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Luther Interview

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein, Luther, Reformation

Ein(e) Reporter(in) interviewt Luther - es geht um seine Schrift "Von der Freiheit eines Christenmenschen".

Luther, Freiheit, Christus

Das Stück

Luther, Von der Freiheit eines Christenmenschen
Personen: Reporter(in), Luther (in moderner Alltagskleidung)

Reporter (R): „Ich warte auf den großen Martin Luther, er kommt zum Interview. Fragen Sie mich nicht, wie das funktioniert, aber er kommt und ich bin total nervös …… oh man, wie spricht man mit Martin Luther?”

Martin Luther (ML): „Hallo, ich suche den Reporter von ….”

R: „Ja, äh, das passt jetzt gerade gar nicht, ich warte auf Martin Luther!”

ML: „Ich bin Martin Luther.”

R: „Also, das hätte ich jetzt nicht vermutet, ich hatte Sie mir ganz anders vorgestellt.”

ML: „So, wie vor 500 Jahren? Das würde nicht zu mir passen, ich bin ein Mann, der schon immer mit der Zeit gegangen ist.”

R: „Ja, dann herzlich willkommen, hoch ehrwürdiger Herr Professor Dr. Luther.”

ML: „Was ist das denn für eine Anrede? Die benutzt man doch schon lange nicht mehr, oder? Aber gut, moin, moin.”

R: „Das äh ja, moin, moin. Wir feiern in diesem Jahr das 500. Jubiläum Ihrer großen Taten. Wie stolz sind Sie denn auf Ihre Evangelische Kirche?”

ML: „Nun ja, es war nie meine Absicht, eine neue Kirche zu gründen, vielmehr wollte ich meine Kirche, meine katholische Kirche, zurückführen zum Wort Gottes. Ich bedauere noch immer, dass dies zu einer Kirchenspaltung geführt hat.”

R: „Ja, das ist zu bedauern, aber die evangelische Kirche hat Ihre Traditionen bewahrt, bis auf den heutigen Tag.”

ML: „Ja, das sehe ich mit Sorge.”

R: „Wie meinen Sie das?”

ML: „Man sollte sich nicht in Traditionen verstricken und den Blick auf die Menschen verlieren. Manchmal muss man Traditionen auch anpassen, ohne dabei die Grundlage zu verlieren.”

R: „Also Ihre Schriften und Vorgaben?”

ML: „Nein, das Wort Gottes. Eine andere Grundlage kann es für die Kirche nicht geben. Es freut mich, dass einige meiner Schriften noch heute gelesen werden. Vielleicht sollte sie mal jemand in eine zeitgemäße Sprache übersetzen, damit die Leute sie auch verstehen können. Aber meine Schriften sind Auslegungen der einen Grundlage: der Bibel.”

R: „Eine Ihrer bedeutendsten Schriften ist die „von der Freiheit eines Christenmenschen“. Diese haben sie zusammen mit einem Brief an den Papst übersandt – nachdem er schon eine Bannbulle gegen sie erlassen hatte. Wie mutig.”

ML: „Ja, vielleicht. Es gab kein Zurück mehr, ich musste den Weg des Widerspruchs weitergehen, anders hätte ich meine tiefsten Überzeugungen und das Wort Gottes verraten müssen. Ich konnte nicht glauben, dass der Papst, den ich damals noch sehr geachtet habe, die tiefen Wahrheiten der Schrift nicht erkennen konnte. Ich musste diese Chance eines Sendbriefes nutzen.”

R: „Ihre Schrift setzt sich mit zwei Sätzen auseinander, von denen Sie sagen, dass sie beide wahr sind: Zuerst sagen Sie: ' Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan' aber dann auch 'Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.'
Das verstehe ich nicht. Das widerspricht sich doch, oder?”

ML: „Dann lesen sie die Briefe des Paulus, dort sind diese Gedanken auf das allerklarste ausgeführt.
(Zückt ein Smartphone und liest vor)
Im Brief an die Korinther heißt es: „Denn obwohl ich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht, damit ich möglichst viele gewinne.
Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden - obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin -, damit ich die, die unter dem Gesetz sind, gewinne.
Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie einer ohne Gesetz geworden - obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi -, damit ich die, die ohne Gesetz sind, gewinne.
Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette. Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben. (1. Korinther 9, 19-23)
Das heißt: durch den Glauben sind wir freie Menschen. Wenn wir daran glauben, dass Christus uns erlöst hat, dann brauchen wir nichts weiter zu tun für unsere Seligkeit. Wir brauchen keine Ablassbriefe, keine Wallfahrten nach Rom, keine Knochen von irgendwelchen Heiligen – Christus hat alles für uns getan, was notwendig war.”

R: „Ich kann gut verstehen, dass der Papst von diesem Gedanken nicht sehr begeistert war. Immerhin war der Ablasshandel seine wichtigste Einnahmequelle.
Aber Ihre Lehre passt sehr gut in unsere heutige Zeit. Einmal taufen und später konfirmieren lassen und damit ist das Thema Kirche dann erstmal erledigt. So eine Art Rundumversicherung für die Ewigkeit.”

ML (haut auf den Tisch oder stampft auf): „So habe ich das nie gemeint! Schon damals waren die Menschen nur an der Schale meiner Lehre interessiert, aber nicht an ihrem Kern!
Wer zu Christus gehört, der gehört ihm mit Haut und Haaren. Und er wird nicht anders können, als die Gebote zu halten, ihn zu ehren und Gott und seinen Nächsten zu lieben. Und natürlich entstehen daraus gute Werke. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan. Die Liebe macht ihn dazu. Aber eben nicht um sich das Himmelreich zu verdienen – das hat ein anderer schon für uns getan. Das ist doch nicht so schwer zu kapieren?”

R: „Ich weiß nicht, so ganz habe ich das immer noch nicht verstanden ...”

ML: „Dann haben Sie drei Möglichkeiten, das zu ändern:
1. Studieren sie die Bibel, besonders die Briefe von Paulus sind hier hilfreich. Die neue Lutherübersetzung gibt es als App für Ihr Smartphone.
2. Sie lesen meinen Brief an den Papst noch ein paar Mal durch
Oder 3. Sie fragen Ihren Pastor, ob er nicht mal über dieses Thema predigen will.”

R: „Da entscheide ich mich spontan für die 3. Möglichkeit!”

Anmerkungen des Autors

https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=FIywxqNhVn8

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