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Von Prinzessinnen und bösen Stiefschwestern

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Jugend

Zwei Märchengestalten unterhalten sich: Die hübsche Prinzessin und die böse Stieftochter. Über Klischees, die alle einschränken

Rollen, Frauen, Klischees, Märchen, Fantasie, Prinzessin, gut und böse

Das Stück

Eine sehr hübsche Prinzessin (Anastasia) kommt stinksauer reingelaufen und pfeffert ihr Krönchen in die Ecke; in der Nähe, sehr versteckt sitzt eine nicht so schöne Prinzessin/ Hexe (Crudmilla) und wimmert leise vor sich hin

Anastasia: „Ich hab die Nase voll! Und zwar so was von voll! Was ist denn das für eine blöde Dauerschleife? Oh, Prinzessin Anastasia, wie hübsch ihr seid, wie sittsam und wie arm dran wegen dieser blöden Stiefmutter … blabla. Jaja, und ich lächle nett und winke und sonst? Sonst ist gar nichts los! Keiner fragt mich, welche Vorstellungen ich vom Leben habe. Hauptsache, ich bin hübsch, sittsam und arm dran! Grrr! (tritt nach etwas oder so ähnlich, setzt sich 'trotzig' irgendwo hin, guckt böse) … nanu? Was ist denn das für ein seltsames Geräusch? (schaut sich um, entdeckt die wimmernde Gestalt) Äh … oh … (räuspert sich) Anastasia, nimm Haltung an, schließlich ist da eine Person in Not! Und du bist doch die gute Prinzessin! (streckt sich, streicht ihr Kleidchen glatt, rückt das Krönchen grade, räuspert noch einmal, geht vorsichtig-neugierig auf die Person zu) Entschuldigen Sie, holde Person in Nöten, deren Namen ich nicht kenne … welcher Umstand führt sie zu dieser Trauer?“

Crudmilla (schluchzt!): „Ahhh, es ist alles so schrecklich! Mein Leben ist verwirkt!“

Anastasia: „Aber, aber, meine Liebe … wer wird denn solch ein vorschnelles Urteil fällen?“

Crudmilla: „ALLE! Und das ist ja das Problem! Von wegen 'Meine Liebe' – ich bin nicht lieb, denn ich bin immer nur für alle die Böse! Die böse Stiefschwester von Aschenputtel bin ich. Crudmilla übrigens, wenn ich vorstellen darf.“

Anastasia: „Oh, wie unhöflich von mir. Ich bin Anastasia.“

Crudmilla: „Allein unsere Namen! Hör dir das doch mal an! Crudmilla! Da kriegt man doch schon Gänsehaut! Und so geht es weiter: Ich bin hässlich, ich bin dümmlich, ich bin böse … immer nur bin ich böse, hässlich und dümmlich. Ich krieg nie den Prinzen, ich bin immer diejenige, die von allen verachtet wird. Und ... (fängt wieder an zu weinen) … dabei will ich das gar nicht sein! Okeee, am Anfang hat mir das vielleicht auch ein klitzekleines bisschen Spaß gemacht, dieses Blondchen zu mobben, ihr die niedrigste Hausarbeit zu geben und mich lustig drüber zu machen. Aber dann … fand ich das nicht richtig. Aber ich MUSSTE weiter so böse sein!“

Anastasia: „Oh, Crudmilla! Du erinnerst mich irgendwie an meine Stiefschwe… Ah, egal. Es ist doch unfair! Du steckst in deiner Rolle fest, genau wie ich in meiner. Ich bin immer das arme Opfer, das aber zum Schluss alles kriegt, weil irgendein starker Held oder eine kleine Fee mich rettet. Und ... (wird lauter) auf diese angepasste Prinzessinnenparade da habe ich einfach keine Lust mehr drauf! (ganz peinlich berührt) Oh, Entschuldigung, ich wollte nicht unhöflich und laut sein … aber weißt du, manchmal möchte ich auch einfach … hach! Mal meiner Stiefschwester die Meinung sagen, als immer unterwürfig die Hausarbeit zu machen und auf die gute Fee zu warten.“

Crudmilla: „Haha, stell dir das mal vor! Die böse Stieftochter trampelt grade mal wieder auf den Gefühlen der armen hübschen Prinzessin herum und die sagt: 'Halt die Klappe und kümmere dich um deine eigenen Probleme!' – ui, da wär aber was los!“

Anastasia (muss erst laut lachen, dann wird es ein kleines, anständiges Prinzessinnen-Lachen) *räusper*: "Oh, Entschuldigung!“

Crudmilla: „Hör auf, dich zu entschuldigen, wenn du mal nicht die Liebe bist! Das ist schon ok, glaub mir!“

Anastasia: „Also gut. Hihi, die Vorstellung ist köstlich! So ein Königreich, das wäre schön, wo es nicht nur Gute und Böse gibt, sondern wo man einfach ein bisschen mehr ist.“

Crudmilla: „Und wo man nicht bis in alle Ewigkeit auf seine Rolle festgelegt wird … wenn man nicht gestorben ist …“

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Wir haben das auf einem Mädchenabend vorgespielt. Man braucht nur ein schickes und ein schäbiges Kleid, schon ist die Verkleidung fertig.
Kam bei den Mädels gut an.

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