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Wofür brennst du?

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Talkshow zum Thema "Wofür brennst du", die sich am Format Markus Lanz orientiert. Zwei Gäste berichten von ihren unterschiedlichen Engagements.

Wofür brennst du ,Leidenschaft, Engagement, Interesse, Talkshow, Markus Lanz, Humor

Das Stück

Die Intromusik läuft, die Gäste sitzen bereits auf ihren Stühlen. Der Moderator kommt herein.

Moderator: "Guten Abend und herzlich willkommen zu unserer Sendung, live aus Steinen und zu so später Stunde und gut gelaunt."

Er wendet sich dem ersten Gast zu.

Moderator: „Und begrüßen zunächst mal einen Mann, der von sich sagt, eigentlich wollte ich gerne Pilot werden, mein Fluglehrer hat mir aber dringend davon abgeraten, weil er meinte, dass bei seiner Körpergröße bei der Beschleunigung das Blut zu spät ins Gehirn strömt und dann stürze man ab, bevor man überhaupt losgeflogen sei. Nichtsdestotrotz träumt er weiter seinen ganz großen Traum vom Fliegen. In seinem früheren Leben hat er die Flugzeuge der Bundeswehr repariert, heute ist er unser Gast: Herzlich willkommen, Horst Wolkenmeier."

Er wendet sich dem zweiten Gast zu.

Moderator: "Kommen wir zu unserem zweiten Gast. Sie sagt von sich, dass ihre Kindern nicht das Gleiche in der Schule durchmachen sollen, wie sie. Schule von morgens bis abends, stapelweise Hausaufgaben und keine Zeit mehr für Hobbies wie Reiten oder Ballett tanzen. Mehr Freizeit für Kinder und Lehrer, das hat sie zu ihrem ganz persönlichen Ziel gemacht: Herzlich willkommen, Sabine Müller-Kependorf."

Moderator: "Frau Müller-Kependorf, warum sollten unsere lieben Kleinen nicht den ganzen Tag in der Schule verbringen? Wir als Eltern wären doch dadurch enorm entlastet?"

Sabine: "Wissen Sie, Herr Schlanz, ich bin in einem Akademikerhaushalt aufgewachsen. Meine Mutter war Lehrerin für Latein und Deutsch, mein Vater Professor für Wirtschaftsgeschichte. Da hieß es nie: "Sabine, natürlich darfst du mit deiner Freundin ins Kino", sondern immer nur "dekliniere agricola und wie berechnet man das Bruttosozialprodukt eines mittelgroßen afrikanischen Landes"".

Moderator: „Jetzt wird sicherlich der ein oder andere hier im Raum sagen: „Ja und? Es gibt doch Schwierigeres als Lateindeklinationen und die Berechnung des Bruttosozialprodukts“?“

Sabine: „Wie hoch ist denn das Bruttosozialprodukt von Kenia?“

Moderator: „Das ist eine gute und berechtigte Frage, aber was ich eigentlich fragen wollte: Warum setzen Sie sich für mehr Freizeit unserer Schüler und Schülerinnen ein?“

Sabine: „Das wollte ich ja gerade erklären. Also, wie gesagt, ich durfte nicht mit meiner Freundin ins Kino, sondern musste dauernd daheim sitzen und lernen. Keine Freizeit. Immer nur Hausaufgaben und zusätzliche Aufgaben. Ich hatte nie wirklich Freizeit.“

Moderator: „Sind Sie mit ihrer Familie nie mal in den Urlaub gefahren? Oder mal ein Wochenende zu den Großeltern?“

Sabine: „Doch, schon. Aber dann haben wir die Unis angeschaut, an denen ich mal studieren sollte. Und meine Großeltern sind beide pensionierte Juristen. Da gabs als Gute-Nacht-Geschichte das Grundgesetz in Auszügen.“

Moderator: „Herr Wolkenmeier, ihre Mutter hat einmal über Sie gesagt, dass Sie immer einer waren, der hoch hinaus wollte.“

Horst: „ Das stimmt, ich hab bereits als Dreijähriger mit dem Fliegen angefangen. Ich hab mir die Engelsflügel vom Krippenspiel angezogen, auf den Bobbycar gesessen und ab, den nächsten Abhang runter.“

Moderator: „Dann sind Sie ja im wahrsten Sinne des Wortes hingeflogen, oder?“

Horst lächelt gequält.

Horst: „Ja, kann man so sagen. Aber meine Leidenschaft fürs Fliegen war geweckt. Seitdem hab ich jede freie Minute genutzt, um an irgendwelchen Flugapparaten zu basteln.“

Moderator: „Frau Müller-Kependorf, Sie hätten niemals mit einem Bobbycar und Engelsflügen irgendwo runter fahren dürfen, nicht wahr?“

Sabine: „Nein, obwohl ich auf diese Erfahrung bestimmt gerne verzichtet hätte. Allerdings wäre dazu ja nie Zeit gewesen.“

Moderator: „Herr Wolkenmeier, warum gerade Fliegen?“

Horst: „ Ich bin mit meinem Opa jedes Wochenende zu einem nahegelegenen Flugplatz gefahren und wir haben uns die Flugzeuge angeschaut, die dort gestartet und gelandet sind. Irgendwann wollte ich dann selbst mal in einem solchen Flugzeug sitzen – mein Opa hat mir einen Rundflug spendiert und seitdem bin ich vom Fliegen fasziniert.“

Moderator: „Hat man da nie Angst, dass man abstürzen könnte? Oder dass der Treibstoff ausgeht und die Propeller plötzlich Feuer fangen?“

Horst: „Das passiert höchstens mal bei James Bond, dass die Propeller plötzlich Feuer fangen. Das Gefühl, ganz alleine dort oben zu schweben und alles auf der Erde hinter sich zu lassen, frei zu sein, das Gefühl ist unbeschreiblich.“

Moderator: „Frau Müller-Kependorf, wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann hatten Sie in ihrer Kindheit nie das Gefühl, frei zu sein.“

Sabine: „Ich wusste höchstens, wie man Freiheit dekliniert. Aber wenn ich mir jetzt unsere Kinder ansehe, dann erkenne ich mich wieder. Nur, dass es diesmal nicht nur die Eltern sind, sondern generell unser Schulsystem.“

Moderator: „Sie beide sind ja heute in unserer Sendung, weil Sie sich jeweils für eine Sache besonders einsetzen.“

Sabine: „Genau, schön, dass Sie das endlich ansprechen. Ich bin stellvertretende Stellvertreterin der Initiative SuSbmF.“

Moderator: „SuSbmF? Was können wir uns darunter vorstellen?“

Sabine: „Initiative Schüler und Schülerinnen brauchen mehr Freizeit.“

Moderator: „Sie setzen sich also dafür ein, dass unsere Schüler und Schülerinnen mehr Freizeit haben dürfen?“

Sabine: „Das haben Sie richtig erkannt. Es kann doch nicht sein, dass unsere Kinder von morgens bis abends nur lernen müssen und die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu kurz kommen.“

Moderator: „Herr Wolkenmeier, Ihr Verein heißt „JA zum Fliegen, JA zur Freiheit.“

Horst: „Wissen Sie, Herr Schlanz, wenn man einmal dort oben war, dann will man diese Freiheit nicht mehr missen. Und wir setzen uns dafür ein, dass möglichst viele Menschen dieses Gefühl kennenlernen dürfen, egal, ob am Boden oder in der Luft.“

Moderator: „Das Gefühl von Freiheit beim Fliegen kann ich ja nachvollziehen, aber wie soll man das am Boden bekommen können?“

Horst: „Nun, allein schon der bloße Anblick eines Cockpits kann doch glücklich machen. Oder der Geruch von Kunstledersitzen, die ganzen Schalter und Lämpchen – das regt die Fantasie doch enorm an. Und außerdem ist es auf diese Weise für deutlich mehr Menschen erschwinglich, den Traum vom Fliegen zu leben. Und genau das ist mein Antrieb, dass das möglich wird.“

Moderator: „Das ist ein interessanter Ansatz, Herr Wolkenmeier, da werde ich sicherlich noch mal darüber nachdenken müssen. Frau Müller-Kependorf, Sie setzen sich mit Ihrer Initiative für eine ganz andere Sache ein. Gehe ich richtig in der Annahme, dass es um mehr Freizeit für Schülerinnen und Schüler geht?“

Sabine: „Wenn Sie sich das heutige Schulsystem anschauen, dann müssen Sie als Eltern doch wahnsinnig werden. Wann sehen Sie denn Ihre Kinder mal zuhause? Vielleicht kurz zwischen Feierabend und Tatort? Unsere Initiative setzt sich daher für eine nachhaltige und innovative Veränderung unseres Schulsystems ein. Gerade am Gymnasium muss dieser G8-Wahnsinn ein Ende haben! “

Moderator: „Und wie sieht ihr Konzept konkret aus?“

Sabine: „Danke, dass Sie das fragen, Herr Schlanz. Nun, stellen Sie sich vor, wenn unsere Schüler und Schülerinnen nicht mehr sinnlos 12 Jahre ihres Lebens auf der Schulbank drücken müssen, sondern so schnell wie möglich im Leben ankommen dürfen."

Moderator: „Das klingt nachvollziehbar. Aber was soll anstelle des G8 kommen?“

Sabine: „Wir fordern die Einführung des G1-Schulsystems; also dem Abitur direkt nach der fünften Klasse.

Moderator: „Ist das nicht ein bisschen früh, Abitur mit 10 oder 11 Jahren?“

Sabine: „Die Vorteile liegen auf der Hand – die Schüler und Schülerinnen können früher in den Arbeitsmarkt integriert werden, können das machen, was ihnen wirklich liegt und wofür sie sich interessieren."

Moderator: „Stimmt, ich hab Mathe damals auch gehasst und wäre lieber gleich Moderator beim Fernsehen geworden.“

Sabine: „Ganz nebenbei werden auch Probleme wie das niedrigere Renteineintrittsalter gelöst. Ich möchte nicht, dass unsere Schüler und Schülerinnen zu etwas gezwungen werden, das sie nicht wollen. Sie sollen es einmal besser haben als wir damals.“

Moderator: „Das war ihr Schlusswort. Ich bedanke mich bei meinen Gästen, Frau Müller-Kependorf und Herr Wolkenmeier. Schön, dass Sie bei uns waren und uns von ihren Träumen und Visionen erzählt haben. Auch ihnen, verehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, ein herzliches Dankeschön, dass Sie eingeschaltet haben. Ich verabschiede mich von Ihnen mit der Frage: „Wofür schlägt Ihr Herz? Was ist Ihnen so wichtig, dass Sie sagen würden, dafür bin ich hier, das ist mir wichtig?“ Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Mal.“

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