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Auferstehung

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Informationen:

  • < 5 Minuten
  • Ostern

Einem Bestattungsunternehmer wird mitgeteilt, dass sein Geschäft geschlossen wird. Der Grund dafür ist (wie sich im Laufe der Szene herausstellt), dass die Auferstehung stattgefunden hat, es keinen Tod mehr gibt und er deswegen überflüssig ist. Als er seine verstorbenen Angehörigen vor dem Schaufenster erblickt, reagiert er voller Unglauben und Angst, die Freude kommt erst ganz zum Schluss.

Auferstehung, Tod, Ostern, Unglaube

Das Stück

Auferstehung

Ort: Laden/Büro eines Bestattungsinstituts (z.B. Bild über Beamer für Kulisse), Tisch,Stuhl, Telefon, evtl. Laptop, Akten. Ein Fenster.

Herr Wuttke (am Telefon): "…. wie jetzt, Sie brauchen den Sarg nicht mehr? Ist Ihnen der Verstorbene abhanden gekommen (lacht, reißt sich dann aber am Riemen). Ja, wenn Ihnen das Modell zu teuer ist - wir hätten dann noch die billigere Variante aus Kiefer. Innen mit Samt ausgeschlagen wäre das dann, warten Sie, ich gucke gerade nach…"

In der Zwischenzeit betritt ein Kunde den Laden, sehr cool, wirkt formell.

Herr Wuttke: " … dann kämen sie mit 3500 hin. …… Wie, das wollen Sie auch nicht? Na, bitte, bitte, dann nicht. Ich muss ja nicht alles verstehn. Wiederhörn. (Legt auf, brummt): Soll er doch gleich sagen, dass er zur Konkurrenz gegangen ist. Als ob die das besser könnten. ….. (Wendet sich an den Kunden) : Guten Tag, mein Herr, was kann ich für Sie tun?"

Kunde: "Michaelis mein Name. Ich überbringe Ihnen die Nachricht, dass Ihr Geschäft ab sofort geschlossen ist."

Wuttke: "Wie… was…. Ach, Sie sind von der Eigentümergemeinschaft.! Die Mietrückstände habe ich grade alle bezahlt. Moment, hier habe ich die Belege."(kramt)

Michaelis: "Es geht nicht um die Miete. Ihr Geschäft wurde zu gemacht."

Wuttke: "Jetzt hab ichs! Sie sind von der Bank! Aber sagten Sie nicht letzte Woche, der Kredit wäre verhandelbar?"

Michaelis: "Es geht hier nicht um Geld. Sie werden hier nicht mehr gebraucht."

Wuttke: "Nicht mehr gebraucht? Wo denken Sie hin? Gestorben wird immer!"

Michaelis: "Das ist genau der Punkt."

Wuttke: "Ich lasse mich nicht von diesem Standort vertreiben. Wir sind hier seit drei Generationen. Wuttke und Co. Das steht für Qualität. Särge vom Feinsten! Wuttke weiß was Witwen wollen! …Wer schickt Sie überhaupt?"

Michaelis: "Die Anweisung kommt von ganz oben. Hier haben Sie es schriftlich."

Wuttke (liest halblaut): "Mit Wirkung zum 16.4.17…. alle Bestattungsinstitute offiziell geschlossen (stutzt) Alle Bestattungsinstitute – das ist ja die Höhe! Das können Sie nicht machen! Das führt zu einer Gesundheitskrise!"

Michaelis: "Lesen Sie ruhig weiter."

Wuttke: "…(nuschelt, dann deutlich)… zur Teilnahme an einer Umschulungsmaßnahme melden Sie sich bitte bei Hauptverwaltung H, Abteilung A; Öffnungszeiten Montags bis Donnerstags…. (blickt auf): Umschulung? (brüllt) Vergackeiern können Sie jemand anderen! Verwaltung H! Wer hat denn so was schon gehört (blickt sich plötzlich ängstlich um): Wo ist die Kamera, wo ist sie? Sie wollen das alles ins Internet stellen! Sie sind von der Konkurrenz, das ist mein Ruin…"

Michaelis: "Beruhigen Sie sich, Herr Wuttke. Schauen Sie einmal aus dem Fenster."

Wuttke (geht wiederwillig zum Fenster): "Was bitte soll denn da sein? Ist das ein besserer Standort für Ihre Aufnahmen? (wütend). Jetzt reichts aber mit diesem dummen Streich (erschrickt plötzlich als er rausguckt, ängstlich)…. das ….. das gibt’s doch nicht…. das, nein, diese Ähnlichkeit, welch ein Zufall. Die Frau dort sieht genauso aus wie…(zu Michaelis gewandt). Jetzt ist es genug. Fasching ist vorbei. Das ist alles höchst geschmacklos. Verschwinden Sie aus meinem Laden!"

Michaelis (sehr cool): "Noch mal, Herr Wuttke. Schauen Sie bitte einfach aus dem Fenster. Beobachten Sie, was vor sich geht."

Wuttke (widerwillig, blickt aus dem Fenster, erschrickt wieder): "Da dort neben der Frau, das ist doch …. aber das kann kein Zufall sein. Und jetzt reden die beiden mit…. der sieht genauso aus wie…. (wendet sich an Michaelis) Michaelis – wie viele Schauspieler haben Sie denn noch aufgetrieben um meine gesamte verstorbene Verwandtschaft vor mein Schaufenster zu stellen! Ich sagte schon, das ist geschmacklos. Das muss jetzt aufhören. (Schickt sich an, den Laden zu verlassen).

Michaelis (hält ihn fest, sehr ruhig): "Verstorben schon. Aber nicht tot. Nicht mehr tot."

Wuttke (schaut ihn an, als sähe er einen Geist): "Nicht mehr tot? Wollen Sie mir etwa erzählen, dass…."

Michaelis: "Sie haben es nicht mitbekommen, oder? Sie haben heute noch nicht ins Internet geschaut, kein Radio gehört, keine Zeitung gelesen? Herr Wuttke, seit heute haben wir eine neue Regierung. Und deren erste Amtshandlung war…."

Wuttke: "Kein Tod mehr? A…a..auf er…steh..?"

Michaelis: "So ist es."

Wuttke (reißt sich plötzlich los und rennt raus): "Helga!"LICHT AUS

Anmerkungen des Autors

Der Szene liegt der Gedanke zu Grunde, dass wir zwar immer so selbstverständlich von Auferstehung reden, sie aber vermutlich kaum glauben könnten, würden wir sie tatsächlich erleben.

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