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Erwartungen

Männer1
Frauen2
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Egal0

Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein

Ein Mann sieht sich mit vielerlei Erwartungen aus Beruf, Familie und Gesundheit konfrontiert.

Erwartungen, Prioritäten, Nein sagen, Überforderung, Burn Out

Das Stück

Personen: Vater, Mutter, Teenie-Tochter, Arztstimme.

(Mann kommt auf die Bühne, Jogginganzug)

Mann: „Endlich Freitag. Mann, war das 'ne Woche. Ich glaube, ich bin allmählich zu alt für den Scheiß.” (setzt sich gemütlich hin, enfaltet eine Zeitung)

Tochter: „Hallo, Papi!”

Mann: „Na Tina, was gibt’s?”

Tochter: „Duuu, Papilein… Kannst du mir einen riesen-, riesengroßen Gefallen tun?”

Mann: „Ich weiß nicht. Um was geht es denn?”

Tochter: „Ach, Papilein, kannst du mich morgen nachmittag nach Mohrkirch fahren? Wir wollen uns da mit ein paar Mädels treffen und uns fertig machen für die Party des Jahrhunderts!”

Mann: „Was, ganz bis nach Mohrkirch? Muss das sein?”

Tochter: „Ja, das muss sein, ganz unbedingt! Diese Party ist ober- oberwichtig.”

Mann: „Und was sagt Mama dazu?”

Tochter: „Die hat gesagt, ich soll dich fragen.”

Mann: „Na schön, meinetwegen.”

Tochter (fällt ihm um den Hals): „Danke, danke, du bist der beste Papi der Welt!”

Mann: „Und wie kommst du wieder nach Hause?”

Tochter: „Ach ja, das wollte ich dich auch noch fragen ...”

Mann (lächelt) ”Na schön. Ich hol' dich auch wieder ab. Aber nur weil du meine Lieblingstochter bist.”

Tochter: „Aber ich bin doch deine einzige!”

Mann: (grinst) „Eben!”

(Telefon klingelt, Tochter geht ab)

Mann: „Petersen! Hallo? … Ach Chef, ja hallo, was gibt’s denn? Was, morgen?? Am Samstag?

Achso, ja … naja, wenn es unbedingt sein muss. … Hm. Ja. Also, ich schätze mal, fünf bis sechs Stunden dauert das bestimmt ... Na gut, weil Sie es sind. Tschüß!”

(legt auf) „So ein Mist. Das hat mir gerade noch gefehlt. Wo ich mich so auf ein ruhiges Wochenende gefreut habe!”

Frau: „Wer war das denn?”

Mann: „Mein Chef.”

Frau: (ungeduldig): „Und – was wollte er?”

Mann: „Ich soll morgen arbeiten.”

Frau: „Waas? Morgen wollten wir einkaufen gehen oder hast du das schon wieder vergessen? Ein Geschenk für deine Mutter. Du weißt doch selbst, wie schwierig das ist!”

Mann: „Das können wir doch am Nachmittag erledigen. Ich fahre um 6:00 Uhr in die Firma, dann bin ich Mittags fertig und wir düsen nach Flensburg.”

Frau: „Und was ist mit Tina? Sie hat mir erzählt, dass du sie nach Mohrkirch fährst.”

Mann: „Ja, stimmt … (denkt nach) Ich hab's: wie wär's, wenn du in der Zeit einen schönen Kaffee trinken gehst. Wir gehen Einkaufen, dann trinkst du deinen Kaffee, ich fahre Tina eben schnell nach Mohrkirch und dann können wir ganz in Ruhe weiter einkaufen.”

Frau: „Naja. Und was ist mit dem Rasen? Wolltest du nicht morgen den Rasen mähen?”

Mann: „Ach, das mache ich übermorgen. Kein Problem.”

Frau: „Übermorgen ist Sonntag. Am Sonntag mäht man keinen Rasen.”

(Tina kommt, ein Handy am Ohr)

Tina: Du Papilein? (zuckt zusammen, als sie die Mutter sieht) Oh, hey, Mama. Können wir auch Celine und Laura mitnehmen, wenn du uns abholen kommst?

Mann: Klar, kein Problem. Ist ja Platz genug im Auto.

Tina: Danke! Du bist der beste Papa der Welt!

(Geht aufgeregt in ihr Handy sprechend wieder ab) „Ja, das geht klar. Ihr könnt mit uns fahren. Weißt du schon, was du anziehen willst? Ich wollte ….”

Frau: „Sie weiß genau, dass sie bei mir nicht alles bekommt, was sie will. Aber dich hat sie mal wieder um den Finger gewickelt.”

Mann: „Ach, naja.”

Frau: „Also nur, damit das klar ist: ich fahre nachts nicht noch mal los. Ich soll am Sonntag beim GOLF mitspielen. Da muss ich fit sein.”

Mann: „Nein, nein, kein Problem, ich mach das schon.”

Frau: „Aber du hast auch dran gedacht, dass wir abends bei Johannsens eingeladen sind, oder?”

Mann: (wenig überzeugend): „Klar, wie könnte ich das vergessen …!”

(Das Telefon klingelt wieder)

Frau: „Petersen! Ja, Augenblick, er steht direkt neben mir. - Hier, für dich. Ich glaube, es ist dein Arzt.”

Arzt: „Moin Herr Petersen. Praxis Dr. Müller. Die Befunde vom Kardiologen sind gerade eingetroffen und ich dachte, ich sage Ihnen gleich Bescheid.”

Mann: „Das ist ja nett. Was sagt er denn?”

Arzt: „Um ehrlich zu sein: er ist erstaunt, dass Sie bisher noch keinen Herzinfarkt hatten. Sie müssen sich unbedingt schonen, hören Sie? Gönnen Sie sich Ruhe, Ihr Herz braucht das.”

LICHT AUS

Anmerkungen des Autors

Anspiel zum GOLF (Gottesdienst um Elf) mit dem Thema "Von Erwartungen erdrückt".

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