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Unterteufel 0815 beim Rapport

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Unterteufel 0815 muss dem Chefteufel berichten, dass Freundschaften auf der Erde wachsen und gedeihen. Der Chefteufel erklärt ihm, wie man diese Freundschaften am besten zunichte machen kann.

Freundschaft, Freund, Freundin, Perfektionismus, Vergleichen, Freundschaft mit Gott

Das Stück

Unterteufel 0815 beim Rapport – (oder - Anweisung an einen Unterteufel )
Chef-Teufel in schwarz mit Sakko bei Schreibtisch, vorerst genüßlich
Unterteufel in dunkelgrau-schwarz kommt vorsichtig herein

Chef: "Nun, 0815, was haben Sie von der Erde zu berichten?"

0815: "Ja also, ich darf sagen, dass sich die Zersetzung der Familie weiterentwickeln ließ. Die Scheidungsraten sind hoch, die Eheschließungen niedrig, ich darf stolz berichten, dass die Anzahl der Singlehaushalte wieder einen neuen Höchststand erreicht hat."

Chef (wohlwollend): "Na das freut mich zu hören; so können wir die Vereinsamung weiter vorantreiben, da können wir dann die Verzweiflung ausbauen..."

0815: "Ja aber... (vorsichtig, traut sich nicht)"

Chef (unwillig, aufmerksam): "Was aber?"

0815: "Ja die Menschen entwickeln da jetzt sogenannte Freundschaften. Manche tauschen sogar Freundschaftsbänder aus. Ich hab auch schon mal dran gedacht, 0816 so ein Freundschaftsband zu schenken, wir verstehen uns einfach so prima…."

Chef (kennt es nicht oder will es nicht kennen, argwöhnisch): "Freundschaften??"

0815 (langsam, aufzählen; während dessen schüttelt Chef bei jedem Wort immer unwilliger den Kopf, hält sich die Ohren zu, krümmt sich): "Ja. Bei einer solchen Freundschaft sind meist 2 oder auch 3-4 Menschen immer wieder zusammen und gern zusammen, oft sind es Frauen, sie unternehmen etwas, sie lachen viel, sie reden viel, sie erzählen sich ihre Sorgen und Probleme Ihre schönen Erlebnisse, alles- und sie hören sich dabei sogar zu! Ja sie trösten sich gegenseitig, ermutigen sich, freuen sich gemeinsam... "

Chef: "...(stöhnend) ohh nein.. ….konnten sie wenigstens verhindern, dass die Menschen auch am Ende noch offen werden für die angebotene Freundschaft von „dem da oben“ ?"

0815: "...naja nein leider...nicht immer...und da gibt es noch ein furchtbares Problem bei diesen Freundschaften – (leise aber sehr deutlich, sehnsüchtig) – DIE MENSCHEN KÖNNEN DABEI WIRKLICH SIE SELBST SEIN! -ohne Maske , ohne sich zu verbiegen, ohne Erwartungen entsprechen zu müssen. Sie fühlen sich in so einer Freundschaft angenommen, mit ihrer ganzen Persönlichkeit, mit allen Macken."

Chef (schlägt mit der Hand auf den Tisch): "Um Teufels willen, jetzt hab ich aber genug! – Und was haben Sie dagegen unternommen??"

0815 : "Ja ich habe Mobbing ausgestreut und Missgunst..."

Chef: "Und?.."

0815 (kleinlaut, Kopf gesenkt): "Es hat fast nicht gewirkt, bei guten Freundschaften gar nichts, die halten zusammen."

Chef (schlägt wieder auf den Tisch, springt dann auf währen des Redens): "Gute Freundschaften! Pah! So etwas muss man im Keim ersticken! IM KEIM verstehen Sie?"

0815: "Ja, wie denn."

Chef: "Ach Dilettanten, alles Dilettanten! Muss man hier alles selbermachen? – Also notieren Sie:
1. Punkt: KEINE ZEIT – haben sie das? Sie müssen dafür sorgen, dass die Menschen keine Zeit haben!"

0815 (zieht Papier aus der Tasche und schreibt mit, wiederholt murmelnd im folgenden immer wieder wichtigste Worte): "Keine Zeit... ja aber mit den vielen Hilfsmaschinen haben die Menschen ja jetzt mehr Zeit ..."

Chef (leicht genervt): "Wozu haben wir den Menschen denn die ganzen Computer und Fernsehmöglichkeiten gegeben bitteschön – haben Sie da im Grundkurs gefehlt, 0815? Erst kürzlich habe ich die Serie „Vorstadtweiber“ im ORF installiert, die hat eingeschlagen - Ja, keine Zeit ist ganz wichtig! – auch keine Zeit für Gott! - Und dann auch meine geniale Idee der „Sozialen Netzwerke“ – alleine sein und sich trotzdem viele Freundschaften vorgaukeln können...einfach genial. Stellen Sie sich vor, es hat sich ein regelrechter Wettbewerb entwickelt, wer die meisten „friends“ hat. Freunde muss man nicht mehr haben, man kann sie einfach nur mehr „adden“."

0815 (schreibt): "Computer, Fernsehen, Social media."

Chef: "Ja und dann Punkt 2 : PERFEKTIONISMUS: Nur was perfekt ist, ist wertvoll. Wenn Sie diese Lüge bei den Menschen fest verwurzeln können, dann haben Sie schon fast alles gewonnen, alles sage ich!! Auch die Freundschaften werden daran ersticken – erstens haben die Menschen dann weniger Zeit, da sie ja einen perfekten Körper, ein perfektes Haus, einen perfekten Job und so weiter brauchen, und zweitens sind sie dann ständig auf der Suche nach der perfekten Freundschaft, die es nicht gibt - sei es, dass die Freundin immer über ihre Suuuuuper-Kinder reden will, oder dass sie einen depperten Mann hat, oder 4 x pro Woche walken gehen will, oder dass bei ihr immer nur alles „ganz wunderbar“ läuft...irgendwas ist halt immer nicht perfekt bei so einer eventuellen Freundin (reibt sich die Hände, freut sich) – Haben Sie das mitgeschrieben?"

0815: "Perfektionismus... Ja und was soll man machen, wenn sich nun schon gute Freundschaften entwickelt haben?"

Chef: "Na entwickeln Sie einmal Kreativität! Was glauben Sie?"

0815: "Neid?"

Chef immer wieder knurrend ,verächtlich abwinkend

0815: "Eifersucht?"

0815: "Minderwertigkeit? - Selbstzweifel? – Stolz, Arroganz?"

Chef: "Auswirkungen, alles Auswirkungen, wir brauchen die Ursache!! (0815 schüttelt hilflos fragend den Kopf) Die Ursache ist DAS VERGLEICHEN."

0815 (schreibt eifrig): "Vergleichen...."

Chef: "Sie müssen die Menschen dazu bringen sich zu vergleichen mit der sogenannten Freundin bzw. dem sogenannten Freund - (zum Publikum) in Einzelfällen soll es auch Männerfreundschaften geben. (wieder diktierend zu 0815) Im Vergleich wurzeln mehr negative Gefühle als (etwas verächtlich) Sie überhaupt kennen, da entwickeln die Menschen eine ganz eigene Kreativität!! Vergleicht man sich nach „oben“, entstehen so herrliche Gefühle wie Neid, Eifersucht, Minderwertigkeitskomplexe. Was läge dann näher, als die anderen schlecht zu machen und das eine oder andere Gerücht in die Welt zu setzen? (fast mit Bewunderung) Auch die Idee „zu schlecht für Gott zu sein“ haben die Menschen von ganz alleine entwickelt! Wirklich kreativ!
Anders herum: Steht man im Vergleich besser da als der andere, stellen sich Arroganz und Hochmut ein... das tötet eine Freundschaft auf jeden Fall. Haben Sie alles?"

0815 (schreibend): "- Neid, Minderwertigkeit, Eifersucht, Gerüchte, Arroganz, Stolz..."

Chef: "Also rekapitulieren wir (oder: Sind Sie nun soweit)- Was sind noch einmal die drei Hauptpunkte?"

0815 (in Unterlagen lesend): "Keine Zeit – Perfektionismus – sich Vergleichen..."

Chef: "Jawoll und nun gehen Sie und bringen Sie diese Sache in Ordnung! Ich will nichts mehr von guten Freundschaften hören! Lächerlich ist das!"

0815 beeilt sich seine Unterlagen zu nehmen und wegzugehen.

Chef (ruft ihm noch nach): "Und streuen sie viel Undankbarkeit dazu! Jede Menge Undankbarkeit!!"

0815: "Ja Undankbarkeit! Danke Chef, danke, danke vielmals!"

Chef (verächtlich, zum Publikum): "Dilettant!"

LICHT AUS.

Anmerkungen des Autors

Anspiel wurde bereits öfters aufgeführt, in verschiedenen Gemeinden - kommt sehr gut an; dabei ist es egal, ob 2 Männer oder 2 Frauen die Teufel spielen.

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