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Die Reportage

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Eine Reporterin versucht herauszufinden, was es mit der neuen Christenbewegung auf sich hat. Dabei stellt sie fest, dass es schwer ist, objektiv zu bleiben.

Die Reportage, Taufe, Gemeinschaft, Christ sein

Das Stück

Eine Reporterin spricht ins Mikrofon, wird ggf von Kameramann gefilmt.

Reporterin: "Guten Tag, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Ich befinde mich hier in Jerusalem, direkt vor dem Tempel, den zentralen Heiligtum dieser Stadt. Seit einiger Zeit soll es hier eine außergewöhnliche neue Bewegung geben, die im ganzen Land von sich reden macht. Diesen Gerüchten will ich heute einmal nachgehen."

Ein Schriftgelehrter im langen Gewand geht vorbei.

Reporterin: "Entschuldigen Sie bitte, haben Sie mal einen Moment Zeit?"

Schriftgelehrter: "Worum geht es denn?"

Reporterin: "Was sagen Sie zu den jüngsten Ereignissen in dieser Stadt?"

Schriftgelehrter: "Ich weiß nicht, wovon sie sprechen."

Reporterin: "Hier soll es eine neue Bewegung geben. Haben Sie wirklich nichts davon
gehört? Diese Gruppe soll rasend schnell wachsen."

Schriftgelehrter: "Ach so das. Sie meinen diese Sekte. Also, davor kann ich nur warnen. Ihr Anführer wurde bereits wegen Gotteslästerung hingerichtet. Weitere werden folgen."

Reporterin: "Denken Sie denn, dass diese Leute gefährlich sind?"

Schriftgelehrter: "Und ob. Sie verführen leichtgläubige Menschen und bringen sie von unserem traditionellen Glauben ab. Außerdem sind sie nur auf Profit aus. Wie man hört, zwingen sie ihre Mitglieder, alles zu verkaufen, was sie besitzen und den Erlös der Sekte zu geben."

Reporterin: "Und wie erklären Sie sich dann die Anziehungskraft dieser Bewegung?"

Schriftgelehrter: "Ich habe nicht die leiseste Ahnung."(Geht weg)

Reporterin (spricht nächsten an): "Haben Sie einen Moment Zeit? Was können Sie uns über die jüngsten Ereignisse hier in Jerusalem erzählen?"

Straßenhändler: "Ach wissen Sie, ich bin nur ein einfacher Straßenhändler."

Reporterin (enttäuscht): "Ach so."

Straßenhändler: "Aber ich bekomme viel von dem mit, worüber die Leute auf der Straße so reden. Demnach muss das wohl eine tolle Gemeinschaft sein. Sie kümmern sich viel um die Alten und Kranken. Und den Jesus, den hab ich mal getroffen. Netter Kerl. Nicht so von oben herab wie diese Priester."

Reporterin: "Vielen Dank!"

Sie spricht zwei Frauen an, die vorbei gehen.

Reporterin: "Können sie uns etwas über diese neue Gruppe erzählen?"

Freundin 1: "Und ob! Unsere Freundin hat sich diesen Leuten angeschlossen. Voll gruselig. Sie haben sie im Jordan untergetaucht und ihr gesagt: 'Jetzt gehörst du zu uns.'"

Freundin 2: "Ja, und dann ist sie losgegangen und hat alles verkauft, was sie hatte. Ihr Häuschen, ihren Esel, einfach alles. 'Das ist jetzt meine neue Familie', hat sie gesagt. 'Und in einer Familie hilft man sich gegenseitig.'"

Freundin 1: "Und jetzt wollen wir versuchen, sie zu retten."

Reporterin (eifrig): "Sie wird also gegen ihren Willen dort festgehalten? "

Freundin 1: "Was glauben Sie denn? Wer würde schon freiwillig seinen ganzen Besitz verkaufen?"

Freundin 2: "Ja, und das alles, ohne vorher mit uns darüber zu sprechen! Ich meine, wofür hat man schließlich Freundinnen!"

Sie gehen ab.

Reporterin: "Das ist ja alles sehr interessant! Es scheint hier wirklich etwas Außergewöhnliches vor sich zu gehen. - Entschuldigung, können Sie mir etwas über diese neue Sekte erzählen?"

Christ: "Sie meinen die Christen?"

Reporterin: "Ja, wenn sie so heißen?"

Christ: "Wir nennen uns so, weil wir bezeugen, dass Jesus der Christus ist. Gott hat ihn unserem Volk als Erlöser gesandt, aber unsere Priester wollten nichts mit ihm zu tun haben, darum haben sie ihn hinrichten lassen. Doch wie er es vorher gesagt hat, ist er nach drei Tagen von den Toten auferstanden."

Reporterin: "Sie hören sich so an, als würden sie auch dazu gehören?"

Christ: "Und ob. Jesus ist das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist."

Reporterin: "Und, mussten Sie auch alles verkaufen, was Sie besitzen?"

Christ: "Nein, das muss bei uns niemand."

Reporterin: "Da habe ich aber etwas anderes gehört."

Christ: "Bei uns wird niemand zu irgendetwas gezwungen. Darf ich Ihnen eine Frage stellen?"

Reporterin (etwas verwirrt): "Also eigentlich stelle ich ja die Fragen, aber meinetwegen."

Christ: "Wenn ihre Eltern in Not gerieten, würden sie sie unterstützen?"

Reporterin: "Ja, klar!"

Christ: "Und wenn sie etwas von ihrem Besitz verkaufen müssten, um ihnen zu helfen, würden sie es tun?"

Reporterin: "Kommt darauf an, ich glaube schon."

Christ: "Sehen Sie, nichts anderes machen wir. Wer sich taufen lässt, wird ein Kind von Gott. Und wir alle, die wir den gleichen Vater haben, sind untereinander Geschwister. Natürlich helfen wir uns gegenseitig."

Reporterin: "Interessant … Und wie läuft das ab bei Ihnen? Was machen Sie so?"

Christ: "Wir treffen uns nachmittags im Tempel und studieren die Heilige Schrift. Und abends kommen wir in den Häusern zusammen und teilen das Brot, so wie Jesus es uns gelehrt hat. Wir singen viel und beten miteinander."

Reporterin: "Könnte ich an solch einer Zusammenkunft auch mal teilnehmen?"

Christ: "Das lässt sich bestimmt einrichten. Aber sagen Sie mir: Glauben Sie an Jesus Christus?"

Reporterin: "Was hat das denn damit zu tun? Ich bin Journalistin!"

Christ: "Ja, aber auch als Journalisten kommen Sie an der entscheidenden Frage nicht vorbei: Wer ist Jesus für Sie? Glauben Sie an Jesus Christus? Wissen Sie, hier geht es nicht um eine Sensation, es geht um Ihr persönliches Leben."

Reporterin: "Sie bringen mich in Verlegenheit. Als Reporterin muss ich objektiv bleiben!"

Christ: "Wie soll das gehen? Entweder Sie glauben, dass Jesus der verheißene Christus ist oder Sie stellen sich auf die Seite derer, die ihn ablehnen. Dazwischen ist kein Raum. Und wenn Sie an ihn glauben, dann lade ich Sie ein: lassen Sie sich taufen und schließen Sie sich uns an. Sie werden es nicht bereuen."

Reporterin (zögert, dann): "Diese Reportage hat eine eigenartige Wendung genommen. Ich beende die Übertragung und gebe zurück zum Funkhaus."

geht hastig ab

Licht aus

Anmerkungen des Autors

Bei uns anlässlich eines Taufgottesdienstes aufgeführt.
Eine vorherige Lesung von Apg 2, 41-47 empfiehlt sich.

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