Drama Ministry

Drama Ministry fördert Theaterschaffende in der Kirche mit Online-Material, Vor Ort-Support und deutschlandweiten Seminaren.
mehr erfahren

iThemba

Verbreitet die Stimmung Südafrikas und berichtet von der Hoffnung, die Leben verändert.
mehr erfahren

Lifeliner

Der Lifeliner teilt Leben: Unterwegs in Schulen, Fußgängerzonen und Stadtfesten. Dort wo Menschen sind..
mehr erfahren

Project Serve

Auslandseinsätze auf allen Kontinenten.
mehr erfahren

Youthload

Online Ideenpool für christliche Jugendarbeit.
mehr erfahren

JFC Deutschland

JFC Deutschland ist Teil des weltweiten Netzwerks von Jugend für Christus International.
mehr erfahren

Drama Ministry ist für dich kostenlos!

Damit wir dieses und viele andere Angebote anbieten können, braucht das Netzwerk deine Hilfe.

Willst du weiterhin dieses Angebot nutzen können? Hilf mit einer Spende!

 

Ziel: 76.500€

Jetzt unterstützen

Gott wird mich retten!

Männer1
Frauen0
Kinder5
Egal0

Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein, Jugend, Kinder

Umsetzung eines alten Witzes über unreflektierten Glauben: Eine Überschwemmung droht und alle fliehen. Nur einer beharrt darauf, dass Gott ihn retten wird. Das letzte Auto bietet ihm einen Platz und er winkt ab. Dann kommt ein Boot der Feuerwehr, aber wieder steigt er nicht ein. Schließlich lässt ein Hubschrauber ein Seil herab. Aber er ruft: "Gott wird mich retten". Und so ertrinkt er - und Gott tadelt ihn : "Habe ich Dir nicht drei Retter geschickt? Sollte ich etwa selber kommen?“

Glaube, Zweifel, Hören, rettender Engel, falsche Lehre

Das Stück

Sprecher: "In einem kleinen Dorf auf einer Insel in einem großen Strom. Auf dem Marktplatz rief der besorgte Bürgermeister alle zusammen: 'Oh hört ihr Bürger! Ein großes Unwetter wird kommen. Bei dem Starkregen könnte unsere ganze Insel überflutet werden. Packt Eure Sachen ins Auto und fahrt aufs Festland in die Berge, solange man noch über unsere Brücke fahren kann!' Aber die Bürger waren zu beschäftigt mit ihren Einkäufen und winkten ab."

Bürger: (machen wegwerfende Handbewegungen und sind sehr beschäftigt)

Sprecher: "Da zogen dunkle Wolken auf."

Bürger: (Halten inne, blicken nach oben. Besorgte Mienen, Hände zeigen auf die Wolken. Dann wieder beruhigende Gesten, auf die Uhr sehen, weiterwuseln.)

Sprecher: "Der Bürgermeister rief : 'Ihr Narren, wie könnt ihr noch zweifeln? Vertraut der Sturmwarnung. Seht ihr die Zeichen nicht? Unser Dorf wird untergehen! Flieht solange ihr könnt!' "

Bürger: (Erste Regentropfen fallen, Hände fangen den Regen auf. Am Kopf kratzen, die Leute wenden sich zueinander und fangen an zu diskutieren. Blick zu den Wolken, schließlich zerstreut sich die Menge, alle fliehen- bis auf einen und den Bürgermeister.)

Sprecher: " 'Was ist mit Dir, Josua? Alle haben den Ernst der Lage begriffen. Willst Du Dich nicht auch retten? ' Aber Josua antwortete nur: 'Bürgermeister, weißt Du nicht was mein Name bedeutet? Josua heißt ‚Der Herr ist Rettung‘. Ich habe immer auf den Herren vertraut. Wenn es eng wird, wird er mir helfen. Ich bleibe hier bei meinem Haus, was soll mir schon geschehen.'
Der Bürgermeister versuchte alles, den frommen Mann zur Flucht zu bewegen. Josua aber antwortete nur... "

Josua: "Gott wird mich retten. Ich bleibe hier."

Der Bürgermeister verlässt auch den Platz, Josua setzt sich vor sein Haus. Der Regen wird stärker, Josua wischt den Regen vom Kopf, zieht die Jacke zu und öffnet den Regenschirm.

Sprecher: "Alle brachten sich in Sicherheit. Und als das letzte Auto die Brücke erreichte, schwappte das Wasser schon über die Ufer. "

Autofahrer: (Kurvt schwungvoll über die Bühne und kommt bei Josua vorbei. Bremst mit quietschenden Reifen.)

Sprecher: "Der Autofahrer hielt an und rief Josua zu: 'Josua, ich habe noch einen Platz, komm, steig ein. Du kannst doch nicht hier bleiben!' Aber Josua blieb ganz cool und rief: 'Wie Psalm 91 sagt habe ich den Höchsten zu meiner Schutzwehr gemacht! Kennst Du die Zusage nicht: ‚Darum wird dir nichts Böses geschehen und kein Unheil kommt in dein Haus. Denn er schickt seine Engel für dich aus, um dich zu beschützen, wohin du auch gehst.‘ ' "

Josua: "Gott wird mich retten. Ich bleibe hier." (Seine Füße werden nass und er zieht die Beine hoch)

Autofahrer: (Gibt Gas und braust davon – mit viel Geräusch!)

Sprecher: "Bald darauf wurde der Regen noch stärker, der Fluss schwoll an und Josua stand das Wasser bis zum Bauchnabel. "

Josua: (Steigt auf den Stuhl)

Sprecher: "Da kam ein Boot der Feuerwehr, um nach eingeschlossenen Menschen zu suchen. "

Bootsführer: (Kommt mit röhrendem Motor. Stoppt in schwungvollem Bogen. Etwas nach vorne neigen, wenn das Boot stoppt und dadurch vorne einsinkt.)

Sprecher: " 'Hallo, was machen Sie denn noch hier? Die Insel ist evakuiert. Steigen sie schnell ein, das ist die letzte Chance'! Josua aber antwortete : 'Ich mache es, wie Gott es in Psalm 50,15 sagt: ‚... Wenn du keinen Ausweg mehr siehst, dann rufe mich zu Hilfe! Ich will dich retten, und du sollst mich preisen.‘ ' "

Josua: "Gott wird mich retten. Ich bleibe hier." (beginnt mit Schwimmbewegungen)

Bootsführer: (Gibt Gas und braust davon)

Sprecher: "Bald konnte Josua nicht mal mehr auf dem Stuhl stehen. Aber sein Glaube war unerschütterlich. Schließlich näherte sich ein Hubschrauber der Armee! "

Pilot: (Kommt mit Hubschraubergeräuschen angeflogen) „Schrapp schrapp schrapp“. (Kreist um das Haus und schwebt über Josua, dazu steigt der Pilot neben Josua auf einen Tisch. Er wirft ein Seil zu Josua runter. Das Seil kann gerne echt sein und nicht nur pantomimisch!)

Sprecher: "Der Pilot kreiste über Josua und ließ ein Rettungsseil herab! Aber was tat Josua? Er rief: 'Lies Psalm 121: 'Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. ...Der Herr wird mich behüten vor allem Übel, er wird behüten meine Seele.' ' "

Josua (blickt nach oben, winkt abwehrend mit den Händen. Formt die Hände zum Trichter vor dem Mund, ruft): "Gott wird mich retten. Ich bleibe hier."

Hubschrauber zieht ab

Sprecher: "Was soll ich noch sagen? Nicht lange und Josua war erschöpft. Er versank in den Fluten und ertrank!"

Josua: (schnappt noch einmal nach Luft. Steigt vom Stuhl, die Hand winkt noch einmal ganz oben und versinkt dann auch. Josua sinkt auf den Boden.)

Sprecher: "Josua erschien vor seinem Herren."

Josua: (Richtet sich auf, wundert sich, schaut nach oben und verschattet geblendet die Augen)

Sprecher: "(Gott spricht zu Josua ohne durch einen Schauspieler verkörpert zu werden, mit kräftiger Stimme) 'Josua, mein Sohn, da bist Du ja.' Und Josua empörte sich: 'Herr, immer war ich Dir treu und Du hast mir zugesagt mich zu retten! In Psalm 50, Psalm 91, Psalm 121! Wo warst Du, als ich Dich gebraucht habe?' "

Josua: (Hebt anklagend die Hand, ausgestreckter Zeigefinger.)

Sprecher: "Und Gott schaut ihn traurig an, schüttelt den Kopf und antwortete: 'Ach Josua, wärst Du nur so klug gewesen zu zweifeln! Dann hättest Du mich sicher besser verstanden. Habe ich Dir nicht 3 Retter gesandt und Du hast sie alle fort geschickt? Sollte ich etwa selber kommen? Hast Du erwartet, dass ich als brennender Dornbusch erscheine?' "

Josua: (Begreift seinen Lebensirrtum, schlägt die Hände vors Gesicht.)

Ende

Anmerkungen des Autors

Dieses Anspiel ist geschrieben für einen Gottesdienst zum Thema Zweifel:
Glaube und Zweifel gehören zusammen. Unreflektierter Glaube kann leicht in dogmatischen Irrtum führen!
Gottes Wege sind oft unergründlich. Gottes Hilfe kommt anders als gedacht. Manchmal sind andere Menschen die rettenden Engel. Glauben heißt nicht nur Vertrauen, sondern auch Hören.

Das Stück ist für eine Kindergruppe (Pfadfinder) geschrieben, deshalb sind die Dialoge weitgehend von einem Sprecher (etwas abseits der Szene oder unsichtbar aus dem Off) vorgelesen, so dass die Kinder nur eine pantomimische Umsetzung spielen müssen. Auto, Boot und Hubschrauber brauchen keine Requisiten, sondern entstehen aus der Pantomime (und Geräuschen) in der Fantasie der Zuschauer. Nur Josua hat einen immer wieder wiederholten Satz zu sprechen. Dieses Brechen der Pantomime macht den Reiz aus!

Mit älteren oder erfahrenen Schauspielern kann man natürlich auch direkte Dialoge sprechen lassen. Gott bleibt aber auch dann unsichtbar und spricht aus dem Off.

Falls Knappheit an Schauspielern besteht, kann ein Kind die Rollen von Autofahrer, Bootsführer und Pilot alle übernehmen.

Spenden, helfen, fördern

Mit deiner Unterstützung hilfst du uns Theaterschaffenden

Jetzt spenden