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Im Fieber

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Allgemein, Jugend

Jesus (aus dem Off) ist im Gespräch mit drei unterschiedlichen Jugendlichen, die sich alle trotz ihres Glaubens mehr für Fußball begeistern können, als für ihn.

Fieber, Fußball, Begeisterung, Brennen, Einsatz, Evangelisieren, Glauben im Alltag

Das Stück

Lukas kommt auf die Bühne in voller Fanmontur. Je übertriebener, desto besser.

Lukas: „Allee! Allee! Allee! Allee! Allee! Eine Straße, viele Bäume, ja das ist eine Allee!“

Jesus: „Lukas!“

Lukas: „Allee! Allee…“

Jesus: „Lukas!!!“

Lukas: „Hä? Ach Jesus, du bist’s. Was gibt’s denn?“

Jesus: „Du scheinst ja echt gut drauf zu sein. Wo kommt denn deine gute Laune her?“

Lukas: „Bitte sag nicht, dass du den WM-Spielplan nicht verfolgst! Heute Abend spielt doch Deutschland! Ich bin gerade auf dem Weg zu Matze, da treffen wir uns alle zum Gucken. Und ich sag dir: Heute lässt unsere National-Elf den Gegner so richtig auflaufen!“

Jesus: „Ist ja toll, dass ihr euch gemeinsam zum Schauen trefft. Da kannst du den Benni ja gleich mitnehmen.“

Lukas: „Den Benni? Du meinst den aus meiner Klasse?“

Jesus: „Ja, genau den. Der steht da vorne an der Ecke. Der hat heut Abend noch nichts vor.“

Lukas: „Okay… Kann ich schon machen. Ich schwätz zwar sonst auch nie mit dem, aber was soll’s.“

Jesus: „Das find ich klasse, Lukas! Erst gestern hast du mich noch darum gebeten, dir Gelegenheiten zu schenken, Leuten von mir zu erzählen. Das ist jetzt DIE Gelegenheit. Benni kennt mich nämlich noch nicht.“

Lukas: „Moment, moment! Was willst du jetzt damit sagen?“

Jesus: „Dass du mich dem Benni heute Abend vorstellen kannst.“

Lukas: „Mmh… Okay, also Jesus, ich glaub, dir ist nicht so ganz klar, was heute für ein Tag ist. Es ist Fußballweltmeisterschaft. Und Deutschland spielt. Da hab ich doch keine Zeit, um hier für irgendwelche Bekanntschaften zu sorgen. Da bin ich viel zu beschäftigt damit, den Fernseher anzuschreien!“

Jesus: „Aber Lukas, meinst du nicht…“

Lukas: „Außerdem wird es da ohnehin viel zu laut sein. So sehr wie wir da anfeuern und rumbrüllen werden… Da würde doch kein Mensch verstehen, was ich von dir und deinem Tod am Kreuz erzähle. Also, ich würde sagen, heute Abend ist auf jeden Fall Fußball dran und mit dem Benni gucken wir dann weiter. Zur Not bete ich auch nochmal, ja? Also, bis später! WM, ich komme!“ (Geht ab.)

Leonie: (Kommt nervös händeringend auf die Bühne)

Jesus: „Hallo Leonie!“

Leonie: „Hey, Jesus. Gut dass du da bist. Du musst mir helfen!“

Jesus: „Was ist denn los?“

Leonie: „Ich schaff das einfach nicht! Da vorne stehen Anne und Kim und ich weiß, ich will die schon lange mal zum JuGo einladen, aber ich trau mich einfach nicht!“

Jesus: „Warum denn? Wovor hast du Angst?“

Leonie: „Naja, sie könnten mich komisch angucken und ablehnend reagieren und… Ach, Jesus, du kennst mich doch. Ich bin halt einfach ziemlich schüchtern.“

Jesus: „Schüchtern? So kamst du mir aber gestern gar nicht vor.“

Leonie: „Gestern?“

Jesus: „Ja, beim Fußball schauen. Du hast genau so laut angefeuert, wie alle anderen, hast dich mit Jannik über die Aufstellung gestritten und hast am Schluss sogar einen Siegestanz auf dem Tisch hingelegt.“

Leonie: „Ja, okay. Aber das ist ja auch was anderes.“

Jesus: „Ach ja?“

Leonie: „Natürlich! Fußball ist total unverfänglich. Da kommen ja alle irgendwie aus sich raus. Aber diese Sache mit dem Glauben. Das ist so was persönliches, privates. Und dann zuzugeben, dass man selber Christ ist. Das kann schon ein bisschen peinlich sein.“

Jesus: „Ich bin dir peinlich? Das ist ganz schön hart.“

Leonie: „Was? Nein! Natürlich nicht! Jesus, so darfst du das nicht verstehen. Es ist eher… Weißt du, ich fang dann an zu stottern und weiß nicht mehr was sich sagen wollte und das kommt dann so blöd rüber und das ist einfach peinlich.“

Jesus: „Okay. Dann leg dir doch einfach vorher zurecht, was du sagen willst. Es ist wie beim Fußball, steh einfach zu dem, wovon du überzeugt bist. Und ich bin ja dabei. Wir können gleich bei Anne und Kim üben.“

Leonie: „Was? Oh… Äh, weißt du… wenn ich recht drüber nachdenke, ist gerade eigentlich überhaupt kein guter Zeitpunkt. Vielleicht probieren wir das lieber später mal. Vielleicht sollte ich auch vorher eher noch ein bisschen beim Fußball üben.“

Jesus: „Aber Leonie, ich weiß doch, dass das jetzt nur Ausreden sind.“

Leonie: „Nein, ehrlich nicht! Wir sehen uns dann später, ja?“ (Geht ab.)

Lars: (Kommt ganz aufs Smartphone konzentriert, murmelt vor sich hin) „Der Elfmeter war doch sowas von daneben von dem Schiri… Keine Chance, dass der nicht gekauft ist…“

Jesus: „Hallo, Lars!“

Lars: „Mmh? Jesus, bist du das?“

Jesus: „Ja, ich bin’s. Wie geht’s dir so?“

Lars: „Äh… gut geht’s mir. Aber sag mal, Jesus: Was machst du hier?“

Jesus: „Was meinst du?“

Lars: „Heute ist doch nicht Sonntag. Ach du Schande! Ist gerade etwas Teenkreis und ich hab’s vergessen? Ne, kann nicht sein, heute ist Dienstag.“

Jesus: „Meinst du etwa, ich habe nur an bestimmten Tagen einen Platz in deinem Leben?“

Lars: „Naja, das ist jetzt vielleicht ein bisschen krass ausgedrückt. Aber um ehrlich zu sein, bin ich so ausgebucht und hab so viel am Hut, dass ich manchen Sachen einfach ihre bestimmte Zeit zuteilen muss. Und du bist eben im Gottesdienst und im Teenkreis dran. Da hab ich dann ja aber echt nur Zeit für dich!“

Jesus: „Aber im Teenkreis redet ihr doch auch ständig über Fußball.“

Lars: „Ja, über irgendwas interessantes muss man sich da ja auch unterhalten!“

Jesus: „Du findest mich also nicht interessant genug…“

Lars: „Uh, das kam jetzt vielleicht ein bisschen hart raus. Aber weißt du, Fußball verbindet einfach, da haben wir unsere gemeinsame Leidenschaft!“

Jesus: „Versteh mich nicht falsch, ich freue mich ja mit euch, wenn ihr etwas habt, das euch gemeinsam begeistert. Aber meinst du nicht, du könntest dann auch in deinem Alltag ein bisschen Platz für mich machen?“

Lars: „Puh… Könnte schwierig werden. Aber weißt du was? Weil du es bist, guck ich mir meinen Terminkalender nochmal genau an und räum dir ein, zwei Plätzchen frei, in Ordnung? Ich meld mich dann bei dir. Mach’s gut!“ (Geht wieder ab)

Jesus: "Mmh… Im Fußballfieber sind sie alle. Wenn sie nur auch so viel Begeisterung für mich hätten…"

LICHT AUS

Anmerkungen des Autors

Wir haben das Stück bei einem JuGo während der Fußball-WM aufgeführt. Die Fußball-Ausreden lassen sich auch leicht durch andere Leidenschaften ersetzen.

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