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Grab mit Aussicht

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Informationen:

Streit zwischen Joseph von Arimathiä und seiner Frau wegen des verliehenen Hochzeitsgrabes

... oder konnte er es doch? Ist die Auferstehung wirklich?

Das Stück

Personen:
Joseph von Arimathäa (gutmütig, aber sich verteidigend)
Frau Joseph (direkt, mit einem starken Sinn für Besitz)
Gärtner

Frau Joseph (aufgeregt): "Wie konntest du nur?"

Joseph: "Ich dachte unter diesen Umständen wäre das das Richtige!"

Frau Joseph: "Das Richtige! Unser Familiengrab diesem – wie heißt er noch? – Kerl von Nazareth zu geben!"

Joseph: "Er heißt Jesus."

Frau Joseph: "Es ist mir egal, wie er heißt. Aber was mir nicht egal ist, ist, dass du unser Familiengrab verschenkt hast, ohne mir was zu sagen."

Joseph: "Ich sage es dir jetzt."

Frau Joseph: "Das ist ein bisschen spät, oder?"

Joseph: "Es ging nicht früher."

Frau Joseph: "Du hättest es möglich machen können."

Joseph: "Also, was hätte ich machen sollen? Die Leiche hierher zurückbringen und sagen: 'Was hältst du davon, wenn wir diesem Kerl einen Platz in unserem Familiengrab geben?'"

Frau Joseph: "Ich sehe einfach nicht ein, warum du dich darum kümmern musstest."

Joseph: "Weil er ein Grab brauchte."

Frau Joseph: "Wir brauchen ein Grab!"

Joseph: "Nicht so sehr wie er."

Frau Joseph: "Wieso?"

Joseph: "Weil er tot ist."

Frau Joseph: "Wir werden auch irgendwann tot sein. Was werden wir dann machen?"

Joseph: "Nicht viel, glaube ich."

Frau Joseph: "Du nimmst mich einfach nicht ernst. Manchmal frage ich mich, warum ich dich geheiratet habe, Joseph von Arimathäa."

Joseph (sanft): "Schau, es tut mir leid, dass ich dich geärgert habe, aber was passiert ist, ist passiert. Wir können immer noch ein neues Grab kriegen."

Frau Joseph: "Aber dieses war ein Besonderes."

Joseph: "Ich weiß, was es dir bedeutet hat."

Frau Joseph: "Es hätte dir auch eine Menge bedeuten sollen. Es war ein Hochzeitsgeschenk."

Joseph: "Ich kenne niemanden außer deiner Mutter, der jemandem ein Grab zur Hochzeit schenken würde."

Frau Joseph: "Sprich nicht in diesem Ton über meine Mutter!"

Joseph: "Tut mir leid."

Frau Joseph: "Es war sehr weitsichtig von ihr."

Joseph: "Sicher. Aber ehrlich, ich wusste nicht, was ich sagen sollte, als sie uns dahin führte, um es zu besichtigen. Vielleicht: 'Danke, das ist genau das, was wir brauchen?' Oder: 'Ich kann es gar nicht abwarten, es auszuprobieren'?"

Frau Joseph: "Also egal was, alles wäre besser gewesen als das, was du tatsächlich gesagt hast."

Joseph: "Lass uns nicht wieder damit anfangen."

Frau Joseph: "Du hast gesagt, sie könnte es gerne benutzen - wann immer sie wollte."

Joseph: "Ich meinte doch nur ..."

Frau Joseph: "Ich weiß, was du gemeint hast. Du hast meine Familie noch nie gemocht. Stimmt`s?"

Joseph: "Schau mal, es ist noch genügend Platz übrig in dem Grab ..."

Frau Joseph: "Glaubst du im Ernst, dass wir es noch benutzen könnten?"

Joseph: "Ich sehe keinen Grund, warum nicht."

Frau Joseph: "Nur über meine Leiche. Dieser Mann war ein gemeiner Verbrecher!"

Joseph: "Unsinn!"

Frau Joseph: "Warum wurde er dann hingerichtet?"

Joseph: "Das waren vorgeschobene Anklagen."

Frau Joseph: "Bist du auch einer von seinen Anhängern?"

Joseph: "Ich fand einfach viele der Dinge, die er sagte, interessant."

Frau Joseph: "Interessant! Der Mann war verrückt!"

Joseph: "War er nicht!"

Frau Joseph: "Er sagte, er sei der Messias. Wenn das nicht Größenwahn ist, dann weiß ich’s auch nicht."

Joseph: "Vielleicht war er der Messias."

Frau Joseph: "Warum konnte er sich dann kein eigenes Grab leisten?"

(Gärtner klopft und tritt ein)

Gärtner: "Entschuldigung."

Frau Joseph: "Ja?"

Gärtner: "Ich suche Herrn und Frau Joseph von Arimathäa."

Joseph: "Ja."

Gärtner: "Ich bin von der Gethsemane Friedhofsverwaltung. Wir kümmern uns um die Außenanlagen Ihres Grabes ... und ... Ihre Gebühr ist überfällig."

Frau Joseph (zu Joseph): "Typisch! Du bist voller großzügiger Gesten, aber zu beschäftigt, um deine Rechnungen zu bezahlen."

Joseph (hantiert mit seinem Scheckbuch herum): "Also hier ist ein Scheck für Sie." (Er fängt an, den Scheck auszustellen)

Frau Joseph (zu dem Gärtner): "Wir brauchen Ihre Dienste nicht mehr."

Gärtner: "Sind Sie nicht zufrieden mit uns?"

Frau Joseph: "Oh, es hat nichts mit Ihnen zu tun. Ich bin ganz zufrieden mit Ihnen. Aber mit meinem Mann bin ich nicht zufrieden. ER hat unser Grab einem Fremden zur Verfügung gestellt!"

Gärtner (verlegen): "Ahhh!"

Joseph (gibt dem Gärtner den Scheck): "Hier!"

Frau Joseph: "Es war so ein schönes Grab. Finden Sie nicht?"

Gärtner: "Wie Gräber so sind."

Frau Joseph: "Es war wirklich schön. Und jetzt gehört es jemand anders."

Joseph: "Ämm ... also ich glaube ... der Herr hat noch zu tun."

Frau Joseph: "Unterbrich doch nicht! (zum Gärtner) Was würden Sie in so einem Fall tun?"

Gärtner: "Ihn darum bitten, dass ich es wiederhaben kann, denke ich."

Frau Joseph: "Dafür ist es ein bisschen spät – er ist schon tot."

Gärtner (verwirrt): "Oh, wo ist er denn?"

Frau Joseph: "Was heißt das, 'wo ist er'? Er ist in dem Grab."

Gärtner: "In Ihrem Grab?"

Frau Joseph: "Hört mir jemals einer zu, wenn ich etwas sage? Natürlich ist er in unserem Grab."

Gärtner: "Ich bin nur überrascht! Ich habe ihn heute morgen da nicht gesehen."

Joseph: "Das wäre ja auch nicht gegangen durch den Stein hindurch."

Gärtner: "Aber da war gar kein Stein vor dem Eingang."

Joseph: "Doch."

Gärtner: "Nein."

Joseph: "Doch."

Gärtner: "Nein."

Joseph: "Da muss einer gewesen sein. Ich habe ihn selbst dahingerollt."

Gärtner: "Ich fürchte, da war keiner. Und so weit ich sehen konnte, schien das Grab auch ziemlich leer zu sein. Aber entschuldigen Sie mich. Ich muss jetzt wirklich gehen." (geht)

Frau Joseph (erfreut): "Unser Grab ist wieder leer!"

Joseph (befremdet): "Das müssen Grabräuber gewesen sein."

Frau Joseph (beachtet Joseph nicht): "Leer."

Joseph (beachtet Frau Joseph nicht): "Grabräuber."

Frau Joseph: "Keine ekligen Fremden, die es verunstalten."

Joseph: "Ich verstehe nur nicht, wie sie an den Wachen vorbei kamen."

Frau Joseph: "Nun können wir es benutzen, wann immer wir wollen."

Joseph: "Aber er konnte sich doch unmöglich alleine daraus befreit haben, oder?"

Frau Joseph: "Unser Hochzeitsgrab."

Joseph: "... oder konnte er es doch?"

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Der letzte Satz von Joseph darf auf keinen Fall untergehen!

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