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Die Autofahrt

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Ein Ehepaar fährt im Auto zu einem Besuch bei Freunden und gerät dabei in kommunikative Missverständnisse über den Weg und männliche und weibliche Eigenarten.

Die Autofahrt, Kommunikation, Ehe

Das Stück

Ein Ehepaar (Ester und Sebastian) sitzt gemeinsam im Auto, er auf dem Fahrer-, sie auf dem Beifahrersitz.

Ester: „Ich freu mich schon darauf, Wolfgang und Marianne endlich wiederzusehen. Das letzte Treffen ist inzwischen schon so lange her. Ich bin echt gespannt, was es da so alles Neues gibt. Du auch?“

Sebastian: „Hm.“

Ester: „Du hast doch erst vorgestern mit Wolfgang telefoniert, was hat er denn so erzählt?“

Sebastian: „Keine Ahnung!“

Ester: „Ihr habt eine halbe Stunde telefoniert, da muss er ja wohl was erzählt haben?!“

Sebastian: „Ich soll die Rohrzange mitbringen, hat er gesagt.“

Ester: „Das dauert doch keine halbe Stunde. Wie kommt er denn mit dem neuen Job klar? Was machen die Kinder in der Schule? Wie haben sich Wolfgang und Marianne inzwischen eingelebt? Sebastian muss doch irgendwas erzählt haben.“

Sebastian: „Das weiß ich doch nicht, frag ihn doch gleich selber.“

Ester: „Ich versteh nicht, wie Männer so lange miteinander reden können, ohne sich irgendwas zu erzählen!“

Sebastian: „Hört, hört.“

Beide schweigen für eine Zeit.

Ester: „Müssten wir nicht langsam da sein?“

Sebastian: „Mh.“

Beide schweigen für eine Zeit.

Ester: „Bist du sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind?“

Sebastian: „Ja, ich hab doch vorher nachgeguckt.“

Beide schweigen für eine Zeit.

Ester: „Das kommt mir jetzt langsam echt seltsam vor. Wir müssten doch schon längst in Ennepetal sein!“

Sebastian (leicht genervt): „Dann sieh doch auf der Karte nach.“

Ester: „Wo ist denn die Karte?“

Sebastian (noch etwas genervter): „Da wo sie immer ist, im Handschuhfach.“

Ester: „Du musst mich ja nicht gleich so anranzen.“

Faltet umständlich die Karte auseinander und zerknubbelt sie dabei völlig.

Sebastian (wirft ab und zu einen Blick nach rechts und schüttelt mit dem Kopf): „Wirst du damit heute noch fertig?“

Ester (kämpft nach wie vor mit der Landkarte): „Ich weiß wirklich nicht, warum sich diese Dinger immer so blöd anstellen. (fährt mit dem Finger umständlich auf der Landkarte rum) „Auf welcher Straße sind wir denn?“

Sebastian: „Auf der B7.“

Ester (fährt weiter umständlich mit dem Finger auf der Landkarte rum): „Ich hab sie!“

Sebastian (sarkastisch): „Herzlichen Glückwunsch! – Wir müssen gleich irgendwo abbiegen, glaub ich, schau bitte mal nach wo.“

Ester: „Wir müssen gleich da vorne links abbiegen.“

Sebastian biegt nach einer kurzen Zeit links ab.

Ester (entsetzt): „Warum bist du denn jetzt hier abgebogen?“

Sebastian: „Du hast doch gesagt, ich muss hier links abbiegen!“

Ester (betreten): „Entschuldigung, ich meinte rechts. Kannst du hier nicht drehen?“

Sebastian (genervt): „Nee, natürlich nicht, das ist ne Einbahnstraße.“

Ester: „Tut mir leid.“

Sebastian: „Ja, mir auch.“

Fährt eine Weile.

Ester: „Da vorne steht ein Mann. Sollen wir den mal fragen, wie wir zu Wolfgang und Marianne kommen?“

Sebastian fährt einfach weiter.

Ester: „Warum hast du denn nicht angehalten?“

Sebastian: „Bist du bescheuert? Ich bin doch kein Trottel. Ich finde den Weg alleine.“

Ester (guckt auf die Uhr): „Wir sind schon echt spät dran. Das ist wirklich nicht die richtige Zeit um hier den Helden zu spielen.“

Sebastian: „Was soll das denn schon wieder, du hast uns doch erst in diese Situation gebracht.“

Ester: „Das ist ja mal wieder echt typisch. Du weigerst dich, anzuhalten und zu fragen und ich bin schuld.“

Sebastian: „Wenn du rechts und links unterscheiden könntest, wären wir jetzt schon da und nicht hier.“

Ester: „Das hilft uns jetzt auch nicht weiter, du fährst die ganze Zeit in die falsche Richtung und wir kommen viel zu spät.“

Ester sucht verzweifelt und wie wild auf der Karte rum.

Sebastian: „Ich fahr nicht in die falsche Richtung, ich hab alles unter Kontrolle. Außerdem hat Christoph Kolumbus auch nicht nach dem Weg gefragt. (dann genervt) Kannst du nicht endlich mit der Raschelei aufhören, ich muss mich hier konzentrieren.“

Ester (seufzt, lehnt sich zurück und kreuzt die Arme über der Brust): „Na dann mach mal, Kolumbus.“

Sebastian: „Sehr witzig. Anstatt hier Sprüche zu klopfen solltest du lieber mal bei Wolfgang und Marianne anrufen und sagen, dass wir etwas später kommen.“

Ester kramt in ihrer riesigen Handtasche rum.

Sebastian: „Warum ihr Frauen immer diese Koffer mit euch rumschleppt, wo ihr nie was drin findet!“

Ester (hält triumphierend das Handy hoch): „Ich hab’s! (und drückt dann auf den Tasten rum) Mist, der Akku ist leer!“

Sebastian: „Na super, warum überrascht mich das jetzt nicht?!“

Ester: „Ich weiß echt nicht, warum du immer so gemein zu mir bist.“

Sebastian: „Ich bin nicht gemein zu dir, du treibst mich mit deiner Schusseligkeit nur einfach in den Wahnsinn.“

Ester schnieft gekränkt

Beide schweigen eine Zeit. Sebastian guckt ab und zu nach rechts auf seine gekränkte Frau.

Sebastian (seufzt): „Es tut mir leid, ich hab’s nicht so gemeint.“ (Nimmt mit der rechten Hand ihre linke Hand und drückt sie)

Ester: „Ist schon ok. Ich frag mich nur, wie wir zu Wolfgang und Marianne kommen.“

Sebastian: „Wir sind ja gleich da. Ich hab dir doch gesagt, ich hab alles unter Kontrolle.“

Ester: „Wie hast du das denn hingekriegt?“

Sebastian: „Tja, wenn ich ehrlich bin, war das wohl Zufall. Vermutlich war links abbiegen eben doch richtig.“

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Das Stück wurde bei einem Gästegottesdienst zum Thema Kommunikation aufgeführt.

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