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Katharina von Bora

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Im Rahmen eines Interviews gibt Katharina von Bora einen Einblick in das Leben von Martin Luther und seiner Zeit.

Reformation, Martin Luther, Katharina von Bora

Das Stück

Reporterin tritt auf, geht überlegend hin und her

Reporterin: "Ich soll einen Bericht schreiben für das Evangelische Gemeindeblatt zum Thema Reformation. Aber was könnte ich darüber schon berichten? Das mit den 95 Thesen? Das weiß doch jeder schon!" (geht nachdenklich auf und ab) "Das was die Leser heutzutage interessiert, sind so Home Stories - also, wie lebten die Menschen, wie erlebten sie die Dinge." (wieder überlegend) "Hmm - wie fange ich das am besten an?" (hat plötzlich einen Einfall) "Ich weiß was, am besten fragen wir die Frau, die live dabei war - Katharina!"

Katharina (tritt entweder aus dem Publikum oder hinter den Kulissen hervor): "Guten Tag, seid gegrüßt. Darf ich mich vorstellen? Ich bin Katharina von Bora. Ich habe später Martin Luther geheiratet, und die Leute nannten mich deshalb gerne "die Lutherin"!"

Reporterin: "Ich habe über Sie recherchiert, Luther nannte Sie "meinen lieben Herrn Käthe", das finde ich sehr lustig. Wie konnten Sie überhaupt Frau Luther werden, Sie haben ja im Kloster gelebt?"

Katharina: "Das stimmt, ich kam schon in jungen Jahren ins Kloster. Ich konnte dort studieren, vor allem Heilkunde. Und ich habe mich mit Luthers Lehren über die Kirche beschäftigt."

Reporterin: "Das wurde im konservativen Kloster bestimmt nicht gerne gesehen!"

Katharina: "Allerdings nicht. Deshalb bin ich ja zusammen mit acht anderen Nonnen geflüchtet. Luther selbst hat uns dabei geholfen. Er bat einen Freund, der Heringe ins Kloster geliefert hatte, uns in den Fässern hinaus zu schmuggeln."

Reporterin (lachend, Kopf schüttelnd): "Das klingt ja wie ein Thriller! Und wie ging es dann weiter?"

Katharina: "Wir haben geheiratet, obwohl Martin zunächst gar nicht wollte, und auch seine Freunde waren zum Teil dagegen. Gott hat uns mit sechs Kindern beschenkt, leider sind zwei aber früh gestorben."

Reporterin: "Oh, das ist aber traurig!"

Katharina: "Ja, das war es wohl. Trotzdem war in unserem Heim stets viel los. Ich hatte ja Heilkunde studiert. Es kamen zu uns hoffnungslos Kranke aus der Umgebung, und einmal sogar Elisabeth von Brandenburg! Auch mein Ehemann brauchte Pflege, da er von schwächlicher Gesundheit war."

Reporterin: "Ja, das habe ich bei meinen Recherchen auch herausgefunden. Trotzdem war er aber wohl viel unterwegs?"

Katharina: "Ja, die Reformation musste ja vorangebracht werden, und er wurde von den hohen Herren viel um Rat gefragt. Deshalb habe ich mich um unser Haus und die Ländereien gekümmert. Ich war Gärtnerin, Imkerin, Wirtschafterin - ich habe sogar unser Bier selbst gebraut."

Reporterin: "Honig und Bier aus eigener Produktion - da gingen bei Ihnen bestimmt viele Leute ein und aus?"

Katharina: "Das ist wohl wahr! Es gab so viele Kostgänger, dass zeitweise 50 Personen bei uns am Mittagstisch saßen!"

Reporterin: "Das ist ja unglaublich! Heute würde man dazu sagen, Sie waren Leiterin eines mittelständischen Betriebes mit niedriger Fertigungstiefe. - Da hatten Sie sicher für nichts anderes mehr Zeit."

Katharina: "Aber nicht doch! Ich habe immer gerne gelesen. Luthers Schriften zum Beispiel. Und wir haben mit Luther sehr gerne theologische Fragen diskutiert. Ich hatte durchaus meine eigene Meinung! Am liebsten habe ich aber die Bibel studiert."

Reporterin: "Die hatte Ihr Mann ja gerade frisch übersetzt."

Katharina: "So war es. Und durch das Bibelstudium war ich in der Lage, die Kinder im Katechismus zu unterrichten."

Reporterin: "Dann haben Sie sozusagen Martin Luther den Rücken freigehalten. Sie waren Familienunternehmerin, Lehrerin, Ärztin und Intellektuelle!" (nickt anerkennend) "Jetzt verstehe ich, was er mit "mein lieber Herr Käthe" meinte! - Vielen Dank für diesen Einblick, Frau Luther!"

(beide reichen sich die Hand, gehen ab)

Anmerkungen des Autors

Wir haben dieses Anspiel zum Beginn des Reformationsjahres aufgeführt. Es kam sehr gut an. Den Zuschauern hat vor allem gefallen, dass sie einen Einblick "von innen" in Luthers Leben bekommen haben.

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