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Der Flüchtling in der Nachbarschaft

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Herr und Frau Müller unterhalten sich am Frühstückstisch zur Flüchtlingsproblematik. Dabei vertreten sie die unterschiedlichen Sichtweisen. Mit überraschendem Ende.

Flüchtlinge, Vorurteile, Nächstenliebe, Asyl, Grenzen, Muslime.

Das Stück

Herr und Frau Müller sitzen beim Frühstück.

Frau Müller: "Ich hab die ganze Nacht kein Auge zu bekommen. Heut Nacht war es vielleicht stürmisch. Der Sturm hat die ganzen Zweige, Blätter und Äste auf den Gehweg geworfen. Das kann so nicht bleiben. Du musst das unbedingt wegmachen."

Herr Müller: "Jetzt lass mich in Ruhe frühstücken, das hat noch Zeit."

Frau Müller: „Das sagst du immer. Und dann machst du es nicht!“

Herr Müller: "Ist ja gut. Nachher mach ichs“

Frau Müller: "Du könntest ruhig mal die Zeitung hinlegen, wenn ich mit dir rede. Oder ist dir der Sportteil der Zeitung wichtiger als ich?"

Herr Müller: "Was hast du gesagt, Schatz? Hör mal was hier steht. Dieses Jahr erwartet man fast 1 Mio. Flüchtlinge in Deutschland. Und nächstes Jahr werden es noch viel mehr werden. Täglich kommen Tausende zu uns. Es wird dringend Wohnraum gesucht. Auch von Privat."

Frau Müller: "Wir haben doch Platz, nachdem unsere Kinder ausgezogen sind. Die Räume könnten wir doch vermieten, Schatz."

Herr Müller: "Meinst du das im Ernst. Mir jedenfalls kommt kein Flüchtling ins Haus. Ich frag mich sowieso, was die alle bei uns in Deutschland wollen. Wahrscheinlich haben wir das alles der Merkel zu verdanken. Soll sie sie doch aufnehmen.“

Frau Müller: "So darfst du das nicht sehen. Die armen Menschen fliehen doch nur vor Krieg und Hunger. Sogar der Papst hat gesagt, dass es zur christlichen Nächstenliebe gehört, ihnen zu helfen."

Herr Müller: "Dann soll er sie doch aufnehmen. Zum Beispiel in dem neuen Prachtbau von dem Bischof in Limburg. Da wär doch Platz."

Frau Müller: "Jetzt beruhig dich doch mal. Du musst dich doch nicht immer so aufregen. Das ist gar nicht gesund. Es heißt doch immer, wir Deutschen würden noch aussterben, wegen der geringen Geburtenrate. Ist doch gut, wenn jetzt so viele Menschen zu uns kommen."

Herr Müller: "Die wollen doch nur unser Geld. Und dann sind das auch noch fast alle Moslems. Und da sind bestimmt auch Terroristen vom IS dabei. Willst du denn, dass die sich jetzt bei uns in die Luft sprengen?"

Frau Meier: “Nein natürlich nicht. Aber die meisten von denen wollen hier bestimmt nur in Ruhe und Frieden leben.“

Herr Müller: "Wenn die so friedlich sind, warum werfen sie dann christliche Flüchtlinge vom Schiff, machen Randale, nur weil ein anderer Flüchtling den Koran zerreißt. Und die Zahl der Ladendiebstähle soll auch schon sprunghaft angestiegen sein."

Frau Müller: “Das sind doch nur Einzelfälle. Und wenn man so viele auf engstem Raum unterbringt, dann kommt es halt auch zu Konflikten. Außerdem brauchen die einfach auch Zeit, um sich an unsere Kultur zu gewöhnen.“

Herr Müller: "Ich hab nichts gegen Asylanten, wirklich nicht. Wenn sie sich an unsere Kultur anpassen und an unsere Gesetze halten. Dann kann man ja einige aufnehmen. Aber was zu viel ist, ist zu viel. Es gibt da schließlich auch Grenzen. Wir Deutschen können nicht die ganze Welt retten.“

Frau Müller: "Es gibt ja auch noch andere Länder, die helfen. Und wenn alle mit anpacken, dann schaffen wir das auch. Schließlich ist uns das auch mit der deutschen Wiedervereinigung gelungen.“

Herr Müller: "Das kann man nicht miteinander vergleichen. Die hier kommen aus einer ganz anderen Kultur und die meisten sind auch noch Moslems. Die passen nicht hier her. Sollen doch die reichen muslimischen Ölstaaten sie aufnehmen.
Hast du schon mal davon gehört, dass die Saudis, Abu Dhabi oder Dubai welche aufgenommen hat?“

Frau Müller: "Nein, aber…..“

Herr Müller: "Kein aber. Die Ungarn hatten es richtig gemacht. Ein Zaun an die Grenze. Besser noch, die Mauer muss wieder her. Die Grenze dicht machen. Das wäre das Richtige.“

Frau Müller geht an das Fenster.

Frau Müller: "Du, der Flüchtling aus der Nachbarschaft macht gerade seinen Bürgersteig sauber.“

Herr Müller: "Gut so. Kann der denn überhaupt mit einem Besen richtig umgehen? Die haben doch von richtiger Arbeit keine Ahnung.“

Frau Müller: “Schau nur. Das gibt’s doch nicht….“

Herr Müller; „Was ist denn los?“

Frau Müller: „Jetzt kehrt der Flüchtling unseren Bürgersteig auch noch mit…….“

Licht aus.

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