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Die Telefonumfrage: Selber denken

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Frau Kruse wird bezüglich einer Telefonumfrage angerufen. Nach einigen außergewöhnlichen Fragen, wendet sich das Blatt und sie stellt dem Anrufer Rückfragen, die ihn dazu bringen, selber nachzudenken.

Die Telefonumfrage, selber denken, Fragen und Antworten, Lebenssinn, Gespräch, Denkanstöße

Das Stück

Bühnenbild: An einem Tisch mit Computer sitzt eine Person und hat ein Headset auf. Auf der anderen Seite ein Sessel und ein Tisch mit einem Telefon. Das Telefon klingelt. Frau Kruse nimmt den Hörer ab.

Kruse: „Kruse!“

Beier: „Guten Tag, spreche ich mit Frau Kruse?“

Kruse: „Ja, am Apparat.“

Beier: „Ich rufe im Auftrag der Gesellschaft für neue Umfragen an. Hätten Sie ein paar Minuten Zeit ein paar Fragen zu beantworten?“

Kruse: „Äh, also eigentlich passt es mir gerade nicht so gut.“

Beier: „Ich verspreche Ihnen: es handelt sich hierbei nur um ein paar Minuten Ihrer Zeit.“

Kruse: „Na, gut. Dann fangen Sie mal an.“

Beier: „Vielen Dank. Wie viele Personen leben in Ihrem Haushalt?“

Kruse: „Drei, also mein Mann, mein Sohn und ich.“

Beier: „Wie viele weibliche Personen leben in Ihrem Haus?“

Kruse: „Äh, na eine.“

Beier: „Spreche ich mit dieser Person?“

Kruse: „Ist das eine ernste Frage?“

Beier: „Bitte antworten Sie nur mit 'Ja' oder 'Nein' auf diese Frage.“

Kruse: „Also 'Ja'.“

Beier: „Vielen Dank, wir beginnen jetzt mit der eigentlichen Befragung. Ich gebe Ihnen verschiedene Antwortmöglichkeiten vor und Sie nennen mir dann Ihre Einschätzung. Wenn Sie eine Bockwurst essen, nehmen Sie dazu lieber a) Mayo b) Ketchup c) weiß ich nicht.“

Kruse: „Also am liebsten esse ich sie mit Senf.“

Beier: „Diese Antwort ist nicht möglich. Sie müssen sich entscheiden.“

Kruse: „Mmmh, dann muss ich kurz nachdenken.“

Beier: „Also Antwort a) Mayo.“

Kruse: „Ja, nein ...“

Beier: „Pizza-Schachteln sind eckig, obwohl die Pizza rund ist. Wie wichtig ist Ihnen eine Anpassung der Schachteln in diesem Bereich? 'Sehr wichtig', 'richtig wichtig', 'wichtig wichtig'?“

Kruse: „Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Ich denke, es ist mir egal.“

Beier: „Bitte denken Sie nicht nach, sondern beantworten nur die Frage: Ist es Ihnen 'Sehr wichtig', 'richtig wichtig' oder 'wichtig wichtig'?“

Kruse: „Äh, dann also, das dritte.“

Beier: „Ab wie vielen Bäumen ist ein Wald ein Wald: 3, 15, 25 oder 121?“

Kruse: „Nun, so 15, denke ich.“

Beier: „Die Antwort ist falsch, es kommt auf die Größe der Bäume und der Fläche an.“

Kruse: „Ja, aber warum stellen Sie dann so eine Frage, wenn es keine richtige Antwortmöglichkeit gibt?“

Beier: „Ich lese lediglich die Fragen vor. Ein Butterbrot fällt immer auf die Butterseite, während eine Katze immer auf den Pfoten landet. Was würde passieren, wenn man der Katze Butter auf den Rücken schmieren würde? a) Fußlandung b) Rückenlandung c) Tod der Katze d) weiß ich nicht.“

Kruse: „Was sind das bitte für Fragen?“

Beier: „Bitte antworten Sie! Soll ich die Frage noch einmal wiederholen?“

Kruse: „Nein danke, ich denke es kommt auf die Menge der Butter an. Wie waren noch mal die Antwortmöglichkeiten?“

Beier: „Also weiß ich nicht!“

Kruse: „Das habe ich nicht gesagt.“

Beier: „Nächste Frage: Wie wichtig sind Ihrer Meinung nach, solche Meinungsumfragen: 'Sehr wichtig', 'richtig wichtig', 'wichtig wichtig'.“

Kruse: „Diese ist scheinbar unwichtig, aber die Antwort ist wohl nicht möglich. Also grundsätzlich sind Meinungsumfragen sehr wichtig.“

Beier: „Stellen Sie sich vor: Sie könnten 90 Jahre alt werden. Die letzten 60 Jahre entweder im Körper oder mit dem Geist eines Dreißigjährigen. Wofür würden Sie sich entscheiden? a) Körper b) Geist c) weiß ich nicht.“

Kruse: „Das finde ich mal eine gute Frage. Was wäre Ihnen denn lieber?“

Beier: „Ich äh, also, ich wiederhole die Frage.“

Kruse: „Ich hab das schon verstanden, aber was denken Sie darüber?“

Beier: „Ich äh, also, das steht hier nicht.“

Kruse: „Ja, aber haben Sie denn noch nie darüber nachgedacht, schließlich fragen Sie doch andere auch danach?“

Beier: „Äh, nein, das gehört nicht zu meinen Aufgaben. Mein Chef gibt mir die Fragen vor und ich tippe sie in den Computer. Nächste Frage: Was ist schlimmer, etwas nicht zu schaffen, oder es nie zu probieren?“

Kruse: „Finden Sie, dass das was Sie tun Sinn macht?“

Beier: „Darüber lohnt es sich nicht nachzudenken. Es ist mein Job und da ist es besser nicht zu viel zu denken.“

Kruse: „Würden Sie gerne etwas anderes tun? Würden Sie sich wünschen, dass Ihr Leben anders verläuft?“

Beier: „Ja, aber ich weiß nicht, wie ich es anfangen soll, was, wenn ich es nicht schaffe, etwas Neues zu beginnen?“

Kruse: „Was ist schlimmer, etwas nicht zu schaffen, oder es nie zu probieren? Fangen Sie an: Selber zu denken und nicht den vorgegebenen Antworten zu folgen. Wer wagt, selbst zu denken, der wird auch selber handeln.“

LICHT AUS.

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