähe. Ich stell mir gerade im Geist dein Gesicht vor ... köstlich!“

Mathilde: "Werner … muss das sein …? Es ist doch Weihnachten das Fest der Liebe … rede nicht so böse!“

Werner: "Ach ja – alle der Engel frohen Lobgesang – und meine Engelchen mitten in der Schar.“

Simone: "Man muss nicht gleich alles nachmachen."

Werner: "Ach ja …!“

Susanne fängt wieder an zu spielen.

Mathilde: "Susanne, bitte ... muss das jetzt sein ... mit der Musik?“

Susanne: "Erst soll ich spielen, dann wieder nicht.“ (leicht wütend!)

Mathilde: "Über ihr Geschenk hat sie sich aber echt gefreut – die Wollsocken habe ich beim Weihnachtsbasar der Feuerwehr gekauft.“

Werner: "Wollsocken für jemanden, der in Afrika lebt.“

Mathilde: "Sie hat gesagt, die kann sie prima gebrauchen – solange sie hier in Deutschland ist.“

Simone: "Also Papa, mein Geschenk – das neue Tablet – oh man – Wahnsinn ...! Ich hätte nie gedacht, dass ich das echt bekomme.“

Susanne: "Diese schicken Schuhe / Halstuch, danke Mathilde!“

Mathilde: "Und diese schöne Kette – Werner – das ist ein bisschen übertrieben.“

Werner: "Für meinen Engel ist mir nichts zu viel! Ist ja schließlich Weihnachten. Dieser neue Akkuschrauber war bestimmt auch nicht gerade billig.“

Mathilde: "Ich war ganz erschrocken über die großen Augen von Kisi. Sie hat uns ganz ungläubig angeschaut als wir ein Geschenk nach dem anderen ausgepackt haben und dann ihre Bemerkung: 'Ihr beschenkt euch so toll, wahrhaft wie die Könige an der Krippe Jesus beschenkt haben.'“

Werner: "Weihnachten ist doch dafür da, dass wir uns einander beschenken – ich verstehe die Aufregung nicht.“

Simone zu ihrer Tante Susanne: "Tantchen, wollen jetzt das Lied singen, das wir eingeübt haben?“

Susanne schaut Simone an und fängt mit Simone an zu singen.

Mathilde: "Susanne, Simone ... ist gut. Werner, und du auch noch ...”

Werner: "Ich glaub, ich brauch jetzt mal einen Schnaps – ich bin ganz ... und ich habe echt zu viel gegessen – dein Essen war auch ein echter Festtagsschmaus. Mathilde ... das Himbeer-Supper ...!"

Mathilde: "Himbeersouper, Werner, Himbeersouper ...!"

Werner: "Ja, dieses Himbeer-Dings hat mir echt den Rest verpasst.“

Mathilde: "Ein Likörchen würde ich jetzt auch mal nehmen.“

Susanne fängt wieder an zu spielen. Werner will aufstehen aber weil Simone anfängt zu sprechen, bleibt er sitzen. Susanne hört leise werdend wieder auf zu spielen, als Simone zu sprechen anfängt.

Simone: "Mama?“

Mathilde: "Ja, Simone?"

Simone (druckst rum): "Mama, gehen wir morgen wirklich noch mal in den Gottesdienst?“

Mathilde: "Kisi hat zwar gefragt, ob wir kommen … aber ... eigentlich habe ich morgen gar kein Zeit dafür, morgen kommt die Oma Sofie und Opa Franz und Oma Hilde, Opa Heinz und Tante Isolde und Onkel Herbert ..."

Werner, Simone, Susanne (zusammen, ganz entsetzt): "Onkel Herbert?“

Mathilde: "Ja, Onkel Herbert! Und Tante Inge – volles Programm! Wie soll ich das mit dem Essen schaffen?“

Werner: "Ach, wir können doch später essen." (das Gesicht sagt, das macht Mathilde sowieso nicht)

Simone: "Mama, ich würde gerne ausschlafen und einfach ein bisschen chillen mit meiner Freundin.“

Susanne: "Also wir waren doch heute schon im Gottesdienst – das reicht!“

Werner: "Also alleine will auch nicht gehen!“

Mathilde: "Na denn, dann lassen wir es halt.“

Simone: "Mama, kann ich in mein Zimmer gehen?“

Mathilde: "Ach Simone, wollen wir nicht noch was zusammen spielen? Ich dachte wir sitzen noch ein bisschen gemütlich zusammen, so als Familie. Schade, dass Kisi schon gegangen ist – dann geh halt.“

Susanne: "Ich mach mich dann mal auf, mein Hund freut sich, wenn ich komme – danke für alles.“

Mathilde und Werner verabschieden kurz Susanne.

Werner: "Was für ein Heilig Abend! Mathilde, was hat denn jetzt diese ganze Aktion gebracht?“

Mathilde: "Was glaubst du, wie ich beim nächsten Frauentreffen dastehe – gut, echt gut! Ich hab dann was zu erzählen!“

Werner: "Ach ja ...?"

LICHT AUS.

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