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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Einige Frauen tratschen in der Metzgerei in Bethlehem über Maria, die davon erzählt, dass sie vom Heiligen Geist schwanger geworden ist. Gegen seine Überzeugung ist auch der Rabbi vom Klatsch fasziniert.

Lästern, falsches Zeugnis, 10 Gebote, Hast du schon gehört?

Das Stück

Ein kleiner Metzgerladen, eine Verkäuferin (Martha) und ihr Sohn als Verkäufer hinter der Theke, Rabbi Daniel und eine Frau (Elisabeth) vor der Theke, dann betritt eine weitere Kundin (Lydia) den Laden

Rabbi: "Und dann noch 100g Kalbsleberwurst."

Verkäufer: "Die im Golddarm, Rabbi Daniel?"

Rabbi: "Ja - und es darf auch etwas mehr sein!" Martha guckt etwas irritiert, Verkäufer holt Wurst und verpackt sie, während des folgenden Gesprächs bezahlt er, Auftritt Elisabeth

Martha: "Ja, guten Tag Elisabeth."

Elisabeth: "Und ob das ein guter Tag ist! Unglaublich, Martha, was sich im Hause von Anna und Joachim abspielt."

Martha: "Nein!! Bei Anna und Joachim?"

Elisabeth: "Unglaublich! Man soll ja nicht über andere reden, aber das muss ich dir erzählen. Du kannst ja sicher ein Geheimnis für dich bewahren!? Musst du auch, denn normalerweise würde ich so eine peinliche Angelegenheit nicht einmal andeuten. Also, pass auf ...”

Rabbi: hat die beiden Frauen beobachtet, räuspert sich, holt Bibel aus der Tasche, schlägt sie auf und liest mit lauter Stimme vor, damit Elisabeth unterbrechend „Gott der Herr sagt: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten! (Blickt auf, im gleichen Moment kommt Lydia herein.) Hüte deine Zunge, Elisabeth."

Lydia: "Guten Tag miteinander."

Elisabeth: (einschmeichelnd) "Sie haben ja so recht, lieber Rabbi. Ich weiß, man soll über andere nur so reden, dass der, über den geredet wird, auch dabei sein könnte."

Rabbi: (ist beruhigt) "Na, dann hast du ja doch in der Synagoge gut zugehört. Einen schönen Tag noch."

Rabbi geht ab, lässt seine Bibel auf der Theke liegen. Kaum ist er ab...

Elisabeth: "Ich rede aber kein falsch Zeugnis wider Maria."

Lydia: "Ach, habt ihr das auch schon gehört?"

Martha: "Was denn? Ich sterbe vor Neugier!"

Verkäufer: "Aber nicht hier im Laden!" (alle drei Frauen gucken ihn strafend an, er dreht sich um und fängt an die Theke zu polieren)

Elisabeth und Lydia: (sich gegenseitig ins Wort fallend) "Also – Maria ist – schwanger!"

Martha: "Nein!!? Die Maria? Die immer so fromm tut?"

Elisabeth und Lydia: (sich gegenseitig ins Wort fallend) "Ja – und weißt du, was das Beste ist – es gibt keinen Vater – also doch, es soll einen geben – einen Engel – nein, kein Engel!"

Verkäufer: "Also, was jetzt? Ich versteht das alles nicht."

Elisabeth: "Kümmere du dich um deinen Golddarm, ja! (Verkäufer ist beleidigt, dreht sich weg) Also, Maria ist schwanger. Und erzählt allen Ernstes, ein Engel sei ihr erschienen und sie werde vom Heiligen Geist schwanger werden."

Martha: (abfällig) "Wer’s glaubt!"

Elisabeth: (abfällig) "Eben! Und im Nachbardorf war der Engel wohl auch. Da sind doch jetzt ebenfalls zwei Mädchen unehelich schwanger."

Lydia: "So ein Flittchen! Ich habe mir das doch gleich gedacht. Und das Allerschlimmste kommt erst noch …"

Auftritt Rabbi, wird von ihm unterbrochen

Rabbi: "Ich habe meine Bibel vergessen."

Lydia: (sieht den Rabbi, stockt und redet zuckersüß weiter) "Und dann habe ich zu Anna gesagt: „Deine arme Tochter! Wie kann ich denn Maria helfen? Mach dir nichts draus. Das kommt in den besten Familien vor.“"

Verkäufer: "Hier ist sie, Rabbi Daniel."

Rabbi. "Danke, mein Junge."

Rabbi geht ab

Lydia: "Wo war ich stehen geblieben?"

Martha: (erwartungsvoll) "Beim Allerschlimmsten!!"

Lydia: "Josef, ihr Verlobter, will die Verlobung auflösen!"

Martha: "Na, verdenken kann ich’s ihm nicht. Also, wenn mein Sohn …"

Verkäufer: "Ja, Mama?"

Martha: "Putz du mal in den Ecken. Nicht dass du hier noch auf komische Gedanken kommst und irgendwann bei einem Mädchen auch mal Engel spielst."

Verkäufer geht ab.

Elisabeth: "Das arme Mädchen. Und was für eine Schande für die Familie. Ich habe es schon immer gesagt: Die Zeiten werden immer sittenloser. Und was das alles noch schlimmer macht: Keiner kann mehr was für sich behalten. Als ich Esther kürzlich erzählt habe, dass ich jetzt Stützstrümpfe tragen muss, hat es gleich das ganze Dorf gewusst."

Lydia: "Also stimmt es doch!"

Rabbi stürzt mit der Bibel in der Hand in den Laden.

Rabbi: "Unglaublich! Uuunglaublich! Keine Moral mehr. Ihr werdet es nicht glauben, was ich eben gehört habe. Wer hätte das gedacht?! Ausgerechnet Maria. (zu den Frauen) Ich weiß ja nicht, worüber ihr gerade erzählt, aber das ist – der Knül-ler! Maria ist – schwanger!"

Er schaut erwartungsvoll in die Runde, eine der drei Frauen nimmt dem Rabbi die Bibel aus der Hand, schlägt sie auf und liest vor, die beiden anderen Frauen fallen dann ein, so dass zum Schluss alle drei vorlesen.

Erst Elisabeth, dann Lydia und Martha: "Aus den Sprüchen Salomos: Wer seine Zunge hütet, bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul herausfährt, über den kommt Verderben!" [Sprüche 13,3]

Dann triumphierender Blick auf den Rabbi, der etwas verschämt abgeht, dann alle ab.

LICHT AUS

Anmerkungen des Autors

Ein lustiges Stück, das eine Predigt über das 9. Gebot gut einleitet.

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