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Hessische Weihnacht

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Informationen:

  • 15-30 Minuten
  • Weihnachten, Dialekt und Mundart

Die drei Weisen folgen dem Stern und finden das Kind

Hessische Weihnacht, Krippenspiel, Hessisch, Dialekt, Krippen, Weisen

Das Stück



1. Szene

Die Weisen begegnen sich.

Die drei Darsteller sitzen im Publikum und erheben sich bei ihrem 1. Auftritt. Am Schluss der Szene stehen sie vor dem verschlossenen Vorhang.
Jeder hat ein Fernrohr
Balthasar hat einen schwarzen Bart
Kaspar hat eine Schatztruhe dabei
Melchior einen Turban auf dem Kopf

Technik - Stern auf Vorhang projizieren

Kaspar: "Ei der daus! Was in denn des am Himmel dort obbe? Das is awwer en helle Stern!"

Melchior: "Aach da is er widder! Des Sternsche mit seim Schweif, des ich schon dehoam gesehe hab. Da will ich mich jetzt awwer spurte, vor ich den Stern widder aus de Aache verlier!" (eilt zur Bühne)

Balthasar: "Ja, glaabste des! Da funkelts am Sternehimmel ganz doll. Ich bin schon ganz geblendet. Wenn ich noch länger in mein Fernrohr schaue tu, dann bin ich blind."

Melchior (stößt auf den Weg zur Bühne mit Kaspar zusammen): "Mit wem bin ich denn da angestoße? Kannst ne tuffpasse, ich habs eilig!"

Kaspar: "Darf ich mich erst emol vorstelle? Ich bin de Kaspar und komm aus Persien. Ich bin de Schatzmeister von dem König dort."

Melchior: "Ach was! Na, dann kimmste aach net von hier."

Kaspar: "Un wer bist denn du eischentlich?"

Melchior: "Ich bin noch ganz perplex, weil ich mit dir zusammen gestoße bin. Also: Ich bin de Melchior, König von Arabien, un ich folsch dem Stern da obbe. Un bevor ich den widder nimmer seh, geh ich schnell wieder!"

Kaspar: "Ei des gibt es ja net! Ich folg aach dem Stern, Hoheit!"

Melchior: "Ei, da lass uns zusamme weitergehe! Un des mit der Hoheit vegiss man schnell. Es soll mich hier kaaner erkenne."

Jetzt taucht auch Balthasar auf

Balthasar: "He, ihr beide. Bleibt emol stehe! Ich will wohin und weiß net wo´s lang gehe tut!"

Kaspar: "Ei, du hast ja aach e Fernrohr debei!"

Balthasar: "Da obbe! (zeigt hoch) Habt der des gesehe?"

Melchior: "Ei was glaabste denn, wohie wir wolle? Wir wolle gucke, wo der Stern zu Hause is!"

Balthasar: "Dann nehmt mich mit! Ich bin aach neugierig! Ich hab nemlich de alte Schrifte studiert. Da steht drinne, dass der Stern nur scheine dut, wenn ene besondere Kenisch geborre werd. Und da hab ich mich uff de Wesch gemacht aus Saba in Afrika."

Melchior und Kaspar sind überrascht

Balthasar: "Und ich will bei de erste sei, die den huldige!"

Melchior: "Da wolle mer aach debei sei!"

Kaspar: "Ei gud, dass ich een Klumbe Gold dabei hun."

Balthasar: "Also mache mer uns uff de Wesch! Net des des Kinndsche schon erwachse is, bis mer da aakomme!"

die drei verschwinden hinter der Bühne; kurzes Zwischenspiel der Orgel



2. Szene



Im Palast des Herodes

Die drei Weisen sind noch nicht sichtbar.
Der Diener des Herodes kehrt mit einem Besen vor dem Vorhang.
Technik - Geräusche von einer Stadt (Karren auf Kopfsteinpflaster, Menschen gehen und reden…)
Die drei Weisen kommen aus der Seitentür und gehen langsam die Treppe hoch.

Melchior: "Mei ich bin ganz aus der Puste. Der Wesch war doch aach lang. Hoffentlich habbe mer in dem Städtsche hier mer Glück en neugeborene Keenisch zu finne."

kommen oben an

Kaspar: "He, du da. Kannste uns sage, wo mer sinn?"

Diener (hört auf zu kehren, stützt sich auf seinen Besen): "Ei wo kommt denn ihr hergelaafe und wisst net, wo ihr seid? Ihr steht vor dem Palast des Juddekenischs Herodes. Und ich (klopft sich auf die Brust) bin sein Diener!"

Melchior: "Aach, da habbe mer ja in Fulltreffer gelandet! Mer sein doa!"

Balthasar: "Ei sag emol, gab´s bei euch Nachwuchs?"

Diener: "Es is nimand nachgewachse!" (lacht)

Kaspar: "Mach kaa Scherzjer met uns. Wir sind von weit her hierher gekomme un lasse uns doch net von dir Hanswurscht beleidigge."

Diener: "Wollt er reinkomme? Ich kann mal den Herodes frage, ob er euch empfangen dut."

Melchior: "Geh emol und frag. Mer warte hier uff die Antwort."

Diener verschwindet hinter dem Vorhang

Balthasar: "Ich wär froh, wenn mer jetzt werklich am Ziel unserer Reise angekomme wärn."

die anderen nicken zustimmend

Diener erscheint wieder

Diener: "De Herodes lässt euch bitte. Er hat eh nix zu due."

Vorhang öffnet sich. Herodes sitzt auf seinem Thron

Diener: "Also emol ennin spaziert. Herzlich willkomme bei unserem Keenisch."

Die drei Weisen verbeugen sich

Herodes: "Was wollt ihr bei mir?"

Melchior: "Ich bin de Keenisch Melchior und kumm aus Arabien. Und des sinn mei zwee Weschgefährde, die komme aus Persien unn Saba."

Kaspar: "Unn wir wolle mal frage, ob ihr e Kinnsche bekomme habt."

Herodes: "Seid ihr von alle gudde Geister verlasse. Seit wann bekomme mer Menner die Kinnerschers?"

Kaspar: "Des war so net gemeent. Also: gab´s Nachwuchs im Palast?"

Herodes: "Net des ich´s wäss."

Balthasar: "Des verhält sich nemlich so: Mer drei hunn den Stern rechistriert, der so hell am Himmel steht."

Melchior: "Unn in meiner Bücher steht von dem, dass der nur scheine dut, wenn een ganz besonneres Kinnsche geboren sei. Unn da sinn mer dem Stern gefolgt bis hierher."

Herodes: "Ei der daus. Was ihr alles wisst! Aber ich was von keinem Bobbelsche bei uns. (zum Diener:) Dust du ebbes wisse?"

Diener: "Nee, abber mer könnt emol unser Gelehrte frage, ob die in ihre Bücher aach was devon lesen dun."

Herodes: "Geschwind, Diener. Dann frag emol bei dene und die solle alsbald zu mer komme."

Vorhang schließt sich. Der Diener kommt heraus, läuft einmal an dem Vorhang vorbei und verschwindet in der anderen Ecke wieder. Drei Gelehrte kommen aus der Mitte heraus

Gabriel: "Nee, in meine Bücher da dut nix drin stehe." Blättert verzweifelt in einem dicken Buch

Ileas: "Ich beobacht aach als de Sterne und der ist mer aach uffgefalle. Aaber ich han gedacht, des is ee besonner Konstellation von Jupiter un dem Saturn."

Henoch: "Papperlapap. Ich habs. Mer gehe nin zum Boss!"

Gabriel: "Nenn den doch net immer Boss. Sonst fange mer noch e paar hinner de Ohrn."

Vorhang öffnet sich. Herodes sitzt auf dem Thron. Die drei Weisen stehen rechts davon

Herodes: "Salve! Sagt meine Gelehrten was ihr rausbekomme habt!"

Gabriel: "In meene Bücher steht nix über des Bobbelsche."

Ileas: "Ei ich hab als emol die Sterne am Himmel des nachts beobacht. Unn des helle Sternsche is mer aach uffgefalle. Awwer ehrlich gesagt: ich hab dem kaa greeser Bedeutung bei gemesse. Halt nur ee Konstellation von mehrere Lichter am Himmel."

Herodes: "Seid ihr wohl dumm! De Herrn aus de ferne Länder, die sein weit gereist und denke debei, des des was zu bedeute hat."

Henoch: "Des denk ich aach, Bo..Herodes. Also in de heilische Bücher da han ich was gefunne: (schlägt die Bibel auf)
Hier bei dem Profete Micha steht: 'In Bethlehem, dem klaane Kaff, da soll ee Bubsche geborn wärn, der de Ferscht wern soll iwwer des ganze Volk.' Unn dann steht da noch bei Jesaja (schlägt die Seite im Buch um), des ee helle Stern am Himmel uffgeh wird, wenn de Heiland zu uns kimmt. Ich glaab, des is jetzt passiert. Nadierlich müsse mer handele."

Gabriel: "Unn aach ich glaab jetzt, des des der Heiland is, uff den wir als warte. Und der wird bestimmt de Friede bringe, den wir uns ersehne. Du, Herodes, bist ja net in de Lage emol uff de Tisch zu kloppe und endlich ee End mit de Remer zu mache."

Ileas: "Ei wie redst denn du mit unserm Keenisch."

Gabriel: "Keenisch hin un Keenisch her. Wenn des Bubsche de Ferscht iwwer uns is, dann is die Macht von unserm Herodes hie!"

Henoch: "Die auslännisch Kommissjon hat uns ja friehzeitig informiert. Gott sei Dank!"

Ileas: "Unn jetzt wisse mer aach, wo de Heiland geborn wern soll…in dem elende klaane Kaff von Bethlehem."

Herodes (zu seinen Beratern): "Schluss jetzt mit euerm Palaver! Macht des ihr rauskommt! (an die drei Weisen): Geht unn sucht sorschfeltig nach dem Bobbelsche, und wenn ihr es gefunne habt, dann sollt ihr mer Bescheid gewwe, so dass ich gehe und ihm mei Ehrerbietung erweisen kann!"

Vorhang geht zu



3. Szene



Auf dem Weg nach Bethlehem

Die drei Weisen laufen vor dem Vorhang.

Kaspar: "Jetzt kanns net mer so lang dauere, bis mer in dem klaane Kaff sein."

Balthasar: "Ja, unn de Stern is aach widder da und scheint viel heller als zuvor."

Melchior: "Ich glaab, ich kann bald net mer laofe. Die Fies dun mer verdammt weh."

Kaspar: "Ei, guggt emol. Da seh ich en Stall vor dem Kaff, da frage mer emol nach, ob des Örtsche Bethlehem heisse dut."

Der Vorhang öffnet sich und die Weisen stehen vor Maria, Josef und dem Kind.



4. Szene



An der Krippe

Nachdem sich der Vorhang geöffnet hat, stehen die Weisen vor dem Stall. Sie erschrecken.

Kaspar: "Ei derdaus, ich glaab mer sinn am Ziel. Da scheint der Stern und da is ee neugebornes Bobbelsche."

Josef: "Ganz sonder bar is die Nacht, Maria. Erst warn de Herte hier unn nu komme noch paar sonnerbare Gestalte. Unn de Dummbeutel in Bethlehem die wollte uns net habbe."

Maria: "Ei sag doch de Leut, sie solle rinn komme zu uns unn net da drauße stehe bleibe."

Josef: "He, kommt nei: Hier drinne is es ganz kuschelich, unn des Stroh hält uns warm."

Melchior: "Gudde wie? Mer komme gern zu euch rei."

Josef: "Ei, wie seid ihr denn uff uns gestoße?"

Balthasar: "Der Stern hat uns hierher geführt."

Maria: "Ei werklich? Woher kimmt er denn?"

Kaspar: "Aus ferne Lande sind mer aagereist. Unn wir suche e Bobbelsche, des de Friedensferst wärn soll."

Maria: "Ihr maant unsern klaane Jesse?"

Melchior: "Ei freilich."

Josef: "Da trifft mich de Schlaach. Unn wie ihr angezooche seid, wie ganz vornehme Herrn."

Maria: "Majestäte sin des!"

Kaspar: "Unn ihr habt des Keenichskind geborn, von dem die alte Schrifte uns verzähle."

Melchior: "Ei, lass uns des Bubsche mal angucke!"

Die drei Weisen knieen vor der Krippe.

Balthasar: "Ihm allaa geheert die Ehr unn dem gudde Herrgott im Himmel!"

Kaspar: "So wolle dem Kindsche aach was schenken: ich bring ihm Gold mit. Des kostbare Gut soll den Keenich huldige."

Melchior: "Unn ich bring ihm Myrrhe, denn wenn die Zeit kimmt, dann muss er emol erdulde viel Leid. Unn des Kraut hilft zum Heil. Mer kann dadraus ee heilig Salbeel mache."

Balthasar: "Unn ich bring de Weihrauch ihm, dem Sohn vom Herrgott. De Weihraach is de Gottesduft."

Josef: "Ei, mer sein ganz bescheemt von eure Gabe und Worte."

Maria: "Abber mer wolle uns alles zu Herze nemme un unserm Bubsche erzeele, wenn er greeßer geworn is."

Die Weisen erheben sich und verbeugen sich nochmals vor dem Kind.

Maria: "Habt Dank ihr Weise und Keeniche der Welt. Bedenkt, wann err des Kindsche verehrt, dann werd es aach emol euch helfe, wenn ers brauche dut."

Melchior: "Mer wolle euch jetzt net länger stere. Mer gehen wieder. Unn wolle des Wunner, was mer gesehe han, in aller Welt verzehle."

Kaspar: "Denn alle Leut solle es erfahrn: In Bethlehem is unser Herrgott ee klaa Bubsche geworn, damit endlich Friede wird uff de Erd."

Josef: "Dann: Gott befohle. Geht euern Wesch un de Herrgott soll euch behüte."

Maria: "Unn unser Herze dun heeher schlaache, weil ihr uns besucht habt. Solle alle Leut erfahre, wie gud es de Herrgott mit uns Mensche meine dut!"

Die Weisen verbeugen sich ein letztes Mal und gehen davon. Der Vorhang fällt.



5. Szene



Nächtliche Erscheinung

Engel und Gott unterhalten sich aus dem Technikraum. Indes setzen sich die drei Weisen vor den Vorhang und schlafen.

Gott: "Gabriel, kann ich dich grad emol spreche."

Engel: "Klar doch, mein Herrgott. Gibt’s was zum Due?"

Gott: "Ich hab grad emol runner geschaut uff die Erd, zu unserem Bobbelsche."

Engel: "Ei gel, der is süss."

Gott: "Nee eigentlich hab ich nach Jerusalem gelunzt. Zu dem annern, der uff dem Thron sitzt."

Engel: "Ei jeh …"

Gott: "Genau. Unn da han ich mitgekriecht, was der vorhat. Der will unserm Bobbelsche was andun."

Engel: "Des is doch viel zu früh. Hast de net gemeent, das der Jesse erst in 30 Jahre nach obbe komme soll?"

Gott: "Ja, unn noch veel schlimmer! Der hat unsere Weise aus dem Morjenland gesacht, die solle ihm verrate, wo des Bobbelsche zu finne sei."

Engel: "Der Dollbohrer finds ja net selber raus."

Gott: "Du musst noch emol runner uff die Erd unn denen drei sage, dass se geich ham gehe solle und net noch emol zu dem Herodes eile."

Engel: "Gut, des mach ich am besten gleich."

Gott: "Da bin ich immer froh, so gudde Bode zu han wie dich. Dan mach dich defoa."

Engel kommt aus dem Technikraum und geht durch die Reihen.

Engel: "Da wolle mer mal sehe, wo die drei hie gelaafe sein. Weit weg könne sie ja net gekomme sei, die Zugfahrer und Pilote streike ja e wieder emol."

Engel erreicht die Bühne.

Engel: "Ei da sinn se ja. Ich due am besten net uffrüddele. Dene erschein ich im Traum!"

Engel stellt sich hinter die drei und erhebt seine Arme.

Engel: "Jetzt träumt emol von mer, ihr drei Weise aus dem Morjeland. Unn hert mich sache: De Herrgott will, dass ihr gleich ham geht. Unn uff kaan Fall geht ihr widder reduhr zum Herodes."

Engel geht wieder von den Weisen weg und zu der Mitte der Bühne.

Engel: "Unn euch liewe Leut soll ich saache: Hert mer uff Euer Herz unn lasst euch net de Mut nemme von den Herrn dort obbe. Denn de Herrgott is immer bei Euch unn will euch sein Friede gebbe. Glaabt nur an ihn und sein Sohn."

Engel verschwindet hinter dem Vorhang.



6. Szene



Aufbruch nach Hause

Es wird heller auf der Bühne. (Vorher Bühnenbeleuchtung runterfahren)
Die Weisen räkeln sich und stehen auf.

Kaspar: "Hert emol her. Ich hab was geträumt. De Engel vom Herrgott hat mer gesagt, mer solle bloss net mer zum Herodes gehe."

Balthasar: "Ei was! Genau desselwe hun ich aach gedräumt!"

Melchior: "Ich aach. Dann hat des nur ans zu bedeute: Mer solle gleich ham gehe. Dann trenne sich unsere Wesche widder. Machts gut Kompane. Es war schee met euch!"

Kaspar: "Ei dann lasst uns uffbreche. Vielleicht sieht mer sich emol widder!"

Balthasar: "Dann: Gott befohle! Die Heimat ruft."

Die Weisen verlassen die Bühne und gehen auf ihre Plätze zurück.

Herodes taucht wieder auf vor der Bühne, gefolgt von seinem Diener.

Herodes: "Wo die bloss bleibe? Habbe se mer doch versproche widder zu komme. Uff die feine Herrn kann mer sich net verlasse!"

Diener: "Kumm Herodes! Die komme net mer! Lasst uns rei gehe, bevor mer uns verkelte bei dem scharfe Wind."

Die zwei verschwinden wieder hinter dem Vorhang.
Von der Seite taucht aus dem Vorhang Henoch mit seinem Buch auf.

Henoch: "Ich habs gewisst. Jahre später wird in de heilische Bücher mer zu erfahre sei von dem Bobbelsche. De Lukas und de Matthäus wern euch mer zu berichte han. Unn unser Keenich Herodes kimmt dadebei net gut rüber. Aber euch, liebe Leit, will ich mit uff des Wech gebe:
Folgt dem Stern, der dut noch heute leuchte!
Unn seht: de Herrgott hat sei Mensche gern.
Wer des begreift, dem werd die Weihnachtsfreud geschenkt!
Drum dut des weidersache, was ihr heut hier gesehn und geheert habt!
Frohe Weihnachte euch alle!"

Henoch verschwindet hinter dem Vorhang.

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Das Stück wurde uraufgeführt am 24.12.2014 in Trebur.

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