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Himmlisches WLAN - Gott glauben oder nicht?

Männer2
Frauen1
Kinder0
Egal6

Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein, Jugend

Charly hat sich ins himmliche WLAN eingehackt. 9 Jugendlichen chatten mit Gott, stellen Fragen, etliche steigen aber aus, weil ihnen Gottes Nachrichten zum Thema Glauben nicht passen.

Zweifel, Glauben, Mobbing, Glaube erleben, Gehorsam, Mensch, Enttäuschung, gefallene Schöpfung, WLAN

Das Stück

C vor dem Laptop, aber so, dass man ihn gut sieht. L und R kommen zu ihm.

L: "Hi Charly, was geht?"

C: "(starrt nur in den Computer, begeistert) Yeah, geschafft, ich bin drin."

R: "Hey Alter, zockst du schon wieder?"

C: "Quatsch, ich hab das WLAN gehackt."

L: "Welches WLAN?"

C: "Das himmlische WLAN"

R: "Was? Zeig mal her?"

C: "Schau hier" (liest): „Heavens-Chat, geschlossener Bereich“

L: "Cool, und was schreiben die da?"

C: "Hier zum Beispiel: „Gabriel, Michael, schickt nochmal zwei Seraphim-Teams nach Syrien und stärkt meine Kinder“

L: "Wieso Syrien?"

R: "Weil da Krieg ist, du Depp"

N: "(kommt dazu) Hi Leute!"

C,L,R: "Hallo"

N: "Was glotzt ihr denn alle so begeistert in die Kiste?"

R: "Charly ist in einem Chat, in dem... in dem Gott seinen Engeln schreibt."

N: "Was sich die Leute alles einfallen lassen."

L: "Wieso die Leute?"

N: "Na ja, ist doch logisch. Gott gibt es nicht, also kann er auch nicht chatten."

R: "Also du glaubst, dass es Gott nicht gibt?"

N: "Logisch. Früher habe ich die ganzen Märchen geglaubt, aber jetzt nicht mehr."

C: "Du hast also jetzt einen anderen Glauben?"

N: "Nein. Ich glaube gar nichts."

C: "Blödsinn. Natürlich glaubst du was: Du glaubst, dass es Gott nicht gibt."

N: "Was? Ach, lass mich in Ruhe." (geht ab)

L: "Sag mal Charly, können wir da auch was schreiben?"

C: "Können wir mal probieren. Wir brauchen einen User-Namen. Sagt mir mal einen typischen Engelnamen."

L: "Aloisius!"

C: "Ok, probieren wir’s. Was sollen wir schreiben?"

(V und E kommen, stellen sich dahinter und schauen auf den Bildschirm)

L: "Schreibe: „Gott, wie kann ich was mit dir erleben?“

C: "Das soll ich schreiben?"

R: "Ist doch egal, mach halt mal."

C: "Ok" (tippt)

V: "Oh, chattet ihr mit einem, der so tut, als ob er Gott wäre?"

E: "Witzige Idee."

R: "Da, die Antwort" (liest): „Tu, was ich sage“

L: "Ich will was mit Gott erleben, und er sagt, ich soll tun, was er sagt?"

R: "So sieht’s aus."

L: "Lass mal mich ran (dreht den Laptop zu sich, spricht langsam, schreibt gleichzeitig): „Ich will Action und Wunder“

C: "Wow, ist der schnell: (liest) „Dann tu, was ich sage“

L: "Ist der stur! Das ist nicht mein Ding." (geht ab)

C: (dreht den Laptop wieder zu sich)

V: "(Liest) „Schade, dass du gehst, Leo“

E: "(erschrocken, zeigt auf den Laptop) Hey, woher weiß der, dass Leo gegangen ist?"

(Sch, G1 und G2 kommen, schauen und hören erstmal nur zu)

R: "(erschrocken, ängstlich) Das ist nicht einer, der Gott spielt, das... das ist Gott!"

E: "(kann es fast nicht begreifen) Was? Das ist ja der Hammer!"

V: "(bitter, traurig) Dann frage ihn mal, warum ich in einer christlichen Gruppe so übel gemoppt wurde."

C: "(verunsichert) Äh, Veronika, schau mal. Ich habe noch nicht getippt, aber ich glaube, das ist für dich"

V: "(liest) „Liebe Veronika, es tut mir sehr leid, was meine Kinder dir angetan haben.“

V: "(wütend) Und wieso lässt du sowas dann zu?"

E: "(liest) „Sie tun nicht, was ich sage“

V: "Kannst du das nicht verhindern?"

R: "(liest) Ihr könnt frei entscheiden“

V: "Also, wenn du so etwas nicht verhinderst, und wenn deine (spöttisch) ‚Kinder‘ so miteinander umgehen, dann habe ich kein Interesse an dir (geht)"

E: "(liest) Schade, dass du gehst, Veronika“. (redet zum Computer) "Du musst dich nicht wundern, dass wir gehen, wenn du uns so oft enttäuscht."

R: "(liest) "Bin ich es, der Euch enttäuscht?“

E: "(ärgerlich) Natürlich! Wir beten, und es passiert nichts. Wir glauben, und es hilft nichts."

R: "(liest) „Manchmal täuschst du dich, dann folgt Ent-Täuschung“

E: "Also wenn du nicht so bist, wie ich das erwarte, kannst du mir gestohlen bleiben." (geht ab)

C: "(liest) "Deine Erwartungen haben mich dir gestohlen“

R: "Wie können wir denn verhindern, dass wir das Falsche erwarten?"

Sch: "(liest) „Nimm meine Worte in dich auf“ - was meint er damit?"

R: "Ich denke, in der Bibel lesen"

G1: "Aber er schreibt „aufnehmen“, das ist mehr als Lesen."

G2: "Ich glaube, das bedeutet, die Worte verstehen, verinnerlichen, sich davon prägen lassen, sie tun."

R: "(Ärgerlich) Sie tun! Das ist mir zu heftig. Immer soll der Glaube mein ganzes Leben prägen und verändern. Das ist mir echt zu anstrengend" (geht)

Sch: "Charly, frag doch mal Gott, warum er so viel Leid auf der Welt zulässt."

C: "Ich glaube, die Antwort ist schon da (liest): „Ihr gestaltet die Welt.“

G2: "Was meint er damit?"

G1: "Vielleicht meint er, dass viel Leid von uns Menschen verursacht wird: Verbrechen, Hass, Krieg - das machen alles wir Menschen."

G2: "Ja, und Ungerechtigkeit, Hunger, Klimaerwärmung auch. Wusstet ihr, dass durch die Klimaerwärmung sogar die Naturkatastrophen mehr werden?"

Sch: "Klar, aber das ist ja nicht alles. Was ist mit Erdbeben, mit Krankheit und Tod? Wäre Gott gut, dann würde es das doch nicht geben." (geht ab)

C: "Schaut mal hier (liest) „Gefallene Schöpfung. Ich leide mit“

G1: "Gott leidet mit? Wie geht das denn?"

G2: "Wart mal, ich will auch mal was fragen (tippt und redet dabei): „Herr, es ist klasse, so mit dir zu chatten. Wieso geht das nicht immer?“

C: "(liest) „weil wir sonst kein WLAN nutzen - war extra für Charly“

LICHT AUS

Anmerkungen des Autors

Hinweise zum Spielen:
• Die Schauspieler sollten stehen, Laptop darf nicht zu hoch sein, so dass man mindestens die Köpfe sieht (Laptop evtl. auf die Kanzel)
• Meist werden zwei Leute vor dem Laptop sein, die anderen dahinter.
• Es ist wichtig, dass klar ist, wann gelesen wird. Daher sind die zu lesenden Texte in Anführungszeichen. Sie sollen tatsächlich auf dem Laptop gelesen werden, am Anfang evtl. mit dem Finger am Bildschirm
• Das Stück hat die Gefahr, dass es bzgl. der Bewegungen langweilig wirkt, weil sich alles um den Laptop dreht.

Deshalb: Wenn jemand weggeht, ist es vielleicht gut, wenn ihm mal jemand folgt und kurz versucht, ihn aufzuhalten, damit etwas mehr Bewegung auf der Bühne ist.

• Beim Schluss wird nicht sofort klar sein, dass Schluss ist. Daher Freeze der Schauspieler, Scheinwerfer und Wandbeleuchtung aus.

Rollen:
C Charly: Computer-Freak. Nerd-Brille (männlich)
N Naturwissenschaften, Gott kann es nicht geben (männlich)
L Leo/Lea: Langeweile, keine Erlebnisse mit Gott (m/w)
V Veronika: Verletzt von Christen (weiblich)
E Enttäuscht von Gott, er hat meine Erwartungen nicht erfüllt (m/w)
R Regeln zu anstrengend (m/w)
Sch Schmerz: „so was kann doch Gott nicht zulassen“ (m/w)
G1 Glaubt (m/w)
G2 Glaubt (m/w)

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