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Let´s celebrate

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Beim Gottesdienst sind immer alle bei der Sache? Nicht wirklich! Das folgende Anspiel soll etwas pointiert die Herzenseinstellung von verschiedenen Gottesdienstbesuchern zeigen.

Gottesdienst; Feier; Anbetung; langweilig

Das Stück

Pfr. Albert – Seit 4 Jahren Pfarrer in Hohenhaslach
Beate – Organistin, die Orgel hat für sie den gleichen Stellenwert wie für einen Biker eine Harley
Christian – Natur pur, verbringt seine Freizeit am Liebsten draußen
Doro – Witwe, regelmäßige Kirchgängerin, weiß genau, wie man sich zu benehmen hat
Ernst – Musikfreak, fährt voll auf christliche Anbetungsmusik Hillsong, Jesus Culture, Tim Hughes etc. ab
Felicitas – 40 Jahre alt, zwei Kinder, ihr Mann will nichts von Jesus wissen
Garry – Kirchengemeinderat
Hanna – Frau von Garry, sehr engagiert in der Frauenarbeit
Ian – Nerd, Computer, Handys sind sein Leben

Es ist Sonntagmorgen, genau gesagt 9.40 Uhr. Wieder einmal findet ein Gottesdienst in einem Dorf im Schwäbischen statt. Ein ganz normaler Gottesdienst? Nein! Dieser Gottesdienst zeigt bisher unveröffentlichtes Filmmaterial aus dem Himmelsarchiv. Das Besondere ist, dass nur die Gedanken der Gottesdienstbesucher zu hören sind:

Glockengeläut

Die Gottesdienstbesucher laufen nacheinander ein und setzen sich …

Pfr. Albert: "Mal sehen, wer sich heute von meinen Schäfchen zum Gottesdienst bequemen wird."

Beate: "Hoffentlich klappt das Vorspiel. Ich hab echt viel Zeit gebraucht mit dem Einüben …"

Christian: "Am besten, ich suche mir einen Platz, dass mich der Pfarrer heute mal wieder sieht. Ich glaube an Weihnachten hat er mich nicht gesehen …"

Doro (sieht Christian): "Oh, der Christian ist heute auch mal wieder da. Wahrscheinlich war ihm heute das Wetter zu schlecht. Sonst sieht man den doch nie in der Kirche."

Ernst: "Och nee, die Beate sitzt an der Orgel. Warum gibt es immer noch Leute, die auf eine so eine grausame Musik stehen?"

Felicitas: "Schade, dass ich immer allein in den Gottesdienst gehen muss. Ich würde mir so sehr wünschen, dass mein Mann Jesus kennenlernt."

Garry: "Au, das war knapp, hoffentlich ist mein Platz nicht schon besetzt."

Hanna (sieht Felicitas): "Oh Felicitas ist auch schon da. Bin ich froh, dass Garry die Kirche auch so wichtig ist …"

Ian: "Die hinterste Bank ist der beste Platz, da kann ich ungestört zocken falls der Gottesdienst mal wieder langweilig wird."

Vorspiel

Pfr. Albert (schaut befriedigt in das Kirchschiff): "Es gibt immer noch Schafe, die ich nicht kenne …"

Beate: "... jetzt geht´s looos … Bach würde sich freuen!"

Christian: "Ich glaube der Pfarrer hat mich gesehen, super. Mission erfolgreich."

Doro (bewegt vom Vorspiel): "Das hat die Beate noch nie gespielt, sehr schön!"

Ernst: "Wo sind meine Ohrenstöpsel? Ich glaube, ich werde mich mal erkundigen, wie ich einen Kurzschluss in der Orgel erzeugen kann …"

Felicitas: "Also auf Hanna bin ich in der Hinsicht schon etwas neidisch – sie muss nie alleine in die Kirche gehen. Ihr Mann Garry ist halt immer mit dabei. Gut als Kirchengemeinderat muss er wahrscheinlich auch immer da sein …"

Garry: "Eigentlich würde ich mich jetzt lieber nochmals im Bett ´rum drehen …"

Hanna: "Ob Garry sich vorher noch die Zähne geputzt hat? Ich finde hier riecht es noch nach Frühstückseiern …"

Ian: "Vorspiel? (zieht sein Handy raus) Da reicht es noch ganz gepflegt zu einer Runde Quizduell."

Einganglied

Pfr. Albert (blickt vom Gesangbuch auf): "Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich – das macht wirklich Mut für die Predigt!"

Beate: "Nach diesem Vorspiel ist das jetzt wirklich easy! Ob´s den Leuten wohl gefallen hat?"

Christian: "Um was geht es in dem Lied? Irgendwie verstehe ich das nicht so richtig. Oh, ich muss noch das Gesangbuch herumdrehen ..." (dreht schnell das Gesangbuch um)

Doro (hat Christian genau beobachtet): "Warum geht der eigentlich in den Gottesdienst? Im Wald ist der auf jeden Fall besser aufgehoben."

Ernst: "Das Fukushima der Ohren habe ich überlebt. Jetzt kann´s eigentlich nur noch besser werden. Warum singen wir eigentlich keine moderneren Lieder? Also ich finde, dass Tim Hughes einfach besser ist als Paul Gerhard …"

Felicitas: "Allein wegen dieses Liedes hat es sich wieder gelohnt in den Gottesdienst zu gehen: 'Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich; so oft ich ruf und bete, weicht alles hinter sich.'… Gott ich danke dir dafür!"

Garry: "... inzwischen bin ich doch angekommen. Dafür lohnt es sich als Kirchengemeinderat den Kopf hinzuhalten, auch wenn man nicht immer Beifall erntet: Hab ich das Haupt zum Freunde und bin geliebt bei Gott, was kann mir tun der Feinde und Widersacher Rott? Das muss ich mitnehmen für diese Woche."

Hanna: "Oh, ich muss nachher unbedingt Felicitas nochmals Mut machen für diese Woche …"

Ian: "Mist, verloren! Ah, ein Spiel reicht es noch …"

Predigt

Pfr. Albert: "Jesus, gib´ mir bitte die richtigen Worte! Du weißt, ich hatte nicht sonderlich viel Vorbereitungszeit, aber der Besuch bei der Frau Maier, deren Mann diese Woche verstorben ist, war einfach auch wichtig …"

Beate: "So jetzt ist erstmals Pause. Mal sehen, ob der Pfarrer sich auch so gut vorbereitet hat wie ich …"

Christian (schaut zum Fenster): "Oh die Sonne kommt, ich glaube es war echt die falsche Entscheidung in die Kirche zu gehen …"

Doro (beobachtet immer noch Christian): "Jetzt schaut der auch noch zum Fenster raus. Überhaupt keinen Anstand hat der Flegel – er könnte doch wenigstens so tun, als ob es ihn interessieren würde …"

Ernst: "Endlich ist die Orgel aus. Ob Paul Gerhard heute auch noch solche Musik machen würde?"

Felicitas: "Jesus, gib` mir bitte ein Wort mit für diese Woche!"

Garry: "Super, dass heute auch die jungen Leute da sind – Herr, segne Du sie …"

Hanna (schaut ihren Mann etwas missbilligend an): "Ich muss unbedingt nachher nochmals Garry sagen, er soll sich zukünftig die Zähne putzen bevor er in die Kirche geht …"

Ian: "Endlich gewonnen – mal hören, was der Pfarrer zu sagen hat …"

Pfr. Albert: "So etwas Dummes … ich glaube, mir fehlt eine Seit von meinem Predigtmanuskript …"

Beate: "Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Pfarrer einen Durchhänger hat!?"

Christian (merkt, dass er immer noch von Doro beobachtet wird und grinst ihr zu): "Na, bin ich interessanter als der Pfarrer?"

Doro (erschrickt, lächelt etwas aufgesetzt und schaut dann streng nach vorne): "Oh, er hat mich angelächelt – vielleicht ist er doch noch nicht so ein schlechter Junge. Naja, für seine Eltern kann er ja auch nichts …"

Ernst: "Ich finde, ein Gottesdienst sollte eine Feier sein – Bewegung, Spaß und Fröhlichkeit. Aber was ist das denn? Orgelmusik und eine staubtrockene Predigt …"

Felicitas: "Bin ich froh, dass der Pfarrer das jetzt nochmals wiederholt, das muss ich mir merken …"

Garry (schaut zu seiner Frau und sieht an sich runter): "Habe ich heute ein anderes Parfum oder was schaut sie mich so an? Ich glaube nach der Predigt des Pfarrers kann ich mir noch die Predigt von meiner Frau anhören …"

Hanna (schaut ihren Mann an, nickt ihm zu und blickt wieder nach vorne): "Also der Pfarrer predigt heute wirklich gut, das habe ich noch nie gehört …"

Ian: "Jesus hat bestimmt nichts dagegen, wenn ich eine kleine Pause mache … (holt wieder Handy raus) … Und weiter geht´s …"

Schlusslied

Pfr. Albert: "Danke Herr, dass du mir durchgeholfen hast!"

Beate: "So, jetzt sorge ich wieder für Stimmung!"

Christian: "Also das Schlusslied ist immer das beste Lied in einem Gottesdienst – an was das wohl liegt?"

Doro (beobachtet wieder Christian): "Oh, er singt sogar mit – ich werde ihn nachher gleich wieder für den nächsten Sonntag einladen …"

Ernst: "Ich bin überzeugt, da hat keiner etwas aus diesem Gottesdienst mitgenommen."

Felicitas: "Danke Gott, dass du mich heute wieder so reich beschenkt hast. Danke, dass du mich liebst und es so gut mit mir meinst!"

Garry: "Jesus, bitte lass mich nachher die Predigt meiner Frau auch in Geduld ertragen …"

Hanna (schnüffelt): "Ich finde der Eiergeruch ist jetzt weg, wahrscheinlich hab´ ich mir das nur eingebildet. Jesus hilf mir, dass ich diese Vorurteile bleiben lasse." (fasst die Hand von Garry und lächelt ihn lieb an)

Ian: "Mannomann, dieser Gottesdienst verging wie im Flug. Ich muss aufpassen, dass ich nachher nicht als einziger in der Kirche sitzenbleibe." (packt sein Handy weg)

Nachspiel.

Pfr. Albert: "Danke Herr, dass du es versprochen hast, dass dein Wort nie leer zurückkommt!" (eilt zum Ausgang)

Beate: "Gib´alles Beateeee!!!"

Christian: "So schnell an die frische Luft …"

Doro: "Ich glaube, der junge Mann hat es eilig. Bestimmt will er pünktlich zum Mittagessen sein."

Ernst: "Nichts wie raus hier …"

Felicitas: "So, jetzt muss ich mich beeilen – ich bin froh, dass ich in den Gottesdienst gehen konnte, aber ich möchte meine Lieben daheim nicht warten lassen. "

Garry: "So jetzt noch das Opfer zählen ..."

Hanna: " Ich werde ihm ein besonders leckeres Mittagessen machen. Ich weiß doch wie sehr er gutes Essen liebt."

Ian: "16:3 – Eigentlich kein schlechtes Ergebnis, aber warum war ich eigentlich hier?"

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Eigentlich sollte jeder Gottesdienst eine Feier sein oder? Wie kommt es, dass uns Gottesdienste langweilig vorkommen, dass wir nichts mitnehmen? Was macht den Gottesdienst zu einem Gottesdienst?

In der Bibel gibt es eine ganz bemerkenswerte Geschichte über Daniel. Über Daniel urteilten seine Feinde: „Wir werden keine Sache an Daniel finden außer seinem Gottesdienst.“ Wie feierte Daniel seinen Gottesdienst? „Daniel aber hatte an seinem Söller offene Fenster gegen Jerusalem; und er fiel des Tages dreimal auf seine Kniee, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es bisher zu tun pflegte.“ Dieses Bedürfnis Gottesdienst öffentlichwirksam zu feiern war bei Daniel so groß, dass er sich auch über den königlichen Erlass hinwegsetzte, was unter normalen Umständen den Tod bedeutet hätte. Die Herzenseinstellung von Daniel machte offensichtlich jeden Gottesdienst zu einer Feier – auch wenn er diesen allein mit Gott feierte. Gott wirft dem Volk Israel vor: Ihr haltet hart an dem falschen Gottesdienst, ihr wollt euch nicht abwenden lassen (nach Jer. 8, 5) Gottesdienst der Gott gefällt, hat wenig mit den äußeren Formen zu tun, sondern vielmehr mit meiner Herzenseinstellung. Ähnlich drückt sich auch Paulus aus, wenn er an die Römer (12, 1) schreibt: „Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sein euer vernünftiger Gottesdienst“ Oder denken wir an das Gleichnis, das Jesus über den Pharisäer und den Zöllner im Tempel erzählt…
Wenn wir bereit sind, uns von ihm verändern zu lassen, dann wird jeder Gottesdienst eine Feier. ER ladet uns dazu ein!

Es wurde im Vorfeld pantomimisch gespielt und mit einer Videokamera aufgenommen. Bei der Aufführung wird der "Stummfilm" gezeigt und die Schauspieler sprechen im Hintergrund die Gedanken, die sie während dem Gottesdienst hatten.

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