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Esther - oder "Hier bin ich richtig"

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Das Stück ist unsere Inszenierung des Buches Esther. Die ältere Hadessa, Königin von Persien erzählt uns diese Geschichte aus Ihrer Jugend. Es beinhaltet ein Lied, das von "Esther" oder einer Sängerin aus dem Off gesungen wird. Die Melodie findet sich auf einer Veggietales- CD, wie im Stück angegeben.

Berufung, Esther, Esther - oder "Hier bin ich richtig"

Das Stück

Szene 1

Hadessa (spricht von Downstage Right): „Seien Sie gegrüsst. Ich bin Hadessa, Königin von Persien. Ich möchte Ihnen eine Geschichte aus längst vergangen Zeiten erzählen, die bis heute überliefert ist. Diese Geschichte handelt von Esther. Esther war ein jüdisches Mädchen oder eher eine junge Frau, die bei Ihrem Vormund lebte. Ihre Eltern waren früh verstorben, und so nahm ihr Cousin Mardochai Esther bei sich auf. Er war wie ein Vater für sie, die sich kaum noch an ihre Eltern erinnerte. Zusammen wohnten sie in der Stadt Susa , in die Esthers Vorfahren vor langer Zeit verschleppt wurden. In ihrem Stadtteil war Esther sehr beliebt, weil sie- nun ja-wirklich ein sehr freundliches und hübsches Mädchen war. Mardochai und sie waren nicht reich, aber sie waren zufrieden und dankten Gott jeden Tag dafür, dass er sie versorgte.
Der König dieses Landes hieß Ahasveros. Ihnen wird er eventuell unter seinem griechischen Namen Xerxes der Erste ein Begriff sein. Sein Reich erstreckte sich von dem heutigen Bulgarien bis nach Indien und umfasste 127 Länder. Ahasveros war ein mächtiger, strenger König, der alle seine Länder und Provinzen mit starker Hand regierte.
In seinem eigenen Haus allerdings, hatte er anscheinend nicht immer die Macht und so tat Masti, seine erste Frau, was sie wollte, ohne sich darum zu kümmern, was ihr Gemahl verlangte. Da ein König aber schließlich ein König ist, empfahlen die Berater des Königs, sich von Masti zu trennen.
Um dem König eine neue Gattin zuteil werden zu lassen, wurden in den Ländern des Königreiches junge, hübsche Frauen ausgesucht, die in den Palast gebracht wurden. Nach sechsmonatiger Vorbereitung mit unzähligen Kosmetikbehandlungen wurden die Mädchen dem König vorgestellt. Unter all den Frauen sollte er sich seine Gattin auswählen.“





Szene 2

Hadessa: „Esther wurde ebenfalls zum Palast gebracht.“

Esther geht auf die Bühne. Eine Zofe kommt ihr entgegen und setzt sie DownstageLeft auf ein Kissen. Esther darf mit dem Rücken zum Publikum sitzen.

Zofe: „Ihr Stiefvater, Mardochai, machte sich Sorgen um Esther.“

Zofe geht hinten seitlich ab. Mardochai steht unten neben der Bühne rechts.

Mardochai: „Pst!“ (keine Reaktion) „PSSSSST!“

Esther: „Ist da jemand?“

Mardochai: „Esther, ich bin's.“

Esther: „Mardochai, was machst Du denn hier?“

Mardochai: „Ich muss doch schauen, ob es Dir hier gut geht.“

Esther: „Mir geht es viel zu gut! Ich werde so gut versorgt, dass der König wahrscheinlich hauptsächlich von meinem Gewicht beeindruckt sein wird, wenn die hier weiterhin so gut kochen.
Nein, wirklich, es geht mir gut. Und die anderen Mädchen sind auch sehr nett. Außerdem habe ich das schönste Zimmer bekommen. Nur...“

Mardochai: „Was ist denn?“

Esther: „Maddo, was soll ich hier? Ich würde viel lieber dir zuhause helfen. Warum bin ich hier?“

Mardochai: „Ich weiß es nicht. Aber Gott hat dich hierher gebracht. Er wird dir zeigen, was er mit dir vorhat, wenn es soweit ist.“

Esther: „Hm. Im Moment ist meine Aufgabe, mein Gesicht für Peelings und Masken herzuhalten. Sehr sinnvoll!“

Mardochai: „Sei geduldig. Und -du meine Güte- genieße diese Zeit hier. So gut wie du möchte ich es auch mal haben. Ich geh jetzt besser.“

Esther: „Bis bald und grüß alle von mir.“

Mardochai: „Tu ich. Und du denkst daran, was ich dir gesagt habe. Es muss keiner wissen...“

Esther: „...dass ich Jüdin bin. Ich werde es keinem erzählen. „

Esther zurück auf ihre Kissen. Mardochai geht ab.





Szene 3

Ahasveros und Haman betreten die Bühne. Ahasveros setzt sich auf seinen Thron und Haman stellt sich schräg dahinter.

Hadessa: „Nach einigen Tagen wurde Esther dem König vorgeführt. (Zofe führt Esther dem König vor) Er entschied sich sofort dazu, Esther zu heiraten und so wurde sie Königin. Es gab ein großes Fest in allen Provinzen zu Esthers Ehre."

Esther wird dem König vorgeführt. Er nimmt ihre Hand und geht mit ihr an den Bühnenrand. Zofe und Haman verbeugen sich neben den beiden. Esther wieder auf ihre Kissen, König ab, Haman neben den Thron.





Szene 4

Hadessa: „Mardochai suchte sich Arbeit am Königshof, so konnte er Esther ab und zu im Palast besuchen. (Mardochai über die Treppe zu Esther.) Der König hatte auch einen Assistenten, Haman. (Haman lehnt sich auf die Lehne des Throns, streicht über den Thron.) Haman genoss es sehr, durch seine Stellung Macht zu haben und ließ die Angestellten des Königs sich auch vor ihm verbeugen. Mardochai aber verbeugte sich nicht vor ihm. (Mardochai geht an Haman vorbei und über die Treppe ab. König auf seinen Thron.) Das machte Haman rasend vor Wut und er wollte Mardochai loswerden. Dass Mardochai Jude war, wusste Haman. Er mochte die Juden nicht und dachte sich einen schrecklichen Plan aus.“

Haman: „König, es gibt leider schlechte Nachrichten aus Eurem Reich. In einigen Provinzen gibt es ein Volk, dass sich den Anordnungen des Königs widersetzt. Es hält sich nicht an die Gesetze und hat furchtbare Sitten. Erlaubt mir, Euch von diesem Laster zu befreien. Ich habe viele Anhänger, die mir helfen werden, die Juden zu vernichten und ihren Besitz zu nehmen. Diese Reichtümer sollt Ihr dann bekommen, oh mein König! Siegelt nur diese Schrift und wir werden sie noch in diesem Jahr ausrotten!“

Ahasveros: „ So handle nach Deinen Vorstellungen mit diesem Volk. Durch mein Siegel wird der Erlass wirksam werden.“

König gibt ihm den Ring. Haman freut sich, verbeugt sich und geht ab.

Hadassa: „Der Erlass wurde an alle Provinzen in Persien gesandt. Unter den Juden brach Entsetzen und Verzweiflung aus. In vielen Städten fasteten und beteten die Israeliten darum, dass Gott sie erretten möge. Mardochai teilte Esther mit, was geschehen war. Er erzählte von Hamans Erlass.“





Szene 5

Mardochai: „Esther, es gibt nur eine Chance für uns. Du musst zum König gehen und ihn überzeugen, uns nicht töten zu lassen.“

Esther (etwas zickig): „Ich kann doch nicht einfach zu dem König gehen. Er hat mich schon seit über dreissig Tagen nicht mehr zu sich gerufen. Du kennst das Gesetz: Jeder, der zum König geht, ohne gerufen worden zu sein, wird mit dem Tode bestraft. Er hat sein Leben nur dann nicht verwirkt, wenn der König ihm sein Zepter entgegenstreckt.“

Mardochai: „Esther, die Lage ist ernst. Wir werden alle sterben. (streng) Und... glaubst du wirklich, dass du die Vernichtung als einzige Jüdin im Land überleben wirst, nur weil du im Palast lebst? (kurze Pause, dann etwas sanfter) Erinnerst du dich nicht mehr daran, was du mich damals gefragt hast, als du hierher kamst. Wozu Du hier bist? Vielleicht bist du Königin geworden, um uns zu retten. Vielleicht ist das Gottes Plan für Dich.“

Mardochai geht ab.

Esther (verzweifelt): „Was soll ich bloß tun? Oh Gott, sag mir wie!“





Szene 6

Sängerin aus dem Off oder Esther singt:
Melodie „THE BATTLE IS NOT OURS“ – Veggietales, VeggieTunes Volume 3 VeggieTales CD

Esther (oder Sängerin aus dem Off): „Sag mir wie, weil ich nicht versteh.
Sag mir wie, und ob ich deinen Weg geh.
Sag mir wie, weil ich hier keinen Ausweg seh.
Was Herr, soll ich tun?
Dies ist nicht unser Kampf
Wir flehn’ Dich an oh Gott,
dass du die Rettung schenken wirst
und hilfst aus unsrer Not.
Ich werd nicht ängstlich sein,
ich bleibe aufrecht stehn.
Gott hält mich fest in seiner Hand
Und wird mir voraus gehn!
Gott hält mich fest in seiner Hand
Und wird mir voraus gehn!
Dies ist nicht unser Kampf.
Wir flehn’ Dich an oh Gott,
dass du die Rettung schenken wirst
und hilfst aus unsrer Not.“





Szene 7

Hadassa: „Esther beschloss, drei Tage zu fasten und zu beten. Mardochai sollte allen Juden in Susa sagen, dass sie dies auch tun sollten. Am dritten Fastentag schließlich, ging Esther zum König. Der König freute sich über ihren Besuch und streckte ihr sein Zepter entgegen. So konnte sie den König sprechen.“

Esther: „Mein König, rette mir und meinem Volk das Leben. Man hat sich gegen mich und mein Volk verschworen und will uns ausrotten. Niemand von uns soll am Leben bleiben.“

Ahasveros: „Wer wagt, so etwas zu tun? Wo ist dieser Verbrecher zu finden?“

Hadassa: „Esther konnte dem König alles erzählen und Haman wurde verhaftet. (König nimmt Haman den Ring ab.) Der König konnte den Erlass zur Tötung der Juden nicht mehr zurücknehmen, doch er erlaubte Esther, einen neuen Erlass zu verfassen. (Mardochai kommt dazu, bekommt den Ring des Königs.) Mardochai beriet Esther und so verfassten sie die Anweisung, dass die Juden nicht länger Verfolgte waren, sondern sich jederzeit wehren durften, wenn sie angegriffen wurden. Daraufhin wurde Mardochai der Berater des Königs. Alle im Land hörten davon, und niemand traute sich, die Juden anzugreifen. Zwar habe ich heute meinen hebräischen Namen gewählt, aber sie haben sicherlich bereits bemerkt, dass dies meine Geschichte ist. Gott hat mich an diesen Platz gestellt. Dort war ich richtig. Das war meine Aufgabe. Er ließ mich Königin von Persien werden, damit er sein Volk durch mich retten konnte.“

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Das Anspiel ist nicht ganz kurz, daher gab es danach nur eine kurze Predigt zum Thema "Berufung" oder "Hier bin ich richtig"

Licht: Bühnenbeleuchtung, während des Liedes NUR Spot auf Esther

Set: Bühne wie Palast dekoriert, wie 1001-Nacht, Thron, Ecke mit Kissen

Cast: Hadessa (Esther älter); Esther jung ; Ahasveros; Haman ; Mardochai;
Statistin als Zofe ; evtl. Sängerin aus dem Off

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