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Enttäuscht

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

(Anspiel mit Videobeispiel) Eva freut sich wahnsinnig auf ihr erstes Date mit einer Internetbekanntschaft. Während sie auf ihn wartet, nervt sie ihre Sitznachbarin mit ihrer Begeisterung. Als er nicht kommt, ist die Enttäuschung vorprogrammiert.

Enttäuscht, Enttäuschung, Verabredung, Internetbekanntschaft, unerfüllte Hoffnungen

Das Stück

Videobeispiel

Im Café. Eine Person sitzt bereits entspannt am Tisch und liest Zeitung. Eine zweite Person, gestylt, kommt herein, schaut sich um und steuert auf den anderen freien Tisch zu.

Eva: "Entschuldigung, ist hier noch frei?"

Madame B: "Ja, sieht ganz danach aus!"

Eva (setzt sich, ist ganz aufgeregt): "Ah, ein guter Platz. Von hier aus habe ich den Eingang voll im Blick. (Verschwörerisch zu ihrer Nachbarin) Sie müssen wissen, ich warte nämlich noch auf jemanden! Wir haben uns hier verabredet und zwar in (schaut auf ihr Handy) 2 Minuten."

Madame B (nicht sehr begeistert): " Aha..."

Eva: "Ja, und so sehe ich sofort, wenn er zur Tür reinkommt. "

Madam B: " Mhm..."

Eva: "Ich hoffe bloß, ich erkenne ihn gleich. (Pause) Aber mit dem Foto, dass er mir gestern geschickt hat, dürfte das kein Problem sein. (Schaut wieder auf ihrem Handy nach dem Foto) Hier, wollen sie es mal sehen? (Zeigt es ihrer Nachbarin) Da, schauen Sie. Sieht er nicht richtig gut aus? Blonde Haare und die blaue Augen, (verträumt) ich liebe seine blauen Augen!
Er heißt übrigens Marc. (Pause) Nur mit seiner Größe weiss ich nicht so recht, weil..., also er hat geschrieben, dass er 1,95 m groß ist. Na ja, ich bin ja nicht so groß... und das wäre dann in etwa so. (Sie steht auf und zeigt die Höhe mit der Hand an) Was meinen Sie, würden wir da überhaupt zusammen passen?"

Madame B: "Warum denn auch nicht?"

Eva: "Na ja, ich mein ja nur. Das ist ja schon ein ziemlicher Unterschied. (setzt sich wieder) Aber ich bin ja nicht anspruchsvoll. Hauptsache er ist nett. Und Zuvorkommend,...und höflich.... Liebevoll und zärtlich. (kommt ins Schwärmen) Er hat mir immer so süße e-mails geschrieben. Soll ich ihnen mal eine vorlesen?"

Eva kramt in ihrer Tasche, findet den Brief aber nicht.

Madame B (rollt mit den Augen): "Ich wollte eigentlich nur in Ruhe meine Zeitung lesen."

Eva: "Wo sind die denn nur? Hab ich vielleicht doch zu Hause auf dem Nachttisch vergessen, als ich sie mir im Bett noch mal durchgelesen habe. Wissen sie, dass mach ich abends immer so. Dann kann ich besser einschlafen. Ich fühle mich dann so...geliebt."

Madame B (schaut etwas mitleidig): "Soso..."

Eva (wird wieder nervös, schaut auf die Uhr): " So, jetzt ist es gleich soweit, jede Sekunde kann er kommen. Er hat geschrieben, dass er pünktlich sein wird."

Sie schaut gebannt zur Tür, als eine imaginäre Person hereinkommt. Vergleicht mit dem Foto.

Eva: "Nein, schade, das ist er nicht .... Oh, ich bin ja so aufgeregt."

Madame B: "Ja, dass habe ich auch schon gemerkt."

Eva: "Tierlieb ist er übrigens auch. Hat er mir geschrieben. Sonst hätte ich ihn mir gar nicht ausgesucht. Ich habe nämlich eine Katze, die ist mein ein und alles. Ohne die geht gar nichts. Und er liebt Katzen, können sie sich das vorstellen?"

Madame B: "Nein, wirklich!"

Eva: "Ja! Was hab ich für ein Glück, so einen Mann gefunden zu haben. Wir wollen auf jeden Fall heiraten! (Pause) Sind sie denn Verheiratet?"

Madame B: "Ja, bin ich. Schon seit 20 Jahren!"

Eva: "Oh, da haben sie bestimmt auch so einen tollen Hecht geangelt wie ich. Das muss ja aufregend sein, so lange mit dem Traummann verheiratet!"

Madame B: "Na ja, geht so."

Eva (begeistert): "Wissen sie, es ist so toll, sich mit jemandem zu unterhalten, der schon so viel Erfahrung mit Beziehungen mitbringt. Für mich ist es das erste Mal, dass ich mich auf eine Kontaktanzeige im Internet gemeldet habe, aber bei Marc weiss ich einfach: das ist der Richtige! Oh, ich wünsche mir, dass wir eine genau so tolle Ehe wie sie führen werden."

Madame B. Schaut sie nur fragend und ungläubig an. Beide schweigen, Madame B. Liest wieder Zeitung, Eva schaut ab und zu auf die Uhr.

Eva: "Wann kommt er denn endlich! Es ist jetzt schon 10 nach. Er hat doch gesagt, er ist die Pünktlichkeit in Person!" (Schaut auf ihr Handy) "Und eine Nachricht hat er auch nicht geschickt. ... Na ja, er wird sicherlich gleich hier sein, kann ja jedem mal passieren, dass man noch aufgehalten wird."

Eva rutscht nervös ängstlich auf ihrem Stuhl hin und her

Madame B. (mitleidig): "Warum versuchen sie nicht mal ihn anzurufen?"

Eva: "Ja, meinen Sie? Aber er hat geschrieben, dass er das nicht so gern hat, wenn man ihm wegen jeder Kleinigkeit hinterher telefoniert."

Madame B.: "Ja, aber das hier ist doch wichtig! Sie müssen doch wissen, wenn etwas dazwischen gekommen ist!"

Eva: "Na ja, wenn sie meinen... "

Sie holt ihr Handy hervor, steht auf und wählt eine Nummer.

Eva (zu Madame B.): "Es klingelt! (Wieder ins Handy) Ja....hallo...Hier ist Eva. Ich würde gerne Marc sprechen. Ist er da? ..O.k.....wie......was?! ….Aber Moment mal...(Eva lässt langsam den Hörer sinken, schockiert:) Aufgelegt.......(zu Madame B.) Da war eine Frau am Telefon. Sie sagte, ihr Mann kann gerade nicht telefonieren, weil er mit ihr und den Kindern mit dem Auto unterwegs ist..... und zwar in den Urlaub an die Ostsee!"

Madame B: "Oh, oh....."

Eva: "Wie meint sie das: an die Ostsee?"

Madame B: "Wahrscheinlich so, wie sie es gesagt hat! Ostsee...Strand....Urlaub."

Eva: "Aber...aber dann kann er ja gar nicht gleichzeitig hierherkommen ... !"

Madame B: "Tut mir leid für sie, aber ich schätze, der hat sie ganz gewaltig hinters Licht geführt."

Eva : "Aber wieso denn? Wir haben uns doch so gut verstanden! (setzt sich wieder) Ich verstehe das nicht!"

Sie bleibt noch einige Zeit fassungslos am Tisch sitzen, irgendwann steht sie auf und geht. Kurz vor dem Ausgang dreht sie sich nochmals um.

Eva: "Marc und ich …. Wir wollten doch eine Familie gründen!"

Eva geht. Madame B. Schaut ihr mitfühlend hinterher.

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