Drama Ministry

Drama Ministry fördert Theaterschaffende in der Kirche mit Online-Material, Vor Ort-Support und deutschlandweiten Seminaren.
mehr erfahren

iThemba

Verbreitet die Stimmung Südafrikas und berichtet von der Hoffnung, die Leben verändert.
mehr erfahren

Lifeliner

Der Lifeliner teilt Leben: Unterwegs in Schulen, Fußgängerzonen und Stadtfesten. Dort wo Menschen sind..
mehr erfahren

Project Serve

Auslandseinsätze auf allen Kontinenten.
mehr erfahren

Youthload

Online Ideenpool für christliche Jugendarbeit.
mehr erfahren

JFC Deutschland

JFC Deutschland ist Teil des weltweiten Netzwerks von Jugend für Christus International.
mehr erfahren

Drama Ministry ist für dich kostenlos!

Damit wir dieses und viele andere Angebote anbieten können, braucht das Netzwerk deine Hilfe.

Willst du weiterhin dieses Angebot nutzen können? Hilf mit einer Spende!

 

Ziel: 76.500€

Jetzt unterstützen

Strafe muss sein!

Männer1
Frauen1
Kinder2
Egal2

Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein, Ostern

Familie sitzt im Auto, wird von der Polizei aufgehalten und verstrickt sich versehentlich in immer teurere Strafen. Am Ende übernimmt jemand die Strafe. Es ist mit Witz aufgebaut und sehr Alltagsgetreu geschrieben. 10 Minuten Stück mit wenig Utensilien. 4 Personen im Auto 1 Polizist 1 Mann

Strafe, bezahlt, Polizist, Fehler, Schuld, Autofahren

Das Stück

Kinder kommen mit Süßigkeiten von der Tankstelle rausgerannt und streiten um die besseren Schokoriegel. Vater kommt, steckt sich die Brieftasche ein, schickt die lästigen Kinder in den Wagen, steigt ein. Mutter sitzt schon und sagt den Kindern, dass sie sich anschnallen sollen. Mann schnallt sich auch an.

Markus: "Hier Mama, ich schenk dir einen Schokoriegel."

Mutter: "Danke Markus." (nimmt den Schokoriegel)

Vater: "So Kinder, schnallt euch an und seit leise. Papa muss sich konzentrieren. (an Frau gerichtet) Wo genau müssen wir nochmal hin? Das Navi spinnt und ich kenn mich in der Gegend wirklich nicht aus."

Mutter: "Drosselstraße in Enns zum dritten Mal. Die Hausnummer ist 24 oder 25 oder sowas. Und beeil dich, wir wollen ja nicht zu spät kommen."

Vater: "Jaja, stress nicht so. Also, wo muss ich lang fahren?" (sieht sich fragend um)

Mutter: "Warte, ich frag einfach wen, ok?"

Vater: "Nein, ich schaff das schon. Also hier sind wir hergekommen, also links oder geradeaus."

Vater murmelt etwas über Norden, Süden, Osten, Westen und schaut sich ratlos um. Thomas packt inzwischen den Nintendo aus und spielt.

Mutter: "Ach komm schon. So wird das nie was. Also... (kurbelt das Fenster runter und winkt einen Mann her) Entschuldigen Sie, bitte."

Mann: "Ja?"

Mutter: "Wir müssten nach Enns. Wissen Sie zufällig wo das ist?"

Mann: "Ja, also Sie fahren hier rechts, dort hinten links, nach einer Weile biegen sie von der Hauptstraße ab und fahren, dann die Straße lang bis zum Kreisverkehr. Dort nehmen sie die vierte Ausfahrt. Durch die Brücke durch und dann links."

Mutter (etwas verwirrt): "Ehm, ok, danke vielmals. Findest du das Schatz?"

Vater (etwas genervt): "Mal schauen. Also, danke Ihnen!"

Mann: "Ich könnte vor Ihnen herfahren, dass Sie sich nicht verfahren, wenn Sie das wollen. Ich hab' Zeit."

Vater: "Nein danke, wir schaffen das schon. Ich werd ja wohl noch nach Enns finden. Aber danke für Ihre Hilfe."

Mann: "Aber ich muss Sie warnen. Da gibt's Radarfallen, es stehen ab und zu Polizisten mit Blitzern und auf der langen Strecke ist ein strenges Überholverbot. Also lieber nicht zu schnell, wir wollen ja keine Strafe riskieren."

Vater (etwas mehr genervt): "Jaja, danke."

Er fährt los, Frau kurbelt das Fenster wieder hoch, Kinder beschäftigen sich miteinander, streiten immer kleinlaut nebenbei.

Mutter: "Musst du immer so unhöflich sein? Er hat's doch nur gut gemeint und nebenbei bemerkt, verfährst du dich sogar manchmal auf dem Weg zu meinen Eltern und das ist ja wohl echt nicht schwer zu merken. Ich denke, du hättest sein Angebot annehmen sollen."

Mann seufzt, verdreht die Augen und ignoriert sie einfach. Lied wird abgespielt.

Markus (zu Thomas): "Thomas? Gibst du mir auch endlich mal den Nintendo? Ich bin jetzt dran, du hast ihn schon ewig."

Thomas: "Nein. Ich bin grad mitten im Rennen, also Finger weg. Außerdem bin ich der Ältere."

Markus: "Gib jetzt her!"

Markus versucht es Thomas aus der Hand zu reißen, Thomas weicht aus und streckt ihm die Zunge raus.

Markus: "Mamaaaa! Thomas will mir den Nintendo nicht geben und außerdem hat er mir die Zunge rausgestreckt. (zu Thomas) Blödmann!"

Mutter: "Kinder, hört auf jetzt. Teilt gefälligst. Und wenn nicht gleich Ruhe ist, gehört das Ding mir."

Thomas: "Nein, sicher nicht. Ich hab ihn zuerst gehabt und ich mach das Spiel noch fertig."

Mutter: "Thomas!" (sieht nach hinten und schaut ihn warnend an)

Thomas: "Ach menno. Nie darf man mal was machen was Spaß macht." (steckt ihn beleidigt weg)

Mutter (sieht wieder auf die Straße): "Mensch John, du bist aber schon ganz schön schnell dran, Fahr bitte langsamer."

Vater: "Willst du zu spät kommen? Wenn nicht, dann lass mich fahren. Das geht schon noch. Sieht eh keiner."

Mutter: "Na gut, wie du meinst."

Sie fahren eine Weile so dahin.

Markus: "Mamaaaaa? Ich hab Durst!"

Mutter gibt ihm was zu trinken. Kind nimmt es und verschüttet.

Markus: "Mamaaa! Ich habs verschüttet. "

Mutter: "Markus. Echt jetzt? Na super alles nass und wir müssen in die Kirche. Da geht man nur zwei mal im Jahr und genau dann passiert's. Super. John, gib mal ein Taschentuch her."

Vater: "Mensch Markus, wirklich jetzt. Ja, hier."

Kramt in seiner Hosentasche und gibt es ihr. Frau dreht sich um und hilft Markus alles aufzuwischen.

Vater: "Wenn das so weitergeht, können wir auch gleich wieder heimfahren. Wir kommen sicher zu spät."

Sein Handy läutet, er versucht es aus der Tasche zu ziehen, kommt nicht dran und schnallt sich schnell ab um besser dran zu kommen. Er hebt ab, Frau sieht das und protestiert, doch er ignoriert sie.

Vater: "Ja, hallo? Ja, Rainer... (Pause) Nein wir kommen schon. Wir werden uns nur ein bisschen verspäten. (Pause) Ja, Ja sicher. (Pause) Ach, das ist aber nett. Ja dann also bis gleich."

Mutter (ruft): "John! Es war rot und du bist einfach drüber gefahren. Was sollte das?"

Vater: "Oh, echt? Ach egal, ich war abgelenkt. Mit zwei nervigen Kindern im Auto. Ist ja nichts passiert, also reg dich nicht auf, ja."

Mutter: "Na hoffen wir, dass es niemand gesehen hat."

Plötzlich werden sie von einem Polizist rangewunken. Vater flucht leise vor sich hin und bleibt stehen. Polizist klopft an das Fenster, Vater öffnet widerwillig.

Mutter: "Na, super. Danke, John. Ich hoffe für dich, dass wir nicht all zu viel zahlen müssen, wir können es uns nämlich beim besten Willen nicht leisten und das weißt du. Ich hab's ja gesagt. (dreht sich um) Kinder, benehmt euch und seid leise."

Polizist: "Guten Tag. Ich glaube, Sie wissen wieso ich sie aufgehalten habe? Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte!"

Vater: "Guten Tag, Herr Inspektor. Schöner Tag, oder?

Kurze, peinliche Pause, dann kramt er den Führerschein heraus und reicht ihm dem Polizisten.

Vater: "Ja, ich weiß es. Ich hatte die Ampel vorne übersehen und bin leider bei Rot darübergefahren. Entschuldigen Sie."

Polizist: "Bitte? Sie sind bei rot über die Ampel? Ich habe sie eigentlich wegen dem defekten Licht aufgehalten. Soso. Na dann haben Sie ja doppelt Glück. (nimmt einen Block und schreibt die Strafe darauf) Sonst noch irgendwelche Verkehrswidrigkeiten, die Sie mir anvertrauen wollen? Ich bin gerade richtig in Fahrt. (grinst)"

Frau verdreht verärgert die Augen, greift sich an den Kopf und seufzt leise.

Vater: "Nein, das ist jetzt nicht ihr ernst. Das war ein Versehen. Außerdem bin ich noch nie bei Rot über die Ampel, das war das erste Mal."

Polizist: "Nun, das hilft ihnen jetzt auch nicht mehr. Oh oh, was seh ich denn da? Angeschnallt sind wir auch nicht? Nummero drei würde ich mal sagen." (schreibt weiter in seinem Block)

Thomas: "Aber Herr Polizist, er hat sich doch nur kurz abgeschnallt, weil er sein Handy nicht aus der Hosentasche bekommen hat um zu telefonieren."

Vater: "Thomas. Sei leise."

Polizist: "Das fängt ja an richtig Spaß zu machen. Telefonieren am Steuer. Der Klassiker. Mal sehn, ob wir den Rekord knacken." (grinst breit und schreibt weiter)

Vater: "Ach bitte, das meinte er gar nicht so, ich hab nicht wirklich telefoniert."

Polizist: "Ich glaube wohl kaum, dass er lügt, oder? Also ich checke nur noch das Kennzeichen und falls ihnen in der Zwischenzeit noch was einfällt, können Sie es mir ruhig sagen. Ich hab noch Platz am Zettel. (zwinkert ihm zu)"

Vater (wütend): "Thomas. Gut gemacht, danke. Na toll, das wird ja immer besser."

Mutter (verzweifelt): "John, du weißt, dass wir uns das nicht leisten können. Unser ganzes Erspartes ging für die Pflege unserer Eltern drauf und die Kinder brauchen das nächste Jahr auch noch ziemlich viel Geld. Wie sollten wir das schaffen? Bitte rede mit ihm und klär ihn auf. Vielleicht hat er Mitleid und wir müssen weniger zahlen."

Polizist: "Einen hab ich noch gefunden. Der Tüv ist längst überfälig. Also Nummer 5. Tut mir echt leid, aber das scheint nicht gerade ihr Glückstag zu sein."

Mutter: "Das haben wir nur noch nicht gemacht, weil wir sonst die Reifen wechseln lassen müssten und dazu hatten wir kein Geld."

Polizist: "Also auch noch abgefahrene Reifen. (sieht nach) Tja, leider haben Sie Recht Madame. Nun, ich glaube so einen Fall hatte ich noch nie. Wir sind schon im vierstelligen Bereich."

Polizist schreibt weiter auf. Frau greift sich erschrocken an den Mund und erntet einen bösen Blick von John. Im Hintergrund kommt der Mann von vorhin und beobachtet das alles im Stillen. Dann geht er auf sie zu.

Mann: "Entschuldigung, gibt es ein Problem?"

Vater (schnauzt ihn genervt an): "Wir haben gerade die schlimmste Polizeikontrolle aller Zeiten. Aber Sie können uns da auch nicht helfen. Also gehen Sie bitte. Wir kommen schon klar. (zu Polizist) Hören Sie, könnten Sie bitte ein wenig nachsichtig sein? Wir können uns das beim besten Willen nicht leisten. Wir haben kein Geld mehr. Das wäre unser Ruin."

Polizist: "Tja, das tut mir wirklich leid. Leider kann ich da nichts für Sie tun. Ich kann es mir nicht angewöhnen, jemandem etwas nachzulassen. Das wäre nicht fair. Wissen Sie, wenn nicht einmal die Polizei mehr gerecht ist, wer ist es dann? Also, Herr Hauser. Ich kann nichts für Sie tun. Hier."

Polizist will ihm den Zettel geben, da mischt sich der Mann wieder ein und winkt den Polizisten kurz zur Seite.

Mann: "Geben Sie mir den Zettel. Ich übernehme das."

Sie tuscheln noch ein wenig weiter

Mutter (parallel dazu): "John, wir sind erledigt. Wir können das Auto verkaufen und ich kann meine Kurse kündigen. Du musst Überstunden machen. Der Urlaub wird ausfallen. Ich kann das einfach nicht glauben. Wieso passiert das alles?"

Polizist gibt dem Mann den Zettel und kommt wieder zum Auto.

Polizist: "Also Herr Hauser. Ich muss mich korrigieren. Heute scheint ihr Glückstag zu sein. Der Mann hat soeben alles für Sie bezahlt. Er hat zwar große Augen bei der Summe gemacht und ich persönlich glaube ja, dass er auch nicht der Reichste ist, aber er wollte dennoch bezahlen. Nun dann, wünsche ich Ihnen einen schönen Tag."

Er geht ab. Familie sitzt nur da und schaut verwundert in die Ferne.

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Das Stück kann man mit 4 Sesseln als Auto und ein bisschen Pantomimeübung ganz gut spielen. Der Polizist sollte ein wenig Witz in das Stück bringen, sodass es nicht ganz so ernst ist. Der Mann am Anfang und am Ende sollte nicht zu förmlich aussehen und nicht direkt Jesus verkörpern. Es sollte im Anschluss ein kurzer Input oder eine Predigt das Stück aufgreifen. Der Vater ist schon von Anfang an ein wenig genervt und das steigert sich im Laufe des Stückes. Mutter wird immer verzweifelter. Es ist wichtig, dass auch Action stattfindet, wenn gerade nur Auto gefahren wird, sonst wirkt alles sehr gestellt. Gerade die Kinder, die etwas essen oder mal aus dem Fenster sehen.
Die Adresse ist auch frei wählbar. Ich habe die Straße von meiner Gemeinde genommen und auch der Mann, mit dem der Vater telefoniert, ist in der Gemeinde. Somit hat die Gemeinde gleich einen persönlichen Bezug zum Stück und die Aufmerksamkeit ist größer.
Das Lied, das zwischendurch und evtl. auch teilweise als Hintergrundmusik gespielt wird, ist frei wählbar. Ich persönlich nehme "Autobahn" von Ohrbooten, weil es lustig ist und das ganze ein wenig auflockert.
Viel, viel Spaß beim Nachspielen. Ich freu mich auch über Feedback oder evtl. Bilder.
Be blessed ;)

Spenden, helfen, fördern

Mit deiner Unterstützung hilfst du uns Theaterschaffenden

Jetzt spenden