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Herr Grübel schreibt

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Informationen:

  • < 5 Minuten
  • Allgemein

Herr Grübel hat sich ein Jammerbuch zugelegt. Schon damals, als das ganze Unglück anfing. Er möchte es nicht mehr missen. Seine Gattin sagt "es ist doch nicht normal, wenn jemand so etwas aufschreibt, was du aufschreibst", aber lesen Sie selbst ...

Herr Grübel schreibt, Vergebung, Schuld

Das Stück

Horst: "Guten Abend, mein Name ist Horst Grübel. Ich bin arbeitslos, oder inzwischen Rentner – ganz wie Sie wollen. Nach 15 Jahren einfach abserviert. Meine Kinder haben mich auch abgeschrieben, die sehe ich noch alle Jubeljahre. Das nehme ich ihnen übel, das muss ich sagen. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehn. Stattdessen habe ich das hier (er hält ein Buch hoch). Da hinein notiere ich wichtige Dinge. Erika meint, die Aufschreiberei ginge ihr auf den Wecker, das wäre nicht normal, dass jemand so was aufschreibt, was ich aufschreibe." (Er liest in dem Buch)

Erika kommt herein.

Erika: "Du und dein Jammerbuch, das geht mir auf den Wecker, das ist doch nicht normal wenn jemand aufschreibt, was du aufschreibst."

Horst (zum Publikum): "Sehen Sie?"

Erika: "Da brauchst du gar nicht die Leute um Verständnis bitten, du hast auch nie Verständnis, das ist das Problem."

Horst: "Morgen fahren wir zu meiner Mutter – die hat Verständnis, da brauche ich mein Notizbuch nicht."

Erika: "Sagtest du 'wir'? Deine Mutter geht mir auch auf den Wecker."

Horst: "Aha, das merk ich mir." (zückt sein Notizbuch und schreibt etwas)

Erika: "Ja, schreib es nur wieder auf, dadurch wird es auch nicht anders."

Horst: "Ich darf die Beleidigungen nicht vergessen, all diese Demütigungen, sonst könnte ich es nicht ertragen. Ich müsste sonst denken, es läge an mir, dass alles schief geht in meinem Leben." (er fängt fast an zu weinen)

Erika (streicht ihm über die Backe): "Jetzt komm, es tut mir leid, ich hab es nicht so gemeint."

Horst (zum Publikum): "Es tut ihr leid – das sagt sich so leicht, aber das kann ich nicht ernst nehmen. Ich kann überhaupt nichts ernst nehmen, wenn jemand mich um Entschuldigung bittet. Hier – das war mein erster Eintrag (er blättert zurück) '4. Februar 1968. Manfred S. hat sich entschuldigt wegen ...'"

Erika: "Dass er sich noch dafür entschuldigt (lacht), da hattest du Glück."

Horst: "Nein, Manfred S. Ich war verliebt, das erste Mal, und dann kommt er mir in die Quere."

Erika: "Das erlebt doch jeder mal, das ist doch kein Beinbruch und außerdem hättest du mich dann nicht."

Horst: "Ach – sei doch still! (zum Publikum) Das war der Anfang von dem ganzen Unglück. Danach habe ich das Buch gekauft."

Erika (greift nach seinem Buch): "Ich sage dir was: Dieses Buch hier, das ist dein Unglück!"

Horst (weicht zurück): "Ich habe wirklich nur die ganz schlimmen Dinge aufgeschrieben, (er blättert) Seite 263: '1. April '92 – mein Kollege schickt mich in den Keller – ich soll eine Saldenzange holen'. (zum Publikum) Eine halbe Stunde hat er mich suchen lassen."

Erika (zum Publikum): "Ein Aprilscherz, und er schreibt es sich auf. (zu Horst) Du bist unmöglich, (zornig, will das Buch greifen) schmeiß endlich dieses Buch weg, man muss doch auch mal was vergessen können!"

Horst weicht zurück, und stolpert über einen Stuhl und kommt fast zu Fall.

Horst (rappelt sich auf, zum Publikum): "Hat da jemand gelacht? (Er zückt das Buch und schreibt hinein) Das werde ich mir merken."

Erika hält sich die Hand an den Kopf.

ENDE.

Anmerkungen des Autors

Vergebung - Ein Lebensstil

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