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Und das Haus des Herrn ist die Gemeinde!

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

In der neugegründeten Stadt der Siedler findet ein Sonntagsgottesdienst unter freiem Himmel statt, denn es gibt noch kein festes Gebäude für die Kirche. Einer der Siedler, Walter, ist damit unzufrieden und sucht Unterstützer für den Bau einer Kirche. Aber er verwechselt Gemeindeaufbau mit Kirchenbau… Die Darsteller formen am Schluss eine Kirche aus ihren Körpern, um den Irrtum klarzumachen.

Gemeindeaufbau, Siedler, Kirche, Dienst, lebendige Steine

Das Stück

Die Gemeinde steht im Halbkreis zum Publikum. In der Mitte steht der Pfarrer mit dem Rücken zum Publikum und beendet gerade den Freiluftgottestdienst.

Pfarrer: „Und so geht hin in eine neue Woche mit dem Segen Gottes: Der Herr segne Euch und behüte euch! / Möge sein Angesicht über euch leuchten und er euch gnädig sein! / Der Herr blicke uns freundlich an und gebe uns und unserer Stadt Frieden! / Amen.“

Die Gemeinde löst sich auf, und wendet sich zum Gehen. Einige schütteln sich die Hände, Grüppchen bilden sich und schwatzen pantomimisch.

Walter (geht zum Pfarrer, schüttelt ihm die Hand): „Vielen Dank für die tolle Predigt, Herr Pfarrer. Wunderbar, dass wir Sie in unserer neuen Stadt haben. Die Gottesdienste sind so wichtig für die Stadt, damit wir alle zusammenfinden. -(Pause) Allerdings, ich vermisse eine richtige Kirche. So ein Freiluft-Gottesdienst ist ja mal ganz schön, aber eine Kirche – das ist doch etwas ganz anderes. Finden Sie nicht auch, dass wir eine Kirche brauchen?“

Pfarrer: „Danke, Sie haben völlig Recht. Die Zusammenkünfte sind ganz wichtig, um eine lebendige Gemeinde zu werden. Und ach, eine Kirche hätte ich schon gerne. So richtig mit Altar und Orgel und Kirchenbänken. Aber die Leute haben doch gerade noch ganz andere Sorgen.“

Walter: „Ja, alle bauen an ihren Häusern und richten sich hier ein. Aber sollte nicht die Kirche an erster Stelle stehen? Können Sie nicht wie Nehemia alle zum Dienst rufen für einen Kirchenbau?“

Pfarrer: „Nein, das geht nicht. Das kann ich nicht verlangen. Das müsste schon der Wunsch der Bürger sein.“

Walter: „Dann will ich sie danach fragen. Ich gründe einen Kirchenbau-Verein! Ich fange gleich hier an! (lässt den Pfarrer stehe, geht in Gedanken ein paar Namen durch, spricht zu sich selbst:) Wen frage ich da? Natürlich den Bürgermeister, dann vielleicht Heinrich den Dachdecker und natürlich Hans. Da ist er ja, mit dem fange ich an! “

Geht auf den ersten Bürger zu.

Walter: „Hallo Hans. War doch eine tolle Predigt. Ich wünschte nur, wir hätten eine richtige Kirche. Sollten wir nicht eine bauen? Du bist doch Zimmermann. Kannst Du das nicht in die Hand nehmen?“

Hans: „Na, könnte schon. Aber ich habe gar keine Zeit dafür. Alle meine Leute arbeiten am Bau der Krankenstation. Unser Doktor kann nicht noch länger im Zelt behandeln. Und überhaupt, da bräuchte man ja erstmal einen Architekten.“

Hans stellt sich wieder im Hintergrund auf.

Walter: „Daran hatte ich noch gar nicht gedacht! Anton ist doch Architekt, den frage ich gleich mal. (Geht zum nächsten) Hallo Anton!“

Anton: „Hallo Walter. Wie geht Dein Geschäft?“

Walter: „Danke, alles noch etwas improvisiert. Hab ja noch keinen richtigen Laden. Aber eigentlich finde ich, eine Kirche wäre erstmal das Dringendste. Wäre das nicht etwas für Dich, als Architekt?“

Anton: „Ja, eine Kirche würde ich gerne entwerfen! Ich wollte schon immer mal einen Turm bauen! Aber morgen fange ich erstmal mit dem Plan der Schule an. Die Kinder brauchen ein Dach, damit die Hefte und Bücher nicht nass werden, wenn es regnet!“

Walter: „Na, trotzdem einen schönen Sonntag.“

Anton stellt sich zu Hans, Walter geht weiter.

Walter: „Hallo Lydia! Schön dass ich dich treffe. Ich suche Unterstützer für den Bau einer Kirche. Wärst Du dabei?“

Lydia: „Walter, das ist ein toller Vorschlag! Aber ich bin total im Stress. Meine Nachbarin ist schwer krank. Da muss ich nach ihr sehen, für sie kochen und mich um ihre Kinder kümmern. Leider keine Zeit für noch ein Projekt!“

Walter: „Ach so, das ist ja auch ein gutes Werk. Na dann.“

Lydia stellt sich zu den anderen, Walter zieht weiter.

Walter: „Heinrich, Du bist doch Dachdecker. Was hältst Du davon, eine Kirche zu bauen?“

Heinrich: „Liebend gerne. Aber ich bin gerade dran, die große Gemeindescheune wetterfest zu machen. Bevor die Ernte eingelagert werden kann, muss das Dach fertig werden. Wenn das Getreide nass wird, haben wir im Winter nur noch verfaulte Körner und kein Brot!“ (zu den anderen).

Walter (zu sich selbst): „Ja, will denn keiner helfen? Ah, da ist der Bürgermeister. Der macht sicher mit! (geht auf den Bürgermeister zu). Hallo Bürgermeister, ich will einen Verein gründen, um unserer Stadt eine Kirche zu bauen. Können Sie mir helfen?“

Bürgermeister: „Walter, das ist ein kühner Plan! Da haben Sie meine volle Unterstützung. Allerdings kann ich mich nicht selber beteiligen. Ich baue gerade eine freiwillige Feuerwehr auf. So wie gerade die Häuser aus dem Boden sprießen, wird es langsam gefährlich. Da müssen wir für einen Brand vorbereitet sein. Schläuche, Löschteich, Leitern, Übungen, usw. Mir fehlen selber noch ein paar Helfer.“

Walter: „Klar, das sehe ich ein. Aber ich gebe nicht so schnell auf!“

Der Bürgermeister geht weiter, Walter erblickt Anja.

Walter: „Oh, Anja, wie geht es Dir? Ich habe gehört, Du bist als Erste mit Deinem Haus fertig? Dann hast Du jetzt ja richtig viel Zeit?“

Anja: „Ja, fürs Erste sind wir eingezogen. Man kann natürlich noch viel verschönern, aber jetzt möchte ich mich für andere nützlich machen.“

Walter: „Dann bist Du genau die, die ich suche! Ich will einen Kirchenbau organisieren!“

Anja: „Oh, daran hatte ich eigentlich nicht gedacht. Ich habe für morgen Abend ein paar Leute zu mir eingeladen. Wir wollen einen Bibelkreis beginnen und für unsere Stadt beten. Willst Du nicht auch kommen?“

Walter: „Na ich weiß nicht. Ist das denn nicht Zeitverschwendung? Wir könnten lieber Baupläne entwerfen…“

Anja: „Viel Erfolg, Walter. Jeder nach seiner Berufung!“

Geht zu den anderen.

Walter (geht wieder zum Pfarrer): „Herr Pfarrer, es ist zum Haare-Ausraufen. Keiner will mitmachen. Heißt es nicht im 1. Korintherbrief : ‚Alles muss dem Aufbau der Gemeinde dienen!‘. Ich versteh´ die Leute nicht. Wollen sie denn nicht das Gott in unserer Stadt wohnt? In einer Kirche, wenn wir schon keinen Tempel haben?“

Pfarrer (legt Walter die Hand auf die Schulter): „Walter, Paulus spricht nicht vom Bau einer Kirche, sondern von der Gemeinde! Und ich finde, das läuft schon richtig gut bei uns! Wir haben tolle Leute und so viel Talent und Engagement und Dienstbereitschaft.“

Die versammelte Gemeinde formt im Hintergrund aus ihren Körpern eine Kirche, Walter schaut zum Pfarrer und bemerkt davon noch nichts. Jetzt noch nicht umdrehen!! So wird die Kirche dargestellt:
* Etwas schräg zum Publikum formieren sich alle außer Walter und dem Pfarrer zu einer Kirche, möglichst an einem großen Kreuz als Kletterhilfe
* 2-4 kräftige Leuten bilden die Basis eines Turms, zwei leichtere Personen klettern auf ihre Schultern und formen mit den Armen ein Turmdach. Ggf. können sie sich dabei an dem Stab mit dem Kreuz festhalten, das zum Schluss oben aus dem Turm herausragt. Tip: die unten Stehenden können zunächst in die Knie gehen, die beiden anderen aufsteigen lassen und sich dann gleichzeitig und langsam aufrichten.
* Die anderen bilden seitlich neben dem Turm das Kirchenschiff :je zwei stehen sich gegenüber, mit nach vorne hochgestreckten Armen, die Handflächen mit dem Partner aneinander, als Dach.
* In der Mitte des Kirchenschiffs ein Eingangsportal: zwei Darsteller bilden einen Torbogen.

Pfarrer: „Braucht Gott denn einen Tempel? Kennst Du nicht das schöne Lied: ‘Jesus will uns bau’n zu einem Tempel / als Wohnung für den heil’gen Gott. / Und dieses Haus des Herrn ist die Gemeinde.‘ “

Je nach Talent kann der Pfarrer singen oder rezitieren. Ggf könnte die „Kirche“ einstimmen und mitsingen.

Walter (nachdenklich): "Die Gemeinde? (Dann trotzig) Ohne Kirche gibt es keine richtige Gemeinde.“

Pfarrer: „Na, dreh dich doch mal um und schau!“

Walter (wendet sich der aus Körpern geformten Kirche zu): „Wow, ich glaubs ja nicht.“

staunt, beginnt zu begreifen und tritt durch das ‚Portal‘ in die Kirche

Gott (sonor gesprochen, unsichtbar aus der ‚Kirche‘ heraus): “Ich habe Euch meinen Geist gegeben. Einen Geist der Liebe und Gemeinschaft. Ihr aber habt ihn aufgenommen und lasst ihn wohnen in eurer Stadt. Und siehe: so bin ich mitten unter Euch.“

Walter (kommt ergriffen wieder aus der Kirche ): „Amen.“

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Das Stück erfordert etwas Mut und Geschicklichkeit beim Stellen der Kirche aus den Körpern der Mitspieler. Aber die Wirkung mit Aha-Effekt ist sehr stark und bildet die Schlusspointe. Es lohnt sich also, diese Wagnis einzugehen! Auf Wunsch stelle ich gerne eine Skizze oder ein Foto von unserer Aufführung zur Verfügung.
Anmerkung zur Tontechnik: Wir haben mit einem kabellosen Handmikro gespielt, dass zunächst der Pfarrer hält und dann an Walter weitergibt, der es seinen Gesprächspartnern jeweils entgegenhält. Für die Stimme von Gott hatte einer der Statisten ein Funk-Headset, das erst für den Schlusssatz eingeschaltet wurde, damit Nebengeräusche beim Aufbau der Kirche nicht übertragen werden.

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