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Der Feigenbaum

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Informationen:

  • < 5 Minuten
  • Kinder, Allgemein

Das Stück greift das Gleichnisse vom Feigenbaum auf, der mit Geduld und Pflege doch noch Früchte bringt. Sie zieht die Parallele zu Erziehung und Jugendarbeit, bei der mit Geduld und mit Hilfe von Freunden aus einem scheinbaren Versager doch noch ein erfolgreicher Mensch wächst.

Der Feigenbaum, Wachstum, Reife, Erziehung, Geduld, Pfadfinder, Gleichnis vom Feigenbaum

Das Stück



1) Rahmenhandlung: Stuhlkreis im Pfadfindertreff der Royal Ranger



Leiter: "Wie war eure Woche?"

Anton: "Hab 'ne Englischarbeit geschrieben."

Fritz: "Und ich hab ne Mathearbeit wiederbekommen, 'ne Fünf."

Leiter: "Und, ist es schlimm?"

Fritz: "Schon, ich strenge mich ja an, aber es bringt irgendwie nichts. Meine Mutter sagt, ich muss wohl die Schule wechseln."

Leiter: "Na, ich verstehe, dass du dir Sorgen machst. Aber ich will euch eine Geschichte erzählen."



2) Pantomime: Der Leiter liest vor, die jungen Pfadfinder übernehmen die Rollen



Leiter: "In einem Garten standen zwei Bäume. Der Gärtner hatte sie vor ein paar Jahren gepflanzt. Einen Feigenbaum nahe am Haus vorne am Eingangstor, einen Apfelbaum hinten am Bach. Sie waren gut angewachsen, aber noch zu jung, um Früchte zu tragen. Jahr für Jahr war der Apfelbaum am Bach gewachsen."

Der Apfelbaum streckt seine Arme in die Luft und steigt auf den Stuhl.

Leiter: "Der andere Baum aber wollte nicht recht wachsen."

Der Feigenbaum hebt die Arme nur halb, bleibt sitzen.

Leiter: "Schließlich trug der Apfelbaum seine ersten Früchte, schöne saftige Äpfel."

Die anderen Ranger hängen ein paar Äpfel an die Hände des Apfelbaums.

Leiter: "Der andere Baum saugte das Wasser aus dem Boden und presste den Saft in die Zweige, aber es war zu wenig, seine Blätter wurden trocken und er trug keine Früchte."

Der Feigenbaum lässt die Arme tiefer sinken.

Leiter: "Die Frau des Gärtners verlor die Geduld und sagte: 'Ich mag den Baum nicht mehr sehen, er sieht so trostlos aus. Hau ihn um und pflanz mir dort eine Rose'!"

Die Frau erntet die Äpfel. Zeigt dann auf den Feigenbaum und macht eine Sägebewegung.

Leiter: "Aber der Gärtner antwortete: 'Es ist ein guter Baum, ich will ihn hegen und pflegen, vielleicht wird ja noch etwas aus ihm. Gib ihm noch ein Jahr Zeit.' Und er betrachtete den Baum."

Der Gärtner fasst den Feigenbaum an den Arm und hebt ihn etwas an, legt sein Ohr an die Brust. Kratzt sich am Kopf und blättert in einem Buch.

Leiter: "Der Gärtner dachte, dem Baum fehlt doch etwas. Und er las in seinem Gartenbuch: 'Der Ficus carica stammt vom Mittelmeer, deshalb hat er es gerne feucht und warm. Er benötigt recht hohe Mengen an Nährstoffen und täglich für mindestens drei Stunden Sonne. Optimal ist ein geschützter Pflanzort in einem Innenhof oder einer Hausecke.'
Ah, Sonne und Schutz hat er, aber ich sollte ihn düngen und gießen."

Der Gärtner gießt mit der Gießkanne.

Der Feigenbaum hebt die Arme hoch, steht auf (noch nicht auf den Stuhl) aber lässt sich bald wieder hängen.

Leiter: "Der Gärtner dachte bei sich: 'Was soll ich nur tun, soviel kann ich gar nicht gießen, wie er braucht.' Und seine Frau schüttelte den Kopf."

Die Frau stemmt die Arme in die Hüften und deutet eine Axt an.

Leiter: "Der Gärtner aber gab nicht auf."

Der Gärtner wackelt abwehrend mit dem ausgestreckten Zeigefinger und greift zum Telefon.

Leiter: "Und in der Nacht kamen seine Freunde und rumorten im Garten. Seine Frau fragte: 'Was geht da vor? Ich höre Geräusche im Garten.' Aber er beruhigte sie."

Die Ranger kommen mit Schaufeln und Schubkarre, heben einen Graben aus und fahren die Erde ab. Schwitzen und müssen den Rücken strecken … setzten sich wieder.

Leiter: "Und dann begann der Baum zu wachsen."

Der Feigenbaum steigt auch auf den Stuhl und hebt die Hände.

Leiter: "Und im nächsten Jahr hingen nicht nur Äpfel am Baum, sondern auch der Feigenbaum trug saftige Früchte."

Alle hängen Früchte an die Hände, die Frau erntet eine Feige und kostet. Nickt mit dem Kopf und klopft dem Gärtner auf die Schulter. Alle setzen sich wieder.



3) Fortsetzung der Rahmenhandlung



Anton: "Häh, was soll das bedeuten?"

Frau: "Ich glaube, das ist eine Gleichung."

Leiter: "Du meinst Gleichnis? Ja, genau. Fritz, verstehst du das Gleichnis?"

Fritz: "Manchmal muss man Geduld haben?"

Leiter: "Und ein bisschen Hilfe. Lies uns mal Psalm 1 Vers 3 vor!"

Fritz: "Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm."

Leiter: "Wie wäre es, wenn dir einer der Pfadranger ein bisschen Nachhilfe geben würde? Mal sehen, was ich machen kann. Genug für heute. Alle Zeit bereit?"

Alle: "Alle Zeit bereit für Jesus." (Ranger gehen raus)



4) Nachspiel



Leiter: "Fritz blieb noch ein Jahr bei den Kundschaftern, dann wechselte er zu den großen Rangern. Noch Jahre später traf ich ihn manchmal. 'Hallo Fritz, kannst du noch die Mitternachtsformel?'"

Pfadfinder (aus dem Publikum heraus sagt ein jugendlicher Pfadfinder wie aus der Pistole geschossen die Formel zur Lösung quadratischer Gleichungen auf): "x= -b/2 +/- Wurzel(b²/4² - c)."

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Gut geeignet, um mit Kindern Theater zu spielen, die noch zu jung sind, um Text zu lernen und frei zu spielen. Die Rahmenhandlung ist sehr knapp, dann geht das Stück in eine Pantomime mit einem Sprecher über.

Der besondere Reiz liegt in der Variation von Pantomime mit Materialtheater, wenn die "Bäume" mit echtem Obst behängt werden.

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