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Mission Weihnachtsfreude

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Informationen:

  • 5-15 Minuten
  • Weihnachten

Ein Engel kommt mit einem Geschenk auf die Erde, dass er dem Menschen geben möchte der wirklich Weihnachtsfreude verbreitet. Dabei besucht er einen Dirigenten (Weihnachtsmusik), Geschäftsleute-Produzenten von Weihnachtsartikeln, einen Pastor/in und Küsterin und ein Altenheim. Im Altenheim findet er die Person, die es wert ist das Geschenk zu erhalten.

Weihnachten, Weihnachtsfreude, Krippenspiel, Weihnachtstheater

Das Stück

Rollenbeschreibung

E: Engel / Naiv, wissbegierig, voll Tatendrang, klar und konsequent, rein und freundlich
D: Dirigent / Egozentrisch, narzisstisch, übertrieben
V: Vorstand / Dominant, habgierig, rücksichtslos
F: Finanzchef / Zahlenmensch, trocken, kühl, distanziert
S: Sekretärin / Getrieben, hektisch, dienstbeflissen
P: Pastor/in / Entmutigt, ausgebrannt
K: Küsterin / Lebensfroh, übereifrig
KS: Krankenschwester / Fürsorglich, freundlich
O: Oma Valentina (Name passend zum Darsteller) / zuerst unruhig, vergesslich, hilflos, aber auch emphatisch und liebevoll

Ablauf: Der kleine Engel kommt mit einem Geschenk auf die Erde, das er dem Menschen geben möchte, der wirklich Weihnachtsfreude verbreitet. Dabei besucht er einen Dirigenten (Weihnachtsmusik), Geschäftsleute (Produzenten von Weihnachtsartikeln), eine/n Pastor/in, ein/e Küster/in und ein Altenheim. Im Altenheim findet er die Person, die es wert ist, das Geschenk zu erhalten.

Vorspiel

Nebelmaschine- Effektbeleuchtung- Lande- und Sturzfluggeräusche. Der Engel kommt aus dem Nebel auf die Bühne gepurzelt.

E: (klopft sich ab [Mehl?], kontrolliert ob alles noch heil an ihm ist)
"Puh, das hatte ich mir etwas leichter vorgestellt. Ich werde nie wieder auf einer Sternschnuppe mitreisen! War zwar schön schnell, aber das könnte grüne Flecken geben."

(Erschreckt und greift in die kleine Umhängetasche, holt den kleinen Kasten heraus)

"Oh, das Geschenk!? Was ist mit dem Geschenk? (öffnet den Kasten- es leuchtet) Ah, alles heil geblieben! Wie finde ich jetzt den richtigen Empfänger für dieses wertvolle Geschenk? Es soll NUR derjenige bekommen, der anderen Menschen wirkliche Weihnachtsfreude bereitet. Das Geschenk wird diese Freude dann vollkommen machen."

(holt ein kleines Notizbuch aus dem Beutel, blättert)

Engel : "Ach ja, der Dirigent. Sein Weihnachtsoratorium hat sooo vielen Menschen Freude bereitet. Ich war sehr berührt als ich ihm zugehört habe. Mal sehen, ob er der richtige Empfänger ist!? „Ich werde es schon spüren und wissen wer es ist“, hat der Oberengel gesagt."

Engel ab

SZENE 1

Ein Spiegel, eine Musikanlage oder Boxen. Ein Tisch an der Seite als Ablage für eine Mappe. Spot auf den Spiegel. Laute klassische Musik. Der Dirigent steht vor dem Spiegel und übt seine Einsätze. Der kleine Engel ist hingerissen und tanzt ein paar Takte mit. Der Dirigent entdeckt ihn und fühlt sich gestört

D: (macht die Musik aus, der kleine Engel wird aus seinen Träumen gerissen) "Was machst Du denn hier? Wie bist Du hier rein gekommen? Du bist sicher wieder einer von diesen aufdringlichen Fans. Ich habe vorbereitete Autogrammkarten. Du kannst Dir da hinten eine vom Stapel nehmen. Verschwinde dann schnell wieder, ich übe für das große Weihnachtskonzert, es muss noch grandioser werden als im letzten Jahr. Also raus hier!"
E: "Ich bin kein Fan!"
(holt sein Notizbuch aus der Tasche).
Bin ich hier richtig bei….?
D: ….ach so, ein Reporter! Natürlich sind sie hier richtig!
(geht auf und ab, immer mit Blick auf den Spiegel)
Schreiben Sie über mich: nach seinen brillanten Konzerten in New-York, London und Paris wird er in diesem Jahr auch Tokio und Melbourne mit seiner hohen Kunst begeistern! Haben Sie das? Damit ist er zur absoluten Weltspitze aufgestiegen.
E: Ich wollte….aber…
D: Sie müssen noch über die Musik schreiben und den unnachahmlichen Ausdruck den ICH diesen Werken der alten Meister gebe: Die Dynamik seiner Dirigentenkunst bis in die filigransten Details der Notierung schafft eine unnachahmliche Artikulation sowohl im espressivo als auch im legato und selbstverständlich auch im staccato. Nein, schreiben sie nicht selbstverständlich, schreiben sie natürlich auch im Staccato, natürlich ist der bessere Ausdruck.
E: Aber ich…..
D: Ja ich weiß schon, die Phrasierung! Selbstverständlich hat das mit der Phrasierung zu tun, so etwas fällt nicht vom Himmel, das musste ich üben, üben und nochmals üben. Warum erzähle ich ihnen das alles eigentlich?! Mein Management hat eine ausgezeichnete Pressemappe vorbereitet, die gebe ich ihnen mit. So verschwenden sie nicht meine wertvolle und teure Zeit.
(sucht die Mappe und reicht sie dem Engel hin)
Daran wird kein Wort oder Komma geändert! Hören Sie? Kein Wort!
E: (Schnippst und der Dirigent friert mit der Mappe in der Hand ein)
Er ist nur in sich selbst verliebt. Mit der Weihnachtsfreude hat das nichts zu tun. Die Weihnachtsfreude ist Liebe für alle Menschen! Nein, der bekommt das Geschenk auf keinen Fall.
(schaut wieder in das Notizbuch)
Lichter! Lichter und Geschenke! Die Menschen die die Lichterketten, Kerzen und das alles herstellen, die wissen wie man anderen Weihnachtsfreude bereitet. Diese große Firma werde ich besuchen!
(Der Engel schaltet die Musik wieder ein und tanzt noch ein paar Takte. Beim Verlassen des Raumes schnippt er mit dem Finger und der Dirigent lässt die Mappe ins Leere fallen. Verdutzt schaut er sich um und nimmt hastig einen Schnaps aus einem Flachmann und geht wieder vor den Spiegel um sich wieder zu kontrollieren.)
LICHT AUS- UMBAU zweite Szene

SZENE 2

Ein Konferenztisch, Aktenordner, Laptops, Handys, ein Flipchart mit einer nach oben steigenden Grafik (V und F sitzen am Konferenztisch und haben eine Besprechung, V hat einen Laptop vor sich)

V: Wie laufen denn die Lichterketten? Haben wir das Vorjahr übertroffen?
F: Plus 1,5% zum Vorjahr.
(Während des folgenden Textes kommt die Sekretärin herein. Der Engel geht hinter ihr und trägt eine Menge Kisten und Ordner. Er kann kaum darüber gucken. In der Folge der kommenden Dialoge geht der Vorstand auf und ab- gestikuliert und der Engel muss mehrere Male mit den Kisten ausweichen)
V: (entsetzt) Waaas! Nur 1,5 % Steigerung? Wir hatten geplant mindestens 20% mehr in dieser Sparte in diesem Jahr zu verkaufen. Was ist der Hintergrund?
S: Wo soll ich….?
V: (V winkt S abfällig zu) Pst! (weiter zu F) Warum nur so wenig? (beinahe drohend) Jetzt bin ich mal auf Ihre Analyse gespannt.
F: (tippt, sucht) Der Hintergrund ist Ihre Entscheidung, die Lichterketten jetzt ausschließlich nur noch in Indien herstellen zu lassen.
V: Das war die richtige Entscheidung! Dort erhalten die Mitarbeiter nur Hungerlöhne und darum verdienen wir an jeder Lichterkette jetzt mehr als das Doppelte.
F: Weil in Indien mit billigen Maschinen gearbeitet wurde haben wir viele kaputte Lichterketten. Viele Kunden haben die wieder zurückgebracht.
V: Frechheit! Anstelle neue zu kaufen! (denkt kurz) Haben wir die kaputten Ketten noch?
S: (Zum Vorstand) Sie hatten mich gebeten die…..
V: Moment noch, hier werden gerade wichtige Entscheidungen getroffen die auch Ihren Arbeitsplatz betreffen können! Sie wollen doch auch morgen hier noch arbeiten dürfen, oder!? (zu F) Haben wir die kaputten Lichterketten noch?
F: (Tippt, sucht) Die sind noch zur Überprüfung der Ursachen in der Reklamationsabteilung.
V: Gut! Sorgen sie dafür, dass die eine neue Verpackung und einen anderen Namen bekommen. Dann werden die als Sonderposten bei Ebay verkauft.
F: Aber….
V: Machen sie das Geschäft so, dass keiner merkt, dass wir dahinter stecken. Hier wird nichts weggeworfen.
F: (schüttelt verständnislos den Kopf und tippt wortlos in den Laptop)
S: (etwas bestimmter) Chef!
V: (genervt) Was denn?
S: Hier sind die neuen Ideen der Entwicklungsabteilung für die neue Saison 2020. Die hatten sie doch für heute angefordert.
V: Ach ja, zeigen sie mal her.
S: (öffnet eine Kiste und holt einen tanzenden Weihnachtsmann o.Ä. heraus und lässt ihn auf dem Tisch tanzen)
Der ist süß!
(Alle schauen sich das Schauspiel an. Der Engel stellt endlich die restlichen Kisten hinten auf der Bühne ab und ist wie die Sekretärin begeistert von dem tanzenden Weihnachtsmann.)
V: (zu S) stellen sie das endlich ab! (zu F) Wie teuer wird es in der Produktion? Welchen Verkaufspreis können wir hier erzielen?
(S bringt den tanzenden Weihnachtsmann zurück in die Kiste)
F: (mit Blick auf den Bildschirm) Material und Personalkosten (Rückfrage an V) … in Indien?
V: Natürlich wird in Indien gebaut! Gewinn, Gewinn, Gewinn!
F: Dann kämen wir bei 100.000 Stück auf 3,50€ Herstellungskosten inklusive Verpackung. Als Verkaufspreis wäre 12,50€ realistisch. So viel kosten auch die…..
V: Das sind ja nur 250% Gewinn. Sollen wir hier verhungern? Nein, das Projekt ist abgelehnt!
E: Aber den Kindern würde es sehr viel Freude machen! Sie würden sich dadurch noch mehr auf Weihnachten freuen!
V: Habe ich dich um deine Meinung gefragt? Kinder? Papperlapapp! Die Kinder sind mir egal! Ich mache das hier alles doch nicht für die Kinder! Hier geht es um Geld! Nur um’s Geld! Und das macht Freude! Wahre Freude! (zu S) Was haben wir noch?
(S und V gehen nach hinten zu den Kartons und es werden mehrere Dinge durchgesehen Leise Backgroundunterhaltung. F tippt weiter stoisch in seinen Laptop.)
E: (traurig) Hier war ich auch nicht richtig. Wenn jemand die Kinder egal sind, dann kennt er keine Weihnachtsfreude. (holt sein Notizbuch aus der Tasche). Da nützen auch die schönsten und glanzvollsten Lichterketten nichts.
V: (aus dem Hintergrund zu S) Auf gar keinen Fall! (danach wieder leise Unterhaltung)
E: Ich soll nach Freude suchen die von Herz zu Herz springt hat der Oberengel gesagt. Hier soll es einen Pastor geben der die frohe Botschaft zu Weihnachten besonders schön predigt. Den werde ich jetzt besuchen. (geht ab).
Licht aus Umbau für Szene 3

SZENE 3
Im Pastorenbüro. (Schreib)Tisch, Tischdecke, Stühle, Bibel auf dem Tisch, Thermoskanne zwei Becher, Kerzenständer, Blumen in einer Vase
(Glocken läuten, der Engel kommt in das leere Büro und schwärmt von dem Gottesdienst)
E: Ah, ja! Hier müsste das Pastorenbüro sein. … Das war ein schöner Gottesdienst! Und die Predigt war so ermutigend. Er verkündigt wirklich FROHE Botschaft. Ich denke, ich werde ihm das Geschenk geben.
(Der Engel geht ein bisschen auf und ab im Büro, blättert in der Bibel, zündet dann die Kerze an)
E: Ein bisschen feierlich wollen wir es dann mal machen.
(Pastor kommt rein, nimmt die Krawatte ab, zieht das Sakko aus und hängt die Sachen über einen Stuhl. Dann lässt er sich erschöpft auf einen Stuhl fallen. Den Engel nimmt er nicht wahr [der ist im Moment noch unsichtbar], dann wundert er sich dass die Kerze brennt. Die Küsterin kommt in den Raum und trägt ein paar Bücher auf dem Arm.)
K: Ich lege die arabischen und die Farsi Bibeln wieder hinten in den Schrank!?
(Sie geht durch den Raum, der Engel muss erschrocken ausweichen weil sie ihn gar nicht beachtet [bzw. sieht])
P: Sie haben die Kerze hier im Büro angelassen. Das hätten auch „heiße“ Weihnachten statt weiße Weihnachten werden können.
K: Die habe ich gar nicht angemacht! (Engel will ansetzen, kommt aber nicht zu Wort, sie geht wieder „durch ihn durch“) Das war wieder ein sehr schöner Gottesdienst und wissen Sie was ich an Ihnen so bewundere?
P: (setzt zur Antwort an, kommt nicht dazu) W….
K: Dass jede Predigt bei Ihnen genauso `rüber kommt als würden sie sie zum ersten Mal halten. Die gleiche Freude, die gleiche Begeisterung, der gleiche Humor!
P: (erschöpft) Danke für die Blumen, aber 3 Gottesdienste am Heiligabend sind schon eine besondere Herausforderung.
K: Eigentlich vier! Sie haben morgen noch den Gottesdienst im Kinderheim! Soll ich als Küsterin mitkommen? Die haben da ein ganz passables Keybord stehen- auf dem ich spielen könnte.
P: (frustriert, erschöpft, winkt ab) Nein, nein, den habe ich gestern abgesagt.
K: Aber die Kinder? Das geht doch nicht! Die Kinder freuen sich seit Wochen, dass Sie dort hinkommen und zu ihnen und mit ihnen sprechen. Wissen sie noch im letzten Jahr? Da haben wir alle die Tränen wegdrücken müssen, sooo schön war das!
P: Na ja, ach….ja….ich… ich weiß nicht so genau…
K: (überlegt kurz) Wissen sie was! Ein Tee wird ihnen jetzt gut tun!
(Geht wieder durch den Engel durch der wieder verwundert ausweicht, holt Tee, schenkt ein)
Wir konnten doch schon immer über alles reden! Hat das auch damit zu tun was ich in letzter Zeit bei ihnen gesehen habe? Sie reden nach dem Gottesdienst mit fast niemanden mehr. Was ist denn los mit Ihnen? Mir können sie es ja sagen.
P: (nach kurzem Zögern) Ja das stimmt! Bei ihnen kann man ja nur ehrlich sein! Vorher geben sie ja sowieso keine Ruhe.
Ich habe halt über die Jahre den Eindruck, dass mein Dienst nichts verändert!
K: Aber Sie …..
P: Wollten sie nun etwas hören, oder….?
K: Tschuldigung!
P: So viele Jahre predige ich, höre zu, versuche den Leuten Gutes zu tun, ermutige Junge und Alte…aber ich habe das Empfinden, dass die Menschen genau so leer aus der Kirche wieder heraus gehen wie sie herein gekommen sind. Über die Jahre sehe ich keine positive Entwicklung. Es ist so wie…. (kurzes Nachdenken, dann: ) Ich habe den Eindruck es wird von Jahr zu Jahr bei den Menschen immer dunkler obwohl ich Lichter über Lichter verteile, es ist entmutigend und…..
(Während der Pastor redet hat der Engel gut zugehört, aber auch Interesse an der Blume gezeigt die auf dem Tisch steht. Er riecht dran und…)
E: HATSCHI !!!
P: Gesundheit!
K: Wie bitte?
P: Ich sagte Gesundheit!
K: Ich habe aber gar nicht geniest!
(schaut auf die Uhr, erschrickt) Oooh, mein Braten! Der ist schon 15 Minuten zu lange im Ofen. Es tut mir so leid, dass ich ihnen nicht weiter zuhören kann. Ich muss unbedingt nach Hause sonst bekommt meine Tante heute nur Kohle zu essen. Wir telefonieren morgen noch mal… Tschüüüüs! (geht ab)
(Kurze Stille)
P: Da denkt man, dass jemand sich Zeit nimmt und einem zuhört und dann……
E: (Setzt sich) Ich höre doch zu!
P: (erschrocken) Wer ist da? Hallo!?
Jetzt weiß ich, dass ich wirklich mit den Nerven fertig bin. Ich höre schon Stimmen!
E: Oh, ich habe wohl vergessen mich sichtbar zu machen (schnippt mit den Fingern, P sieht ihn jetzt).
Hallo! Ich bin ein Engel!
P: Oh…. Äh …. Ja… äh, guten Tag Herr Engel!
E: Schöne Predigt heute! Ich habe sie drei Mal gehört!
P: Alle drei?
E: Du hast Freude verbreitet, Weihnachtsfreude durch die frohe Botschaft! Dafür wollte ich Dir ein Geschenk machen! Ich denke, es wird deine Freude vollkommen machen!
P: Im Moment verspüre ich wenig Freude, hast Du das Gespräch vorhin gehört?
E: Ich habe alles gehört. Ich war vor euch hier im Raum. ICH habe übrigens die Kerze angezündet! Es sollte etwas feierlich sein wenn ich dir das Geschenk gebe.
(Holt das Geschenk aus dem Beutel, macht es beim Reden auf, es leuchtet. Zuerst freut sich der Pastor und scheint es anzunehmen)
Dieses Licht wird in dich hinein strahlen und dein Inneres hell machen. Du wirst viel Freude verspüren, lachen und wenn du willst auch tanzen. Hiermit übergebe ich dir…..
(der Pastor macht den Deckel wieder zu und schaut den Engel ernst an)
P: Stopp! Ich möchte das Geschenk doch nicht annehmen!
E: Nicht? Warum?
P: Weil ich denke, dass es jemand anderem gehören soll!
E: Nur, wenn diese Person auch Weihnachtsfreude verbreitet hat!
P: Oh, ja, das hat sie! In unserem Altenheim lebt eine ältere Dame, alle nennen sie Oma Valentina! Sie hat über viele Jahrzehnte in unserem Kinderheim ehrenamtlich geholfen und dass nicht nur Weihnachten. Weihnachten hat sie immer den Kindern Geschichten erzählt und hat viele Geschenke selbst verpackt. Sie war ein wahrer Segen und hat viel bewirkt! Die Kinder haben sie geliebt. Jetzt kann sie das alles nicht mehr, sie ist auch sehr vergesslich geworden und das macht sie sehr traurig. Sie sollte dieses Freude machende Geschenk bekommen!
E: (erstaunt) Das ist aber selbstlos von dir! Ich bin beeindruckt!
Ich werde deinem Wunsch entsprechen. Ich werde Oma Valentina besuchen! Du sollst aber auch nicht leer ausgehen!
(Der Engel holt eine kleine Flasche mit Goldglitter aus dem Beutel und wirft die Glitter in Richtung Pastor)
Ich habe hier ein paar gute Gedanken, neue Kraft und Zuversicht! Die kannst Du gut gebrauchen! Auf Wiedersehen!
P: (beglückt) Danke! Auf Wiedersehen!
(Engel geht ab, Pastor lächelt und bewundert den Goldstaub an sich, dann fasst er einen Entschluss und zieht er das Handy aus der Tasche)
Hallo, hier ist das Pastorat! ….. Sagen Sie ihrer Chefin, dass ich morgen den Gottesdienst bei Ihnen im Kinderheim leiten werde….. ja ich freue mich auch! …. Ihnen auch frohe Weihnachten!

Licht aus
Umbau Szene 4

SZENE 4
Sessel, Tisch, Tasse und Kanne, Blumen Zeitungen
(Krankenschwester kommt mit Oma Valentina am Arm in den Raum und führt sie zum Sessel. Oma Valentina stützt sich auf einen Stock)
KS: So, hier ist IHR Zimmer und IHR Sessel.
O: Es tut mir leid, aber ich verlaufe mich immer wieder hier und dann finde ich nicht mehr zurück.
KS: Das macht doch nichts, dafür sind wir ja da.
(Bringt eine Decke und legt sie auf die Knie der alten Dame, schenkt etwas Tee ein)
Tee und ein paar Weihnachtskekse! Ich komme nachher wieder und bringe sie dann in’s Bett. Wenn irgendetwas ist, drücken Sie einfach die Ruftaste, dann komme ich so schnell ich kann.
O: Danke schön.
KS: Hier ist noch etwas zu lesen, ein paar Zeitungen. Schauen sie mal, da ist auch was Neues über Prinz Harry und seine Frau Meghan drin.
(Krankenschwester verlässt den Raum Oma Valentina redet weiter während sie in die Zeitung schaut)
O: Ach, ist der Harry schon verheiratet? Das hatte ich gar nicht mitbekommen. Oder habe ich das auch wieder vergessen?
Ach, das ist ja nett, die Beiden besuchen ein Kinderheim mit krebskranken Kindern. So ein liebes Ehepaar! (blättert weiter). Ach ich kann mich nur noch so schwer konzentrieren.
(Legt die Zeitung weg und nimmt ein Weihnachtskinderbuch, streicht über das Buch, fängt an zu blättern)
Ich liebe dieses Buch…. ich weiß, dass es wichtig für mich war…. aber ich weiß nicht mehr genau warum. Wenn ich mich nur erinnern könnte, es würde mir so viel bedeuten.
(Engel klopft an)
Ja bitte!? Herein!
E: Guten Abend! Sie müssen Oma Valentina sein!
O: Es tut mir leid, ich kann zur Begrüßung nicht so einfach aufstehen.
Oh, ein Diener Gottes besucht mich! Hast Du dich auch verlaufen? Ich kann dir in diesem großen Haus hier auch nicht weiter helfen, ich finde mich ja selbst kaum zurecht.
E: Nein, ich habe mich nicht verlaufen. Aber du hast Recht, ich bin ein Engel! Wie hast du das erkannt?
Der Pastor schickt mich her und ich will sehen ob ich Dich beschenken kann!?
O: Pastor? Was für ein Pastor….?
E: Darf ich mal? (nimmt das Buch). Das ist ja schön!
Das wird eines der Bücher sein, aus denen Du den Kindern vorgelesen hast!? Es ist wirklich sehr schön… und es handelt von der Geburt Jesu, der wahren Weihnachtsfreude!
O: Kinder…. ja, ich liebe Kinder….. aber….
E: Oh, ich sehe, du hast vieles vergessen! Das hatte der Pastor schon gesagt. Kein Problem, wir schauen einfach mal zusammen in deine Vergangenheit. Das Buch wird uns dabei helfen!
(der Engel setzt sich auf die Sesselkante und blättert zusammen mit Oma Valentine in dem Buch)
Oh, diese Geschichte hast du 387 mal erzählt! Du übertriffst den Pastor um ein Vielfaches! Der ist schon nach drei gleichen Predigten erschöpft.
O: Ja… und jetzt kann ich die leuchtenden Augen der Kinder wieder sehen…. Wie machst Du das?
E: Mit dieser Geschichte verbindet Dich ein besonderes Erlebnis! Dieses Mädchen hat dir sehr, sehr viel zu verdanken. Sie hat durch dich den Weg in ein glückliches Leben zurück gefunden.
O: Sie hieß…. Ja, sie hieß FLORENCE…. (freudiger) Ich kann mich erinnern. Du bringst meine Gedanken zurück, meine schönen Gedanken! Da sind sie wieder….
(Oma blättert)
….. ich erinnere mich wieder an die Freude, an die lachenden Kinder. Es war eine wundervolle Zeit. Mit diesen Kindern Weihnachten verbracht zu haben war für mich selbst das größte Geschenk! Die Kinder haben mir viel Liebe zurückgegeben.
E: Und jetzt darf ich DIR ein Geschenk machen!
(macht es feierlich, stellt sich hin)
Ich habe den Auftrag, DEN Menschen zu beschenken der die wahre Weihnachtsfreude verbreitet. Mit einem Geschenk, dass noch viel mehr Freude gibt als man sich vorstellen kann! Und es ist schön Oma Valentina, dass ich dich gefunden habe!
(kniet sich hin und übergibt die Kiste, beim Öffnen strahlt ihr Gesicht)

LICHT AUS

Anmerkungen des Autors

Dieses Stück ist als Alternative für ein Krippenspiel gedacht. Das Geschenk ist eine kleine Kiste in der eine helle LED Batterie-Lichtquelle leuchtet.

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